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Gibt es noch eine Chance?

AmericanSweety

AmericanSweety

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Hallo, seit kurzem lese ich hier (leider) mit. Ich glaube, es tut mir sicher gut, alles mal aufzuschreiben und sich auszutauschen.
Achtung, sehr lang!
Ich (34) und mein Mann (44) sind auf seinen Wunsch seit Montag "getrennt ".
Angefangen hatte es bereits Sonntags, bei einer kurzen Diskussion meinte er, er denkt es wäre besser sich zu trennen.
Ich war kurz geschockt, denn das war das erste Mal, dass er das in unseren über 16 gemeinsamen Jahren ausgesprochen hatte.
Ich habe dann gefragt was denn auf einmal los wäre und er meinte, er denkt es wäre besser für uns, wenn wir nur noch Freunde wären). Er könne nicht mehr, würde nur die "sch." anziehen (uns droht zum 3.mal die Eigenbedarfskündigung, der letzte Umzug ist nun grade 2 Jahre her)
Nunja, das Ende vom Lied war, dass wir es weiter versuchen wollen. Ich fragte ihn, ob er es ernst meine oder nur sage, damit Ruhe ist. Nein, er meine es Ernst.
Am nächsten Vormittag, hab ich ihm einen Spruch geschickt "Wenn etwas kaputt ist, das wichtig ist, schmeißt man es nicht weg, sondern repariert es", er hat mit einem Herz geantwortet.
Am Abend waren wir kurz gemeinsam einkaufen u später hab ich nochmal das Gespräch gesucht. Da eröffnete er mir, er würde mich nicht mehr lieben bzw einfach nichts mehr fühlen, wäre leer und das schon länger. Und er würde keinen Sinn darin sehen, es nochmal zu versuchen. Meine Reaktion darauf war nicht die beste. Ich war natürlich verletzt, verwirrt etc. Am nächsten Abend hatte ich mich halbwegs gesammelt und haben nochmal geredet. Ich hatte mich für mein Verhalten entschuldigt und wollte wissen, wie es nun weitergeht. Habe ihm Verständnis entgegengebracht und ihm gesagt, dass es mir ähnlich ginge, ich aber nicht aufgeben möchte.
Ich sollte noch erwähnen, dass wir eine 14-jährige Tochter haben. Diese hat es recht gut aufgefasst. Nunja, mein Mann meinte, wir lassen alles erstmal wie es bisher war, er schläft im Wohnzimmer und gehen alles was nun ansteht Schritt für Schritt an. (also nach wie vor gemeinsam einkaufen, einer von uns kocht für alle, Finanzen werden nicht getrennt etc) Also der einzige Unterschied bestünde darin, dass wir eben kein Paar mehr sind. Ich weiß, bei vielen ist dies ein Zeichen, es gibt da eventuell eine andere. Aber dazu später mehr Falls dies für mich nicht ok wäre, würde er schauen, dass er erstmal zu einem seiner Eltern könnte. Ich willigte ein, dass er erstmal bleiben könne.
Nach einer für mich schlaflosen Nacht brachte er mir am nächsten Morgen (wie sonst auch) einen Kaffee ins Bett.
Den ganzen Tag über habe ich mir 100000 Gedanken gemacht und hatte viele Fragezeichen. Mit diesen konnte ich nicht ruhig bleiben und suchte daher nochmals das Gespräch. Ich fragte ihn, was er denn denkt, was er eigentlich fühlen müsste. Er sagte, zb dass er gerne nach Hause kommt, dass er mich gerne in den Arm nimmt, küsst.
Ich sagte ihm dann, dass viele langjährige Paare, genau am selben Punkt stehen wie wir.
Man hat nur noch nebeneinander gelebt, Kommunikation kam nur sporadisch vor, S. gab es schon sehr sehr lange keinen mehr, Probleme (zb Schulden, evtl erneuter Umzug) die einen gefühlt alle paar Wochen aus der Ruhe bringen etc.
Wie soll man da noch Liebe spüren können?
Und dass man was dafür tun kann, dass diese Gefühle evtl wieder zurück kommen.
Ich schlug vor, wir belassen es bei der Trennung und haben etwas Abstand, ich zb gehe meine persönlichen Probleme an und in ein paar Wochen setzt man sich nochmal zusammen und schaut weiter.
Darauf möchte er sich nicht einlassen, Trennung ist unausweichlich.
Er meinte, er hätte im Moment vielleicht auch keine Kraft um uns zu kämpfen und es wäre zu anstrengend, er wäre nur noch leer.
Eine andere gibt es definitiv nicht und das glaube ich ihm wie gesagt auch.
Er wisse nicht mal, ob er jemals nochmal für ne Beziehung geeignet wäre und allein vielleicht besser dran.
Da mir der Gedanke, was nun alles auf mich zukommt etwas Angst macht, fragte ich ihn, ob es ihm auch so ginge. Darüber hat er sich allerdings bisher keine Gedanken gemacht. Ich gab ihm noch mit, dass er sich die vielleicht mal machen sollte und auch, was seiner Meinung nach zu all dem geführt hat.

So und nun zu den Gründen aus meiner Sicht:
Wie bereits gesagt, haben wir fast nur noch nebeneinander hergelebt. Kommunikation beschränkte sich auf den Alltag oder Freunde etc. Über die Arbeit oder uns haben wir sehr selten gesprochen.
Das meiner Meinung nach größte Problem ist, dass es weit über 2 Jahre kein S. mehr gab. Das kam von beiden Seiten. Er war noch nie ein Mann, der es zig x die Woche "braucht" und ich habe bis zu diesem Zeitpunkt beginnend mit der Schwangerschaft sehr viel zugenommen (35kg). Er sagte immer, er würde mich lieben wie ich bin, aber joa, das sagt man dann eben. Leider hab ich mich nie richtig aufraffen können, daran was zu ändern.
Hinzu kommt, dass ich seit knapp 1 Jahr die Diagnose habe, dass beide Knie komplett hinüber sind. Ein Knie wurde letztes Jahr operiert und das andere steht im nächsten Jahr an. Ein wenig eingeschränkt bin ich dadurch, aber brauche keine Hilfe o.ä. Allerdings bin ich die letzten 2-3 Jahre in einem Loch gewesen (fast schon zeitweise depressiv), hab mich immer mehr selbst und ihn natürlich auch vernachlässigt. (Zb ihn mal in den Arm genommen, gestreichelt beim Film schauen etc, also ausser mal Küssen keine spürbare Liebe entgegen gebracht)
Vor wenigen Monaten bekamen wir bei einer unserer Katzen die Diagnose Krebs und vor wenigen Wochen mussten wir sie leider gehen lassen. Das hat sehr an uns beiden genagt.
Dann natürlich auch die Schulden, die wir beide mehr oder weniger ignoriert, uns aber beide wahnsinnig belastet haben.
Er hat 2 Jobs. Schon immer. Im Hauptjob allerdings meist sehr unglücklich.
Dazu kommt, dass unsere Tochter seit Monaten "schwierig" ist. Typisch Pubertät. ständig motzig, stinkfaul und erledigt ihre Aufgaben nicht etc. Statt wie schon oft versucht sie dazu bewegen und es gibt dann immer Zoff, erledigt er sie.
Ich habe bisher keinen Führerschein und daher sind wir bei Einkäufen auf ihn angewiesen. Das ist nach einem anstrengenden Tag natürlich nervig und das dank wenig Planung, mind.3x die Woche.

Ich habe für mich schon vor wenigen Wochen entschieden, dass was passieren muss und mir viele Gedanken gemacht. Denn diese Probleme waren mir nicht erst durch die Trennung bewusst.

Ich ziehe nun mein Ding durch. In erster Linie für mich, aber ich möchte natürlich auch ihm beweisen, dass es mir Ernst ist. Denn ich möchte kämpfen. Um ihn und um uns! Aber vorerst meine "Baustellen " abarbeiten! Heute habe ich mich in der Fahrschule angemeldet und starte nun mit Low Carb. (Hab damit vor 3 Jahren schon mal 8kg abgenommen, aber wg eines Trauerfalls wieder aufgehört und schleifen lassen)
Mit unserer Tochter hab ich Gespräche geführt und eine Einigung getroffen, wie das mit ihren Aufgaben (zb Spülmaschine ausräumen) besser klappt.
Mit meinem Mann hab ich beschlossen, dass wir gemeinsam zum Schuldnerberater gehen.
Ich schaue, dass ich wieder etwas mehr mit Freunden unternehme. Das tut mir sicher gut und gibt etwas Raum für Abstand.
Ich würde mir natürlich wünschen, dass er in ein paar Wochen die Veränderungen sieht und vielleicht gibt es dann die Möglichkeit, dass er doch auch bereit ist, dass wir wieder zueinander finden.
Ich versuche, mich nicht daran fest zu klammern! Dass dies nicht leicht wird, ist mir durchaus bewusst!

Wegen einer Wohnung für mich und meine Tochter und ihn lassen wir uns Zeit erstmal meinte er, (noch) stehen wir nicht unter Druck bezüglich der eventuellen Eigenbedarfskündigung.
Er möchte (mein Einverständnis vorausgesetzt) bis zum Auszug hier bleiben, mich in allem unterstützen und nicht hängen lassen. Auch anschließend finanziell.

Ich vermute, er fühlt nichts mehr aufgrund der ganzen Probleme und genannten Gründe, ist ausgelaugt und glaubt nicht daran, dass sich tatsächlich alles ändern und die Gefühle wiederbelebt werden können.Hat nicht nur uns, sondern auch sich aufgegeben. (Er reflektiert die Beziehung nicht, was falsch gelaufen ist auf beiden Seiten, hat noch keinen wirklichen Gedanken an ein Leben nach der Trennung verschwendet)
Es geht ihm seit der Trennung ziemlich schlecht.
Eigentlich müsste es ihm ja besser gehen, zumindest ein Stück weit. (Erleichterung)

Ausser, dass ich nun keinen Kuss mehr bekomme wenn er geht und kommt und dass er im Wohnzimmer schläft und wir daher nicht mehr kuscheln, merke ich kaum eine Veränderung. Wir reden halt ein bisschen weniger als vorher bzw jeder zieht sich in "sein" Zimmer zurück.

Meine Freunde denken wie ich. Dass es etwas Abstand, Zeit und vorallem Dingen die Lösung der Probleme braucht und dann gibt es vielleicht noch eine Chance, sofern es beide wollen.
Er hat mir noch versprochen, dass er es sagt, sollte sich irgendwann an seiner Meinung zur Trennung was ändern. (er ist kein großer Redner und habe ihn darum gebeten)

Mir geht es heute besser, weil ich endlich den Hintern hochbekommen habe! Morgen geht es direkt zum Friseur, das wollte ich schon seit Monaten. Ich versuche so gut es geht, nur an mich zu denken jetzt.

Phasenweise trifft es mich. zb als ich vorhin ins Bett bin und da eben niemand mehr ist. Höre ihn allerdings bis hierher schnarchen

Ich weiß, viele würden raten, dass er tatsächlich wenigstens erstmal für paar Tage woanders unterkommt. Aber wenn wir damit beide (vorerst) klar kommen?

So das war's erstmal. Danke fürs lesen des Romanes

LG

22.11.2019 02:37 • #1


unbel Leberwurs.


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Hat denn keiner von euch beiden mal versucht, wieder etwas mehr Nähe in eure Beziehung zu bekommen?

Hast du einen Job?

22.11.2019 09:26 • x 2 #2


ashpi82

ashpi82


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Zitat von AmericanSweety:
Meine Freunde denken wie ich. Dass es etwas Abstand, Zeit und vorallem Dingen die Lösung der Probleme braucht und dann gibt es vielleicht noch eine Chance, sofern es beide wollen.
Er hat mir noch versprochen, dass er es sagt, sollte sich irgendwann an seiner Meinung zur Trennung was ändern. (er ist kein großer Redner und habe ihn darum gebeten)


Sie haben Recht! Lass ihn einfach in ruhe das reflektieren kommt schon noch.

22.11.2019 10:00 • x 2 #3


Souljah

Souljah


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Zitat von AmericanSweety:
ch habe für mich schon vor wenigen Wochen entschieden, dass was passieren muss und mir viele Gedanken gemacht. Denn diese Probleme waren mir nicht erst durch die Trennung bewusst.

Ihr habt zu weinig geredet ! Wenn sich ersmal was angesammelt hat, wird es schwer das aufzubröseln, dann wird schnell aus einem vermeintlichen Problem........ein kleiner Krieg voller Vorwürfe...das will keiner und ist gegen den guten Ton !

Zitat von AmericanSweety:
Ich ziehe nun mein Ding durch. In erster Linie für mich,

Hört sich an an als warst / bist du in einer Komfortzone ! Nicht gut !

Zitat von AmericanSweety:
aber ich möchte natürlich auch ihm beweisen, dass es mir Ernst ist.

Nach einem Bruch kann das dauern..........zähle nicht die Tage. Ich denke er erwartet das auch, da zählen nur Taten und keine großen Reden !

22.11.2019 10:13 • x 1 #4


AmericanSweety

AmericanSweety


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Ich möchte ihn gar nicht mehr vollquatschen...Ihm aber signalisieren, ich lasse ihn und akzeptiere seinen Wunsch. Aber möchte zu gegebener Zeit um ihn kämpfen! Mich aber erstmal um mich und die besagten Probleme/ Gründe kümmern, die meinerseits zu all dem beigetragen haben!

Es ist sooo schwer. Gerade Abends im Bett allein. Auch wenn da nicht so wahnsinnig viel Nähe war. Das bisschen fehlt mir sehr von ihm...

22.11.2019 10:32 • #5


Puppenspieler

Puppenspieler


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Was ich Dir empfehlen würde ist, wirklich Abstand zu halten. Ihn nicht drängen und so vielleicht versuchen das ihr wieder einen Schritt aufeinander zu gehen könnt. Vielleicht ist es wirklich nur eine Krise nach 16 Jahren und es gibt Probleme die die Beziehung belasten. Aber wenn ihr zwei Jahre keinen S. habt, ist das schon etwas seltsam. Und nur weil du etwas zugenommen hast, wäre das für mich kein Grund keinen S. mehr zu haben. Liegt da vielleicht der Grund ? Was hat er denn gesagt warum er keine Beziehung mehr mit dir möchte? Es muss doch einen Grund geben. Klar ist es normal das iwann Alltag einkehrt, aber daran kann man doch arbeiten und wieder zusammen finden.

22.11.2019 17:49 • x 1 #6


AmericanSweety

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Zitat von Puppenspieler:
Was ich Dir empfehlen würde ist, wirklich Abstand zu halten. Ihn nicht drängen und so vielleicht versuchen das ihr wieder einen Schritt aufeinander zu gehen könnt. Vielleicht ist es wirklich nur eine Krise nach 16 Jahren und es gibt Probleme die die Beziehung belasten. Aber wenn ihr zwei Jahre keinen S. habt, ist das schon etwas seltsam. Und nur weil du etwas zugenommen hast, wäre das für mich kein Grund keinen S. mehr zu haben. Liegt da vielleicht der Grund ? Was hat er denn gesagt warum er keine Beziehung mehr mit dir möchte? Es muss doch einen Grund geben. Klar ist es normal das iwann Alltag einkehrt, aber daran kann man doch arbeiten und wieder zusammen finden.


Er sagt, er fühlt einfach nichts mehr (für mich)...Er wäre leer...Wir hatten nochmal ein kurzes Gespräch...An der Trennung ist nichts zu rütteln. Wir werden versuchen so gut es in der jetzigen Situation geht, ein wenig Abstand zu gewinnen und alles langsam und der Reihe nach zu Regeln... Er verschließt sich nicht der Möglichkeit, dass sich das mit den Gefühlen irgendwann ändert. Das ist für mich sehr viel wert.
Das mit dem S. lag natürlich an uns beiden! Ich zb fühle mich ja nicht wohl und das wirkt sich vorallem auch darauf aus...
Er unterstützt mich nun in meinen Plänen , was den Führerschein und das abnehmen betrifft und am "Alltag" wird sich vorerst mal nichts ändern. Wir hängen das nun auch noch nicht an die große Glocke, um ein "einmischen" zu vermeiden. Mit meinen besten Freunden habe ich natürlich schon gesprochen. Denn es ging mir zwischen durch echt mies die letzten Tage...
Ich würde mir wünschen, dass da noch was hervorzurufen ist... Wenn sich erstmal einiges getan hat...
Ich muss halt aufpassen, dass ich mich darauf nicht versteife u einzig daran festklammere!
Aber ich denke, das bekomme ich irgendwann hin, wenn ich nun den Fokus auf mich selbst richte! Ist ja auch möglich, dass ich durch die Veränderungen das selbst irgendwann anderst sehe, jemanden kennenlerne oder oder...
Heute geht es mir soweit gut... Aber das dachte ich vorgestern auch und im Bett kam dann alles hoch... Wo auf einmal niemand mehr ist und es einem bewusst wird... Werde nun auch wieder mehr mit Freunden machen, damit man Ablenkung hat.
Mal schauen, wie die nächsten Wochen nun werden...
Danke für den Austausch!

23.11.2019 07:36 • #7


Puppenspieler

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Zitat von AmericanSweety:

Er sagt, er fühlt einfach nichts mehr (für mich)...Er wäre leer...Wir hatten nochmal ein kurzes Gespräch...An der Trennung ist nichts zu rütteln. Wir werden versuchen so gut es in der jetzigen Situation geht, ein wenig Abstand zu gewinnen und alles langsam und der Reihe nach zu Regeln... Er verschließt sich nicht der Möglichkeit, dass sich das mit den Gefühlen irgendwann ändert. Das ist für mich sehr viel wert.
Das mit dem S. lag natürlich an uns beiden! Ich zb fühle mich ja nicht wohl und das wirkt sich vorallem auch darauf aus...
Er unterstützt mich nun in meinen Plänen , was den Führerschein und das abnehmen betrifft und am "Alltag" wird sich vorerst mal nichts ändern. Wir hängen das nun auch noch nicht an die große Glocke, um ein "einmischen" zu vermeiden. Mit meinen besten Freunden habe ich natürlich schon gesprochen. Denn es ging mir zwischen durch echt mies die letzten Tage...
Ich würde mir wünschen, dass da noch was hervorzurufen ist... Wenn sich erstmal einiges getan hat...
Ich muss halt aufpassen, dass ich mich darauf nicht versteife u einzig daran festklammere!
Aber ich denke, das bekomme ich irgendwann hin, wenn ich nun den Fokus auf mich selbst richte! Ist ja auch möglich, dass ich durch die Veränderungen das selbst irgendwann anderst sehe, jemanden kennenlerne oder oder...
Heute geht es mir soweit gut... Aber das dachte ich vorgestern auch und im Bett kam dann alles hoch... Wo auf einmal niemand mehr ist und es einem bewusst wird... Werde nun auch wieder mehr mit Freunden machen, damit man Ablenkung hat.
Mal schauen, wie die nächsten Wochen nun werden...
Danke für den Austausch!




Das freut mich zu lesen, so ist es richtig wie du vorgehst, konzentriere dich auf dich und Dein Leben und beobachte was passiert. Ich wünsche dir, dass es sich wieder legt und ihr wieder zueinander findet. Muss doch mal wieder ein Happy End geben

23.11.2019 12:19 • x 1 #8


AmericanSweety

AmericanSweety


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Zitat von Puppenspieler:



Das freut mich zu lesen, so ist es richtig wie du vorgehst, konzentriere dich auf dich und Dein Leben und beobachte was passiert. Ich wünsche dir, dass es sich wieder legt und ihr wieder zueinander findet. Muss doch mal wieder ein Happy End geben


Danke für den Zuspruch, werde mir Mühe geben:) Einfach wird es sicher nicht. Ich will mich auch nicht selbst einer Illusion hingeben und dadurch die Trauer verschieben, weil ich hoffe, dass es doch wieder was wird. Hatte heute auch schon 2 kurze Heulattacken... Mal sehen wie die nächsten Tage werden...
Schönes Wochenende:)

23.11.2019 13:09 • #9


ZuFruehGHeirate.


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Zitat von Puppenspieler:
Aber wenn ihr zwei Jahre keinen S. habt, ist das schon etwas seltsam. Und nur weil du etwas zugenommen hast,


Nicht etwas zugenommen, sondern 35 kg! Das törnt ab. Frage mich immer, wie man/frau sich so gehen lassen kann.

23.11.2019 13:18 • #10


AmericanSweety

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Zitat von ZuFruehGHeiratet:

Nicht etwas zugenommen, sondern 35 kg! Das törnt ab. Frage mich immer, wie man/frau sich so gehen lassen kann.


Das kann ich dir erklären... Ich war vor der Schwangerschaft ziemlich aktiv, immer auf den Beinen und unterwegs. Auch im Job. Das fiel komplett weg, in der Schwangerschaft ging es mir dann noch wahnsinnig schlecht... Danach durch Medikamente/OP und die starke Einschränkung der Knie kam noch mehr dazu... War ein schleichender Prozess über viele Jahre. Als ich mich aufgerafft hatte und wieder im Sportstudio anmelden wollte, kam die Diagnose mit den Knien...
Dazwischen waren einige (hauptsächlich erfolglose) Diäten. Da ich sowieso recht wenig esse, kaum sichtbare Erfolge...gibt man irgendwann auf und resigniert. Man verschließt die Augen, genauso wie man es eben auch bei anderen Problemen tut.
Nunja, hab durch die Trennung nun schon 4kg runter und bin dran... Mein (Noch) Mann unterstützt mich nun, das hat er vorher nie wirklich getan und das hilft, wenn einen jemand motiviert!

23.11.2019 17:21 • #11


AnnaLena49


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Zitat von ZuFruehGHeiratet:

Nicht etwas zugenommen, sondern 35 kg! Das törnt ab. Frage mich immer, wie man/frau sich so gehen lassen kann.




Wie kann eine andere Frau so einen vollkommenen Mist schreiben? Ich gehe mal davon aus, dass es mit der seelischen Reife bei dir noch etwas mangelt, aber vor allem mangelt es an Einfühlungsvermögen.


Die TE hat sich ganz sicher nicht gehen lassen. Es gibt genügend Menschen mit Ess-Störungen, das hat nicht im geringsten was mit "gehen lassen" zu tun. Komischerweise spricht niemand bei magersüchtigen Frauen von gehen lassen, aber es ist das gleiche Symptom für eine andere Ausdrucksweise im Außen.


Es gibt für die TE wohl größere Probleme als 35 Kilo Zunahme.


Es genügt, dass wir genug Influencerinnen haben, die den jungen Frauen den Mist von schöner, schlanker und besser suggerieren und damit viel Schaden anrichten und jetzt kommt sowas auch noch im Trennungsforum.


Fehlt nur noch, dass der tolle Tipp kommt, dass der Ehemann wieder glücklich mit ihr wird, wenn sie irgendwann 50 Kilo wiegt.

23.11.2019 17:59 • x 1 #12


AmericanSweety

AmericanSweety


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Zitat von AnnaLena49:



Wie kann eine andere Frau so einen vollkommenen Mist schreiben? Ich gehe mal davon aus, dass es mit der seelischen Reife bei dir noch etwas mangelt, aber vor allem mangelt es an Einfühlungsvermögen.


Die TE hat sich ganz sicher nicht gehen lassen. Es gibt genügend Menschen mit Ess-Störungen, das hat nicht im geringsten was mit "gehen lassen" zu tun. Komischerweise spricht niemand bei magersüchtigen Frauen von gehen lassen, aber es ist das gleiche Symptom für eine andere Ausdrucksweise im Außen.


Es gibt für die TE wohl größere Probleme als 35 Kilo Zunahme.


Es genügt, dass wir genug Influencerinnen haben, die den jungen Frauen den Mist von schöner, schlanker und besser suggerieren und damit viel Schaden anrichten und jetzt kommt sowas auch noch im Trennungsforum.


Fehlt nur noch, dass der tolle Tipp kommt, dass der Ehemann wieder glücklich mit ihr wird, wenn sie irgendwann 50 Kilo wiegt.


Danke

Ich meine, ich bin ehrlich genug zu sagen, dass ich natürlich viel früher hätte wach werden müssen und meine Zunahme ist tatsächlich eher eins der kleineren Probleme, die zur Trennung geführt haben...Ich strebe keine Modelmaße an! War und werde sicher nie 90/60/90 haben und das möchte ich auch nicht! Sondern Normalgewicht, wo ich mich selbst endlich wieder wohl fühle und mich selbst wieder lieben kann!(Wie soll es sonst jemals jemand anderes tun?)
Daher tue ich das nun ganz sicher nicht für meinen (Noch-) Ehemann, sondern für mich!

23.11.2019 18:11 • #13


Puppenspieler

Puppenspieler


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Zitat von ZuFruehGHeiratet:

Nicht etwas zugenommen, sondern 35 kg! Das törnt ab. Frage mich immer, wie man/frau sich so gehen lassen kann.


Ganz einfache Antwort! Zunehmen kann man weil man unglücklich ist oder einem etwas bedrückt oder ganz einfach weil man ein Genussmensch ist.

Mich persönlich turnen weibliche Rundungen nicht ab ! Wer möchte schon Knochen zählen?

Ganz ehrlich? Wo ist da das Problem? Wenn man einen Menschen wirklich liebt ist das kein Problem!

Aber heute sind die meisten Menschen ja nur noch vom Schönheits und Gewichtswahn getrieben, können sich über andere lustig machen, hinter dem Rücken reden, haben aber nicht den Mut es direkt anzusprechen. Ich zähle mich nicht zum Teil dieser Bevölkerung. So lange jeder mit seinem Gewicht zu frieden ist, ist dass vollkommen in Ordnung und niemand hat über einen anderen Menschen zu urteilen!
Lieber etwas mehr auf den Rippen als keinen Grips im Kopf!

Muss mal einen Spruch los werden. " Ich bin dick und du bist doof, ich kann abnehmen aber was machst du?

23.11.2019 18:12 • x 2 #14


AmericanSweety

AmericanSweety


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Schönen Abend:) Wollte mal berichten, wie die letzten Tage liefen und wie es mir so geht... Es geht mir den Umständen entsprechend "gut", der erste Schock ist (vorerst) überwunden...
Es fanden noch Gespräche statt, da ich natürlich viele Fragen hatte... Meine Gedanken sind Achterbahn gefahren, aber das kennt ihr sicher... Was mir aber am allermeisten zu schaffen gemacht hat (u auch jetzt noch zu schaffen macht) ist, wieso er einfach kampflos aufgibt. Klar ist, dass es nicht erst seit kurzem so ist, dass er nicht mehr so empfindet, dass er mich lieben würde. Das war ein langer Prozess. Allerdings weiß niemand von uns, ob die Gefühle unwiderruflich weg sind, oder ob die mit viel Zeit, Veränderungen etc wieder "wachgerüttelt" werden könnten... Das hab ich ihm so gesagt... Er sagt dazu nur, wir wissen nicht, was die Zeit bringt... Er verdrängt auch alles und hat sich wirklich so gut wie keine Gedanken gemacht. Weder über sowas, noch konkreter in die Zukunft. (Zb wie es sein wird, mit allem plötzlich alleine dazu stehen etc) Ich sagte gestern zu ihm, ob ihm aufgefallen wäre, dass wir eigentlich noch nie bzw sehr viele Jahre nicht mehr so viel miteinander (tiefgründiger, über Gefühle etc) geredet haben... Er nahm das direkt zum Anlass, dass wir ja als Freunde besser funktionieren/harmonieren würden... Den Satz hab ich nun öfter von ihm gehört... Er will mich nicht verlieren, weiter immer für mich da sein, wäre ein wichtiger Teil seines Lebens etc aber eben als Freunde. Ich sagte...auch als Paar ist man beste Freunde...
Ich habe ihn zudem gefragt ob es sein kann, dass er sich nicht vorstellen könne, dass alles wieder anderst sein könnte...Also in Bezug auf positive Veränderungen im Familienleben, dass es zwischen uns wieder wie früher sein könnte, wenn ich meine Ziele (abnehmen, mich wieder wohl fühlen) erreicht habe... Aber wie gesagt, mit sowas hat er sich gedanklich (noch) nicht weiter befasst und sagte, so wirklich dran glauben kann er nicht...

Unser Alltag ist weitestgehend wie immer... Ausser eben dass er auf der Couch schläft, keine Küsse etc...
Er fehlt mir sehr... dieses selbstverständliche in Arm genommen werden, miteinander lachen, das Gefühl dass wir ein Team sind, in den Schlaf gekrault werden, ihn küssen...
Ich vermute, er ist an diesem berühmten Punkt im Leben...(Midlife-Crisis) Er hat diverse Wünsche (zb ein bestimmtes Auto auf das wir gerade gespart haben u in den nächsten 1-2 Jahren kaufen wollten), sein Nebenjob wird in 2,5 Jahren wegfallen (er arbeitet seit über 18 Jahren als Türsteher in einer Diskothek, die in 2,5 Jahren endgültig schließen wird), im Hauptjob ist er schon sehr lange nicht 100% zufrieden, der Stress mit unserer (pubertierenden) Tochter und letztendlich das mit uns bzw mir, die sich aufgegeben hatte...
Ich wünsche mir sehr, dass ich das Ruder noch rumreißen kann. Primär "arbeite" ich allerdings an mir. Endlich unabhängiger werden durch den Führerschein, das abnehmen, dass ich mich auch selbst wieder mag und wieder mehr Freude am Leben habe...
Ich habe etwas Angst, dass durch diesen "Cut" das ganze vorangetrieben wird... Das hab ich ihm auch gesagt...Also dass eins dadurch noch weiter entfernen als sowieso schon. Aber ich glaube, das spielt nur für mich eine Rolle, da ich uns noch nicht aufgegeben habe und er ja derzeit schon.

Ich werde versuchen, meine Ziele weiter zu verfolgen und mal sehen was die nächsten Wochen bringen. Ich frage mich natürlich, wenn ich soweit bin und sich was getan hat... Wie kämpfe ich um ihn? Was muss ich dann tun? Wie stellt man das an?

Nächsten Monat haben wir Hochzeitstag (an meinem Geburtstag)... Davor graut es mir ein bisschen... Wir haben den zwar nie groß gefeiert (sind wir beide nicht so die Typen dafür), aber Situationsbedingt wird das für mich sicher emotional nicht so einfach...

Im Moment versuche ich, immer nur ein paar Tage im Vorraus zu überblicken. Damit komme ich klar und geht es mir wie gesagt den Umständen entsprechend gut...
Freue mich nun auf Samstag. Da wird ein Geburtstag gefeiert, alle meine Freunde auf einem Haufen und hab Ablenkung....Er wäre wg dem Nebenjob so oder so nicht mitgekommen...

Ich hoffe, ich schaffe das alles! Ich versuche auch weiter, nicht alles auf eine Karte zu setzen und zu realisieren, dass es auch endgültig sein kann... Da kommen dann aber auch Gedanken/Ängste wie: finde ich überhaupt nochmal jemand, kann ich nochmal jemand so vertrauen wie ihm, nimmt mich nochmal jemand so wie ich bin etc...Aber das rührt eben auch daher, dass ich mit mir selbst do arg noch unzufrieden bin...

So, das wars erstmal:) Bin froh und dankbar um das Forum! Alleine das rauslassen tut gut! Ich glaube schriftlich macht man das noch viel ausführlicher als in Gesprächen mit Freunden...

Bis bald...

27.11.2019 22:06 • #15




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