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Gibt es noch eine Chance - eure Erfahrungen?

AmericanSweety

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Update...

Das Schreiben und der Austausch im Forum tut gut... Wobei ich mich teilweise je nach Beitrag erwischt habe, dass ich (unnötig) Zweifel bekomme und Sachen hinterfrage...

Die letzten 4 Wochen vergingen im Nachhinein wie im Flug. Ich lag davon allerdings fast 2 Wochen komplett flach. Mit Fieber, Husten etc...Mann und unsere Tochter mussten ebenfalls eine Woche Zuhause bleiben...Wenn, dann erwischt es uns immer alle gleichzeitig.
Unabhängig davon ging es mir so lala. Mal ein Tag besser, mal schlechter.
Gespräche über "uns" gab es bis vorgestern keine mehr. Ich wollte ihm einfach bisschen Zeit geben zur Ruhe zu kommen.
Ich hatte dazwischen 2-3 Briefe an ihn verfasst...Den letzten wollte ich ihm nächste Woche geben. In diesem habe ich meine Seite nochmal reflektiert, versucht zu erklären, wie es mir die letzten Jahre erging etc... Ich hatte versucht drauf zu achten, dass der Brief ihn nicht unter Druck setzt, ich nicht bettelnd oder bedürftig rüberkomme...
Nunja, nächste Woche hat er Urlaub, wir verbringen die Feiertage mit meiner Familie und ich hielt es für eine gute Idee, ihm dann da den Brief zu geben. Wenn er entspannter ist und durch die gemeinsame Zeit vielleicht auch zugänglicher.
Vorgestern allerdings ging es mir gar nicht gut und ich hatte das Gefühl zu platzen. Ich hielt es nicht mehr aus, suchte das Gespräch und dann bin ich emotional total zusammengeklappt...
Ich habe im groben all das gesagt, was ich in den Brief gepackt hatte (den hab ich ihm später auch noch gegeben). Dieser Ausbruch ging über 5-6h. Ich war echt am Boden... Soviel zu "das ich nicht bedürftig " rüberkomme...
Nunja, wir haben über alles nochmal geredet und hab versucht, auf alles, was mir Gedanken machte, eine Antwort zu bekommen. Dazwischen wurde ich auch mal richtig sauer und meinte, er soll bitte seine Sachen packen und gehen. Wohin wäre mir egal und wie wäre mir auch egal (Auto gehört mir, hatte ich letztes Jahr von einem Erbe gekauft für uns und er braucht es für die Arbeit). Hab mich irgendwann wieder beruhigt... So wollte ich nicht, dass wir miteinander umgehen und das hat er auch nicht verdient.
Er hatte die ganze Zeit viel Verständnis, hat mich auch oft in den Arm genommen. Auch bei ihm flossen einmal die Tränen. Das erste Mal überhaupt seit der Trennung...
Neue Erkenntnisse hab ich nicht von diesem Gespräch... Es ist eben so, dass er keine Liebe mehr empfindet, nur noch Freundschaft. Dass er sehr,sehr lange mit sich selbst gekämpft hat und ihm die Entscheidung sehr schwer fiel. Ich konnte auch sehen, dass es ihm weh tut, mich so zu verletzen und er sagte auch öfter, es täte ihm leid.
Er möchte für mich da sein, mich bei allem unterstützen und alles menschenmögliche tun, damit es mir und unserer Tochter gut geht...
Ob sich da wieder Gefühle entwickeln/hochkommen, weiß er nicht. Er würde sich wünschen, sie wären noch da...
Ich bin ihm als Mensch nach wie vor wichtig...
Gegen 1 sind wir dann (getrennt) ins Bett...
Am nächsten Morgen hatte ich nicht mal 1min die Augen offen, ging es wieder los. Das zog sich mit kurzer Unterbrechung bis zum Abend, als er wieder von der Arbeit kam... Ich sah aus (selbst heute noch), als hätte ich paar auf die Augen bekommen. Geschwollen bis zum geht nicht mehr.
Soviel hatte ich noch nie geweint und ich war über meinen emotionalen Zusammenbruch doch ein wenig erschrocken über mich selbst...
Jedenfalls haben wir gestern Abend noch mal ganz kurz geredet... (er hat sich zu mir gesetzt). Ich hatte ihn gefragt, wie er die Gefühle unterscheidet...Dass es nur Freundschaft ist und nicht mehr...Das wisse er allerdings nicht. Klar ist, wir haben die letzten 3-4 Jahre nur noch wie Freunde gelebt...Bis auf das Küssen und eben in einem Bett schlafen... Da ist es meiner Meinung nach nicht verwunderlich, dass er da nun nicht mehr empfindet... Im Moment sieht er nur die Trennung als Ausweg. Einen Versuch, ob durch Annäherung, Veränderung etc da andere Gefühle wieder auftauchen, möchte er nicht.(eben weil da nix ist derzeit)
Er schließt aber nicht aus, dass sich das mit der Zeit ändert... Falls da wieder Gefühle entstehen, wird er das Gespräch suchen...
Es tat weh, die knallharten Fakten nochmal zu hören... Ich wusste, dass an der Situation momentan nichts zu rütteln ist, aber hatte natürlich trotzdem einen Funken Hoffnung.
Ich verfolge nun weiter meinem "Plan " (Führerschein, abnehmen--> fast 5kg in den 4 Wochen schon geschafft, ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein)), was anderes bleibt mir ja nicht übrig.
Ich glaube nach wie vor daran, dass irgendwann, wenn er es zulässt, durch Annäherung (gemeinsam Zeit verbringen als Mann und Frau, S., etc) da wieder eine Bindung und die Gefühle entstehen können... Aber wie ich das mal anstelle, weiß ich noch nicht.
Ohne erkennbare Fortschritte macht es sowieso keinen Sinn...Daher verdränge ich diese Gedanken erstmal und versuche, in kleineren Schritten zu denken... Eins nach dem anderen...
Vielleicht denke ich in ein paar Wochen anderst und will das alles selbst nicht mehr...Momentan kann ich mir das aber überhaupt nicht vorstellen. Er ist nach wie vor der Mann, mit dem ich meine Zukunft verbringen möchte...

Werde sicher für mich selbst hier ab und an schreiben...Es tut gut, alles auch auf diese Art rauszulassen...

20.12.2019 08:17 • x 1 #16


Balko43


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Hallo AmericanSweety,

wir zwei kennen uns ja schon aus einem anderen Thread.

Du weißt ja, dass ich, was das Beziehungsende betrifft, in einer ähnlichen Situation bin wie Du.

Auch mir fällt das Loslassen sehr schwer, zumal da von der Gegenseite auch immer wieder mehrdeutige Aussagen kommen.

Am schwersten fällt es mir, wenn ich an die Zukunft denke. So klar der Weg noch vor 3 Monaten schien, so dunkel ist er jetzt. Wir sind leider vom Alter her schon auf der Zielgraden und die Ungewissheit vielleicht alleine zu sein tut weh und lässt mich nicht wirklich los. Das wir nun klammern ist vermutlich eine der Notlaufeigenschaften unseres Gehirns. Dennoch haben wir, egal was wir tun, keinen Einfluss mehr. Weder mit Briefen, noch mit Worten. Auch für unsere Partner ist eine Trennung nicht leicht. Auch sie befinden sich in einer turbulenten Gefühlswelt. Im Gegensatz zu uns haben sie aber bereits eine Entscheidung getroffen, daher die Trennung. Ich denke das einzig Richtige für uns ist, ihnen Raum zu geben. Ob sich in ihrer Welt noch einmal Veränderungen ergeben, die ihnen bewusst machen was sie grade aufgeben weiß niemand, daher müssen wir für uns aus dieser emotionalen Abhängigkeit raus. Wir verlieren Zeit! Und Zeit ist nicht zu ersetzen.

Ich versuche mich emotional von ihr zu lösen weil ich mir sage, es ist zuviel kaputt gegangen was ich nicht reparieren kann. Höre oft mehr auf den Kopf, weniger auf das Herz. Es fällt schwer, ja. Aber es hilft. Untersuche Deine Gefühle für ihn. Wenn Du ihn wirklich liebst, gib ihn frei. Denn Liebe bedeutet nicht unbedingt das es Dir gut geht. Liebe bedeutet auch das es ihm gut geht. Wenn es ihm an Deiner Seite nicht mehr gut geht ist das Festhalten an ihm weniger Liebe und mehr Angst vor der Zukunft ohne ihn. Da müssen wir durch, ohne Netz und doppelten Boden.

Gruß
Balko

20.12.2019 08:38 • x 3 #17



Gibt es noch eine Chance - eure Erfahrungen?

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AmericanSweety

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Zitat von Balko43:
Hallo AmericanSweety, wir zwei kennen uns ja schon aus einem anderen Thread. Du weißt ja, dass ich, was das Beziehungsende betrifft, in einer ähnlichen Situation bin wie Du. Auch mir fällt das Loslassen sehr schwer, zumal da von der Gegenseite auch immer wieder mehrdeutige Aussagen kommen. Am schwersten fällt es mir, wenn ich an die Zukunft denke. So klar der Weg noch vor 3 Monaten schien, so dunkel ist er jetzt. Wir sind leider vom Alter her schon auf der Zielgraden und die Ungewissheit vielleicht alleine zu sein tut weh und lässt mich nicht wirklich ...


Danke für deine Worte...
Kann dir gar nicht groß widersprechen...
Was mich allerdings so sehr hoffen lässt ist, dass das, was zu alldem geführt hat, änderbar und einfach der absolute Klassiker bei Eheproblemen ist . Es gab keinen Vertrauensmissbrauch, es liegt nicht am Menschen (Charakter) selbst...
Wir haben es beide leider einfach hingenommen, keiner hat den Mund aufgemacht... Aber die "Basis", zb Zusammenhalt, dass wir füreinander da sein wollen und sind, dass wir Probleme gemeinsam angehen, dass wir uns blind vertrauen können, viele Gemeinsamkeiten/Interessen/Ziele haben etc waren und sind nach wie vor gegeben.
Die Kommunikation war mit eines der größten Probleme und so oft und offen wie seit der Trennung, haben wir die letzten Jahre leider nie miteinander geredet. Es fällt uns beiden nicht leicht, weil wir da beide eben so sind, aber es ist möglich...
Hinzukommt, dass uns beiden die Fehler, die dazu geführt haben, vollkommen klar sind. Oft wissen viele ja gar nicht, warum alles so gekommen ist.
Ich glaube daran, dass wir wieder glücklich sein könnten...Wenn man an diesen Fehlern arbeitet. Und das tue ich bereits.(fehlende Anziehung ist meiner Meinung nach auch mit das größte Problem, wogegen ich auch was tue um mich wieder wohl zu fühlen)
Er sagt ja auch, er sieht keinen Sinn, weil er sich gar nicht vorstellen kann, dass es wieder so sein könnte, wie es mal war...(als es noch gut lief) Hier bedarf es Taten und nicht Worte... Man kann ja keinen Schalter umlegen,es braucht Zeit, damit sich das entwickeln kann.(zb das mit meinem Führerschein, das mit dem abnehmen geht eben nicht von heute auf morgen)
Mir ist bewusst, dass ich vieles vielleicht durch die "rosarote" Brille sehen mag... Zeigen wird sich das mit der Zeit...Wissen kann es niemand...
Ich versuche auch, den Gedanken zuzulassen, dass es nicht funktioniert, dass sich da nichts mehr retten lässt, Gefühle tatsächlich weg und nicht nur vergraben sind... Aber im Moment überwiegt eben die Hoffnung...
Klar hab ich eine Heidenangst vor der Zukunft... Ich werde nun nächste Woche 35 (er nächstes Jahr 45). Nochmal von vorne anzufangen, allein sein (zum Glück hab ich meine Tochter, sonst würde ich an dem Gedanken echt verzweifeln), überhaupt jemand nochmal so nah an mich ranlassen...Das kann und will ich mir im Moment nicht konkreter vorstellen...
Ich wünsche mir nichts mehr, als dass wir beide glücklich sind...Aber zusammen und ich glaube, dass es möglich ist...

Wenn mich das ein paar Monate nach hinten wirft irgendwann, ist es so. Aktuell ist es mir das Wert...
Was diese ganze Entwicklung in nächster Zeit mit mir macht, ob ich das weiterhin so sehe und fühle, weiß ich ja selbst nicht...

Ich möchte eben 16 Jahre auch nicht einfach so abhaken...Wir haben ja nie versucht, die Probleme anzugehen und was dagegen zu tun... Wenn dem so wäre und wir wären nun in der Situation, würde es wahrscheinlich nicht weniger schmerzhaft sein. Aber dann wüsste ich, wir haben es wenigstens versucht......

20.12.2019 09:23 • x 1 #18


Balko43


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Zitat von AmericanSweety:
Was mich allerdings so sehr hoffen lässt ist, dass das, was zu alldem geführt hat, änderbar und einfach der absolute Klassiker bei Eheproblemen ist . Es gab keinen Vertrauensmissbrauch, es liegt nicht am Menschen (Charakter) selbst...


Ich wünsche Dir Kraft und Glück mit der Situation zurechtzukommen. Es ist wie Du sagst, der absolute Klassiker. Solange es Dir dabei besser geht noch zu hoffen, ist es ok.

Wir Menschen haben die unterschiedlichsten Arten und Weisen mit so einem Thema umzugehen. Da muss jeder für sich die richtige Entscheidung treffen.

20.12.2019 09:50 • x 1 #19


AmericanSweety

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Zitat von Balko43:

Ich wünsche Dir Kraft und Glück mit der Situation zurechtzukommen. Es ist wie Du sagst, der absolute Klassiker. Solange es Dir dabei besser geht noch zu hoffen, ist es ok.

Wir Menschen haben die unterschiedlichsten Arten und Weisen mit so einem Thema umzugehen. Da muss jeder für sich die richtige Entscheidung treffen.



Danke! Das wünsche ich dir ebenso!

Dein Zitat passt gut zu mir und meiner aktuellen Situation... Kämpfe nun erstmal für mich und dann um meine Ehe... Wenn ich letzteres verliere, hab ich es wenigstens versucht....

Wünsch dir einen schönen Tag!

20.12.2019 09:58 • x 1 #20


AmericanSweety

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Ich nutze das hier mal jetzt für meine Gedanken...

Och menno... Wieso war ich fast 4 Wochen lang meistens "gefasst" und nun heule ich seit vorgestern soviel wie die ganzen 4 Wochen zusammen?
Schockstarre war es glaube ich nicht... Und bei dem Gespräch kam vorgestern ja auch nix raus, was ich nicht seit 4 Wochen schon wusste...

Bin hin- und hergerissen. Meine Freundin sagt zb, sie würde es komplett anderst handhaben alles. Wut entwickeln, weil er nun kampflos aufgibt. Weil ich all die Jahre alles für uns getan habe, immer die stärkere von uns beiden war und fast alles auf meine Schultern geladen habe...Und sie meint, er würde einfach nicht mehr zu mir passen. Er ist 9 Jahre älter, bis auf seinen Sport eher Typ Couch+Netflix und ich halt doch noch aktiver...Das hat uns nie gestört oder gab Konflikte deswegen...Wenn ich mit Freunden auf die Piste wollte, habe ich das gemacht und er hat mir das gegönnt...
Aber ich kann und will das nicht so sehen. Ich finde, wir passen trotzdem sehr gut zusammen. Waren immer ein gutes Team, egal was für Steine uns in den Weg gelegt wurden...
Nunja, es bleibt mir erstmal nix als der Versuch, es zu nehmen wie es nun ist...Zwingen, das er es nicht ganz so aussichtslos sieht, kann ich ihn nicht. Bleibt die Hoffnung, dass er selbst auf den Trichter kommt. Und wenn nicht, muss ich auch das akzeptieren. Leider...
Aber das sagt sich alles so leicht...

Vorallem klammert man sich an jede Kleinigkeit...
Dass er so verständnisvoll und liebevoll (obwohl keine Liebe mehr bei ihm sei) ist, macht das ganze auch nicht einfacher. Er würde mir gerne den Schmerz abnehmen, will mich nicht so leiden sehen und würde sich auch wünschen, dass die Gefühle noch da wären...

Nun hat er ne Woche Urlaub...
Ich gebe mir noch das Wochenende, dann Krempel ich wieder die Ärmel hoch und richte das Krönchen. Ich hoffe, ich packe das...

20.12.2019 22:34 • #21


AD46

AD46


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Hallo, komme auch aus dem anderen Thread mal kurz herüber gehuscht.

@Balko43 hat eigentlich schon alles gesagt und deswegen lasse ich Dir nur eine Umarmung da. Zudem ich heute irgendwie auch das Gefühl habe, einen Tiefschlag eingesteckt zu haben.

20.12.2019 23:17 • x 1 #22


EngelohneFlügel

EngelohneFlügel.


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@AmericanSweety

Und wenn du eine Woche weinst, das ist gut so. Was glaubst du was ich Fässer hätte füllen können. Ich war 21 Jahre mit meiner perfekten Frau zusammen, ich habe als Mann geheult wie ein Schlosshund ( für mich allein). Ich dachte auch das hört nie auf. Und by the way, es sind bei mir jetzt 6 Monate und ich weiß über die Gründe immer noch nichts weiteres als was ich 6 Wochen nach der Trennung wußte.
Du wirst wieder glücklich glaub mir. Ich stand am Abgrund, und bin immer noch da. Du brauchst nur Zeit. Der eine einen Monat, der andere ein Jahr. Das soll halt so sein. Aber glücklich wirst du wieder, den es gibt nur einen einzigen Menschen der Dich wirklich glücklich machen kann......du selbst.

20.12.2019 23:40 • x 3 #23


AmericanSweety

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Guten Morgen ihr beiden. Danke euch!

Ich glaube, heute geht es etwas besser... Aber die Gedanken kreisen direkt wieder nach dem aufwachen. Er versucht, mir auf jede Frage zu antworten. Manches kann er wohl selbst nicht erklären. Zb wieso er trotz verlorener Gefühle nicht alles versuchen will, ob da nicht doch noch was ist bzw wachgerüttelt werden kann... Er sagt dann, es tue ihm leid und dass er wohl schon abgeschlossen hat.
Er lässt es aber offen, dass sich da wieder was entwickeln könnte und will mir das dann auch sagen. Und diese Tatsache, das kampflose aufgeben, beschäftigt mich am meisten...
Denn man kann das ja bewusst entscheiden, ob man das versucht oder nicht. Also beziehe ich das auf mich, dass er es wegen mir nicht versuchen will. Dann stellt man sich wieder in Frage und macht sich selbst schlecht. Ein Teufelskreis!

Ich hatte ihm gesagt, es wird ja niemals passieren, dass er (zb in mehreren Wochen/Monaten) einfach aufwacht und denkt, ich liebe sie doch noch...
Dafür müsste es ja eine Entwicklung und Annäherung geben. Und die verwehrt er ja (aktuell). Ich überlege, wie ich das dann anstelle, wenn ich tatsächlich in paar Wochen noch um ihn kämpfen will...
Wobei ich weiß, am besten sollte ich noch gar nicht so weit denken. Keiner weiß, was dann ist...

Durch das viele lesen hier komme ich auch auf Gedanken, die ich eigentlich gar nicht hätte...(zb wg einer anderen) Das hatte mich sogar dazu verleitet, vor paar Tagen heimlich in sein Handy zu schauen. Würde ich sonst nieeeeee tun! Und theoretisch würde es mich nun sowieso nix mehr angehen. Nunja, da ist nix und es gibt zu 100% auch kein Zweithandy...Zumal gar kein Raum dafür wäre...Er kommt immer sofort von der Arbeit heim und geht nirgends allein hin... Das ist nur in meinem Kopf, weil es leider viele hier erlebt haben...

Man macht sich selbst verrückter, als man in so einem Zustand sowieso schon ist...

Ich versuche, irgendwie zurecht zu kommen nun...

21.12.2019 07:34 • x 1 #24


AmericanSweety

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Zitat von AD46:
Hallo, komme auch aus dem anderen Thread mal kurz herüber gehuscht.

@Balko43 hat eigentlich schon alles gesagt und deswegen lasse ich Dir nur eine Umarmung da. Zudem ich heute irgendwie auch das Gefühl habe, einen Tiefschlag eingesteckt zu haben.


Du Liebe! Kann ich nur zurück geben!

21.12.2019 07:36 • x 1 #25


AmericanSweety

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Achja, wegen dem Handy hab ich auch ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und wollte es ihm sogar schon gestehen... Ich weiß, sowas geht eigentlich gar nicht! War in den ganzen Jahren auch nie ein Thema. Wobei ich von ihm aus jederzeit hätte rangehen können.
Beiße mir aber auf die Zunge...Ausser mein schlechtes Gewissen erleichtern, bringt es ja nichts. Ich liefer ihm dann nur einen Grund mich noch mehr abzulehnen oder sauer zu werden...
Dass ich sowas mache zeigt mir selbst, so kann es nicht weitergehen. Muss mich irgendwie in den Griff bekommen.
Seither meide ich auch gewisse Themen hier im Forum...

21.12.2019 07:50 • #26


Taleja

Taleja


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Ich hab im anderen Thread ja auch schon was geschrieben und nun mal hier gelesen.
Ich finde, du hast schon echt gut reagiert, nicht den Kopf in den Sand gesteckt und versuchst nach vorne zu schauen.

Zitat von AmericanSweety:
Ich werde nun nächste Woche 35 (er nächstes Jahr 45). Nochmal von vorne anzufangen, allein sein (zum Glück hab ich meine Tochter, sonst würde ich an dem Gedanken echt verzweifeln),

Hierzu kann ich nur sagen, dass 35 doch kein Alter ist! Natürlich ist es schwer, sich vorzustellen, dass das Gewohnte, was man ja auch schön fand, nach so vielen Jahren nicht mehr so ist. Aber du hast du noch viel Zeit, um viele schöne Dinge zu erleben. Ich bin fast 51 und habe anfangs wirklich gedacht, dass ich nie wieder glücklich sein werde.
Was soll ich sagen, jetzt 8 Monate nach der Trennung geht es mir wirklich gut und ich sehe positiv nach vorn.

Zitat von AmericanSweety:
Ich möchte eben 16 Jahre auch nicht einfach so abhaken...Wir haben ja nie versucht, die Probleme anzugehen und was dagegen zu tun... Wenn dem so wäre und wir wären nun in der Situation, würde es wahrscheinlich nicht weniger schmerzhaft sein. Aber dann wüsste ich, wir haben es wenigstens versucht......

Das kann ich gut verstehen. Wir hatten 2 ähnliche Krisen , bei der 3. kam es dann zur Trennung. Ich hätte es wieder versucht, aber er wollte nicht mehr.
Gemeinerweise habe ich allerdings im Nachhinein festgestellt, dass er zwar gesagt hat, dass wir es versuchen, sich aber scheinbar nur halbherzig darauf eingelassen hat. Diese Erkenntnis tat schon weh und hätte ich das vorher gewusst, wäre eine frühere Trennung wohl besser gewesen.

Aber du hast Recht, ich habe es zumindest versucht. Nur gehören dazu eben 2. Einer allein kann nicht kämpfen oder etwas retten, wenn der andere es nicht will.

21.12.2019 08:05 • x 3 #27


AmericanSweety

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Zitat von Taleja:
Ich hab im anderen Thread ja auch schon was geschrieben und nun mal hier gelesen.
Ich finde, du hast schon echt gut reagiert, nicht den Kopf in den Sand gesteckt und versuchst nach vorne zu schauen.


Hierzu kann ich nur sagen, dass 35 doch kein Alter ist! Natürlich ist es schwer, sich vorzustellen, dass das Gewohnte, was man ja auch schön fand, nach so vielen Jahren nicht mehr so ist. Aber du hast du noch viel Zeit, um viele schöne Dinge zu erleben. Ich bin fast 51 und habe anfangs wirklich gedacht, dass ich nie wieder glücklich sein werde.
Was soll ich sagen, jetzt 8 Monate nach der Trennung geht es mir wirklich gut und ich sehe positiv nach vorn.


Das kann ich gut verstehen. Wir hatten 2 ähnliche Krisen , bei der 3. kam es dann zur Trennung. Ich hätte es wieder versucht, aber er wollte nicht mehr.
Gemeinerweise habe ich allerdings im Nachhinein festgestellt, dass er zwar gesagt hat, dass wir es versuchen, sich aber scheinbar nur halbherzig darauf eingelassen hat. Diese Erkenntnis tat schon weh und hätte ich das vorher gewusst, wäre eine frühere Trennung wohl besser gewesen.

Aber du hast Recht, ich habe es zumindest versucht. Nur gehören dazu eben 2. Einer allein kann nicht kämpfen oder etwas retten, wenn der andere es nicht will.


Danke dir! Ja, es bringt natürlich nur was, wenn es beide wollen und versuchen...
Ich glaube tatsächlich, ich käme besser zurecht, wenn ich wüsste, wir haben es wenigstens versucht.
Im Moment kann und will er das aber nicht...
Vielleicht ändert sich das in den nächsten Wochen...Wenn er die positiven Veränderungen sieht und was er aufgibt.
Darauf hoffe ich im Moment... Das ist mein Antrieb...
Nicht der optimalste, das weiß ich.
Aber besser als gar keiner. Und ob ich es in paar Wochen auch noch will, weiß ich ja auch nicht...

21.12.2019 08:16 • x 2 #28


Taleja

Taleja


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Wie gesagt, ich finde du machst das schon echt gut.

21.12.2019 08:23 • x 1 #29


MAMP


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Ich habe mir das jetzt mal durchgelesen und god *beep*, wie gut ich mich in deine Gefühlswelt reinversetzen kann..

Zitat von AmericanSweety:
Ich glaube tatsächlich, ich käme besser zurecht, wenn ich wüsste, wir haben es wenigstens versucht.

Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, auch mir blieb dieser "Kampf" um uns verwehrt. Ich kämpfte, doch mittlerweile weiß auch ich, dass es nichts bringt wenn nur einer kämpft. Auch ich glaube, dass wir das wieder hätten hinbekommen können - auch wenn die Umstände bei uns andere waren. Aber es ist einfach ein unglaublich schreckliches Gefühl es nicht wenigstens versucht zu haben, sondern stattdessen lieber aufzugeben.

Das "lustige" ist, ich habe genau die gleichen Sätze gehört wie du.. "Ich liebe dich nicht mehr", "Ich wünschte meine Gefühle wären noch da", "Ich weiß nicht, ob das mit uns vielleicht nicht doch nochmal irgendwann was werden kann", "Es tut mir alles so unglaublich leid", "Wenn ich könnte, würde ich dir am liebsten deinen Schmerz abnehmen".

Sätze, die so unglaublich viel Hoffnung geben.. Hoffnung die man auf der einen Seite haben möchte, und auf der anderen Seite am liebsten für immer aus seinem Kopf streichen will. Schrecklich. Auch bei uns gab es plötzlich nach der Trennung ziemlich offene Gespräche, Gespräche die es so während der Beziehung nie gegeben hat, Gespräche die unglaublich verletzend waren. So entschloss ich für mich 3 Wochen nach der Trennung den Kontakt komplett einzustellen und habe das auch offen mit ihr kommuniziert - komischerweise war ihr der Gedanke dann aber auch "komisch".

Versteh einer was in den Verlassenden vorgeht

Ich arbeite weiter hart an mir und hoffe auch, dass wir unsere zweite Chance eines Tages noch bekommen..Bis dahin heißt es: Wieder zu Kräften kommen und versuchen nach vorne zu gehen. Irgendwie schaffen wir das alle ! Ich finde es aber überaus bewundernswert wie du es in deiner Situation aushältst, ich kann mir vorstellen wie du täglich durch die Hölle gehst, mal länger, mal kürzer.

Du schaffst das !

21.12.2019 12:44 • x 1 #30



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