AmericanSweety
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Das Schreiben und der Austausch im Forum tut gut... Wobei ich mich teilweise je nach Beitrag erwischt habe, dass ich (unnötig) Zweifel bekomme und Sachen hinterfrage...
Die letzten 4 Wochen vergingen im Nachhinein wie im Flug. Ich lag davon allerdings fast 2 Wochen komplett flach. Mit Fieber, Husten etc...Mann und unsere Tochter mussten ebenfalls eine Woche Zuhause bleiben...Wenn, dann erwischt es uns immer alle gleichzeitig.
Unabhängig davon ging es mir so lala. Mal ein Tag besser, mal schlechter.
Gespräche über "uns" gab es bis vorgestern keine mehr. Ich wollte ihm einfach bisschen Zeit geben zur Ruhe zu kommen.
Ich hatte dazwischen 2-3 Briefe an ihn verfasst...Den letzten wollte ich ihm nächste Woche geben. In diesem habe ich meine Seite nochmal reflektiert, versucht zu erklären, wie es mir die letzten Jahre erging etc... Ich hatte versucht drauf zu achten, dass der Brief ihn nicht unter Druck setzt, ich nicht bettelnd oder bedürftig rüberkomme...
Nunja, nächste Woche hat er Urlaub, wir verbringen die Feiertage mit meiner Familie und ich hielt es für eine gute Idee, ihm dann da den Brief zu geben. Wenn er entspannter ist und durch die gemeinsame Zeit vielleicht auch zugänglicher.
Vorgestern allerdings ging es mir gar nicht gut und ich hatte das Gefühl zu platzen. Ich hielt es nicht mehr aus, suchte das Gespräch und dann bin ich emotional total zusammengeklappt...
Ich habe im groben all das gesagt, was ich in den Brief gepackt hatte (den hab ich ihm später auch noch gegeben). Dieser Ausbruch ging über 5-6h. Ich war echt am Boden... Soviel zu "das ich nicht bedürftig " rüberkomme...
Nunja, wir haben über alles nochmal geredet und hab versucht, auf alles, was mir Gedanken machte, eine Antwort zu bekommen. Dazwischen wurde ich auch mal richtig sauer und meinte, er soll bitte seine Sachen packen und gehen. Wohin wäre mir egal und wie wäre mir auch egal (Auto gehört mir, hatte ich letztes Jahr von einem Erbe gekauft für uns und er braucht es für die Arbeit). Hab mich irgendwann wieder beruhigt... So wollte ich nicht, dass wir miteinander umgehen und das hat er auch nicht verdient.
Er hatte die ganze Zeit viel Verständnis, hat mich auch oft in den Arm genommen. Auch bei ihm flossen einmal die Tränen. Das erste Mal überhaupt seit der Trennung...
Neue Erkenntnisse hab ich nicht von diesem Gespräch... Es ist eben so, dass er keine Liebe mehr empfindet, nur noch Freundschaft. Dass er sehr,sehr lange mit sich selbst gekämpft hat und ihm die Entscheidung sehr schwer fiel. Ich konnte auch sehen, dass es ihm weh tut, mich so zu verletzen und er sagte auch öfter, es täte ihm leid.
Er möchte für mich da sein, mich bei allem unterstützen und alles menschenmögliche tun, damit es mir und unserer Tochter gut geht...
Ob sich da wieder Gefühle entwickeln/hochkommen, weiß er nicht. Er würde sich wünschen, sie wären noch da...
Ich bin ihm als Mensch nach wie vor wichtig...
Gegen 1 sind wir dann (getrennt) ins Bett...
Am nächsten Morgen hatte ich nicht mal 1min die Augen offen, ging es wieder los. Das zog sich mit kurzer Unterbrechung bis zum Abend, als er wieder von der Arbeit kam... Ich sah aus (selbst heute noch), als hätte ich paar auf die Augen bekommen. Geschwollen bis zum geht nicht mehr.
Soviel hatte ich noch nie geweint und ich war über meinen emotionalen Zusammenbruch doch ein wenig erschrocken über mich selbst...
Jedenfalls haben wir gestern Abend noch mal ganz kurz geredet... (er hat sich zu mir gesetzt). Ich hatte ihn gefragt, wie er die Gefühle unterscheidet...Dass es nur Freundschaft ist und nicht mehr...Das wisse er allerdings nicht. Klar ist, wir haben die letzten 3-4 Jahre nur noch wie Freunde gelebt...Bis auf das Küssen und eben in einem Bett schlafen... Da ist es meiner Meinung nach nicht verwunderlich, dass er da nun nicht mehr empfindet... Im Moment sieht er nur die Trennung als Ausweg. Einen Versuch, ob durch Annäherung, Veränderung etc da andere Gefühle wieder auftauchen, möchte er nicht.(eben weil da nix ist derzeit)
Er schließt aber nicht aus, dass sich das mit der Zeit ändert... Falls da wieder Gefühle entstehen, wird er das Gespräch suchen...
Es tat weh, die knallharten Fakten nochmal zu hören... Ich wusste, dass an der Situation momentan nichts zu rütteln ist, aber hatte natürlich trotzdem einen Funken Hoffnung.
Ich verfolge nun weiter meinem "Plan " (Führerschein, abnehmen--> fast 5kg in den 4 Wochen schon geschafft, ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein)), was anderes bleibt mir ja nicht übrig.
Ich glaube nach wie vor daran, dass irgendwann, wenn er es zulässt, durch Annäherung (gemeinsam Zeit verbringen als Mann und Frau, S., etc) da wieder eine Bindung und die Gefühle entstehen können... Aber wie ich das mal anstelle, weiß ich noch nicht.
Ohne erkennbare Fortschritte macht es sowieso keinen Sinn...Daher verdränge ich diese Gedanken erstmal und versuche, in kleineren Schritten zu denken... Eins nach dem anderen...
Vielleicht denke ich in ein paar Wochen anderst und will das alles selbst nicht mehr...Momentan kann ich mir das aber überhaupt nicht vorstellen. Er ist nach wie vor der Mann, mit dem ich meine Zukunft verbringen möchte...
Werde sicher für mich selbst hier ab und an schreiben...Es tut gut, alles auch auf diese Art rauszulassen...
Guten Morgen ihr beiden. Danke euch!
Und theoretisch würde es mich nun sowieso nix mehr angehen. Nunja, da ist nix und es gibt zu 100% auch kein Zweithandy...Zumal gar kein Raum dafür wäre...Er kommt immer sofort von der Arbeit heim und geht nirgends allein hin... Das ist nur in meinem Kopf, weil es leider viele hier erlebt haben...

