382

Ex anrufen, Briefe, Mails oder SMS? Tut es nicht!

Ehemaliger User


Liebe Lotta!

Nein, vo mir bekommst du die befürchtete Predigt nicht, sei dir da sicher!
Ich würde mich auf jeden Fall mit meinem Ex treffen, wenn er sich seiner Entscheidung nicht sicher ist und DU für dich selbst auch noch keine Entscheidung getroffen hast. Tust du es nämlich nicht, wirst du dich immer fragen: Was wäre gewesen wenn? (Habe ich heute auch schon sHrY geschrieben).

Wenn DU dir allerdings sicher bist, dass es für dich von deiner Seite aus definitiv beendet ist, dann lass es bleiben.

Ich weiß wovon ich rede, mein Freund kann sich auch nicht entscheiden und ich habe ihn schon 3x wiedergenommen (alle halten mich für plemplem, und vielleicht bin ich es ja, aber ich bin NOCH NICHT bereit, es von mir aus zu beenden, weil mir sehr viel an ihm liegt)  :-/

Liebe Lotta, nur du kannst es für dich allein entscheiden, hast du die Kraft es durchzustehen, falls es nicht gut für dich ausgeht? Wenn deine Antwort "ja" ist, dann triff dich mit ihm, ich wünsche dir alles Glück der Welt dafür.

Sei lieb gegrüßt

Thilde

13.11.2002 17:21 • #46


Ehemaliger User


Hat jemand schon mal das Problem gehabt, daß ein Tier beiden gehörte -ich weiß, das ist mit einem Kind nicht zu vergleichen- und eine Lösung gefunden? Ich habe darauf verzichtet oder es auch aufgegeben, weil es immer wieder Kontakt bedeutet hätte. GEht es jemanden noch so mit so einem Dilemma, auch wenn es "nur " einTier ist auch wenn man das emotional ganz anders empfindet. HAt jemand auch das Gefühl , sein Tier im Stich zu lassen?

13.11.2002 17:28 • #47


Lotta


41
4
hej missie, hej thilde,

vielen dank für eure antworten - ich werde mich dann wohl am freitag mit ihm treffen und mich bemühen, keine erwartungen an das treffen zu knüpfen. ich weiss, ich werde dann keine entscheidung bekommen, aber es kann ein grundstock für weiteren, immer besseren kontakte sein. nur wenn ich mir sicher bin, dass er nicht mehr als freundschaft will, dann ist es aus und dann werde ich mir all diese ratschläge noch einmal ansehen. ....
habt dank, für eure unterstützung und den mut, den ihr mir und anderen macht.
lotta

13.11.2002 17:28 • #48


Ehemaliger User


Liebe Thilde,

es ist schön, daß Du Dich an das erinnerst, was ich auch schon mal sagte.

Solange man die Kraft hat, kann man versuchen zu kämpfen, so es zumindest eine Aussicht auf Erfolg gibt.

Dies gilt natürlich für alle anderen genauso.

Aber wie ist das mit der Aussicht auf Erfolg. Wie kann man sie in der Situation wirklich möglichst objektiv beurteilen. Ich kann es kaum sagen.
Bei mir war es so, daß ich keine Aussichten auf Erfolg gesehen habe, ergo habe ich keinerlei Kraft investiert um einen Kampf zu führen, der aussichtslos gewesen ist.
Sicherlich habe ich mir diese Frage auch gestellt. Lohnt es sich zu kämpfen. Zumindest in den ersten Tagen kam die Frage immer wieder hoch.
Vor mittlerweile fast drei Wochen war meine Frau da, um ihere Sachen, bzw. den Rest zu holen. Wir haben noch gesprochen und natürlich hat mich diese Frage auch im nachhinein beschäftigt. Also habe ich sie gefragt, unklar, ob sie eine ehrliche Antwort geben würde.
Aber sie hat überlegt und ich habe gesehen, daß sie es so meinte, als sie sagte, nein, ich hätte keine Chance gehabt.

Warum dieser persönliche Einschub? Weil ich denke, daß jeder manchmal überlegen sollte, ob er nicht gerade einen Kampf gegen Windmühlenflügel kämpft. Kein Außenstehender kann diese Frage wirklich beantworten, aber man selber kann es. Es gibt soetwas wie Gespür, Instinkt oder nennte es Bauchgefühl.

Ich wünsche denen, die sich entscheiden weiter zu kämpfen die notwendige Kraft und den Mut, den Kampf durchzustehen. Achtet auf Eure Kräfte, daß ihr am Ende eines verlorenen Kampfes nicht ganz ohne darsteht und denen die den Kampf gewonnen haben, müssen noch Reserven finden, den Neuaufbau zu starten.
Und ich wünsche denen, die sich gegen den Verlust nicht mehr wehren wollen, die Stärke und die Kraft, alles durchzustehen.

Nordlicht

13.11.2002 17:56 • #49


Ehemaliger User


hallo ihr lieben,
ja, nordlicht hat recht- man muss auf sein bauchgefühl hören- aber gleichzeitig versuchen, sich in dem "kampf" nicht selbst zu verlieren. mein bauchgefühl sagte mir die ganze zeit, dass wir zusammengehören und er das nur wieder merken muss, auch wenn mich die meisten hier für bekloppt gehalten haben. aber bis wir letztendlich wieder zusammen waren dauerte es elf monate!!!
wobei ich inzwischen, mit etwas abstand auch sagen muss, dass solche zeiten wichtig sind. weil jeder erstmal zu sich selbst finden muss, eigene erfahrungen sammeln muss (vorallem, wenn der grund der trennung die angst des einen war, etwas verpasst zu haben im leben...). denn erst dann kann man wohl "neu" anfangen.
ich denke ja jetzt noch manchmal einen moment lang, er muss besonders nett und aufmerksam sein, er hat ja schließlich was wiedergutzumachen, weil er mir so weh getan hat... wie muss das dann sein, wenn man wieder zusammenkommt, bevor die wunden überhaupt angefangen haben, zu verheilen? ich glaube, nach so einer krise kann man nicht nach kurzer zeit sagen "alles war ein irrtum", sondern beide müssen sehr genau herausfinden, was die gründe waren, ob die "gründe" überhaupt so relevant waren oder sich alles nur verselbstständigt hat. man muss neu lernen, zu reden und ganz neu die grenzen abstecken. und ich denke, die verlassene wäre auch in einer sehr schlechten "position", denn sie könnte ja keine "bedingungen" stellen, sondern müsste auch noch dankbar sein, dass "er" sie aus dem schmerz rettet... ich glaube, das war z.b. etwas, was mich für ihn erst wieder interessant gemacht hat... das fing nämlich wieder an, als ich jemanden kennengelernt hatte, wieder spaß am leben hatte, viel unternommen habe und eben nicht mehr wie ein häufchen elend zuhause saß und auf meinen "retter" gewartet habe- vielleicht war dann auch einfach der druck weg und die verantwortung, der einzige zu sein, der helfen kann... erst dann konnte er sich "freiwillig" um mich bemühen- nicht mehr nur aus schlechtem gewissen oder pflichtgefühl... und auch für uns ist es wichtig, dass wir wirklich wieder "selbst" entscheiden können, ob wir den neuanfang objektiv wirklich wollen- oder ob wir nicht eher vom schmerz und der trauer und der einsamkeit getrieben werden. denn auch das wären schlechte voraussetzungen.
auch wenn sich das jetzt blöd anhört- ich bin ja schließlich schon "drüber weg" und habe gut reden- aber ich glaube, so eine lange zeit (so schlimm sie auch für mich war und so gerne ich darauf ganz verzichtet hätte...) war wichtig für uns beide...
nur eins noch: "kämpfen" heißt nicht, den anderen zu nerven- er muss sich genauso erstmal auf sich selbst konzentrieren. und er denkt an einen- auch wenn man keinen kontakt hat. deshalb schadet auch ein (zeitweiser) kontaktabbruch nicht. ich hatte nach meinem auszug für 3 monate den kontakt abgebrochen, weil ich gemerkt habe, es ist für mich besser. und auch danach habe ich monatelang immer nur reagiert, wenn er sich gemeldet hat. ab und zu kamen dann zwar auch mal bemerkungen (auch über eine gemeinsame freundin), ich hätte ihn ja längst vergessen... denn er wollte ja weiter wichtig sein in meinem leben- auch wenn er am anfang sicher nicht über einen neuanfang nachgedacht hat.

14.11.2002 11:31 • x 1 #50


Ehemaliger User


wirklich einklasse beitrag

aus früheren erfahrungen gebe ich dir recht, anna.

nur ich habe drei kinder, bewohne das gemeinsame haus, bin auf die betreuung unseres jüngsten durch ihn angewiesen, damit ich arbeiten gehen kann. eine menge formalitäten sind nötig, KIndergeld, banksachen usw. die er mir alle überlässt und ich bin gegen meinen willen gezwungen ihn immer wieder anzurufen;so 1-2 mal pro woche.

es führt immer wieder zu spannungen, und endet damit, dass einer von uns einfach den hörer auflegt.

aber ich werde ernsthaft versuchen, auch dass zu minimieren, die emotionen aussen vorlassen im gespräch. es ist nicht nur dein rat, sondern die eigene erfahrung aus früheren zeiten.

ich danke mir, dass du mich daran erinnert hast.

toll, mal ein ganz anderer beitrag, und jeder sollte sich das davon mitnehmen, was er meint, dass er es braucht.

D A N K E  D I R,      logo

14.11.2002 12:06 • #51


Ehemaliger User


Hallo ihr alle,
meine Trennung von meinem Ex (er hat sich nach 11 Jahren von mir getrennt) ist jetzt auch 6 Wochen her und nachdem es mir nach meinem Auszug zunächst ganz gut ging (so viel zu tun, organisieren und Familie und Bekannte waren viel da) kehrt jetzt der Alltag ein und alles holt einen wieder ein und ich vermisse IHN total und ich hätte gerne wieder Kontakt aufgenommen und kann mich bis jetzt aber irgendwie im letzten Moment doch noch beherrschen  und lenke mich irgendwie ab, ich hatte gehofft das hört bald auf , aber ist irgendwie so, und offensichtlich muß ich ja damit auch noch mindestens ein Jahr warten (pro Jahr zusammen ein Monat...). Ich würde es aber auch nicht ertragen, Ich würde es auchnicht ertragen, wenn mir wieder so weh wie direkt bei der Trennung getan würde und so verzichte ich auch ein bißchen aus Angst vor dem Schmerz und aus der Ungewissheit, daß ich auch noch nicht wieder klar denken kann, ob dieser Schmerz wieder gutzumachen ist und es deswegen sowieso keine Hoffnung gibt, zumal ich auf meine Briefe direkt nach der Trennung nie eine Antwort bekommen habe.
Aber so hängt man irgendwie in der Luft und hat -liebe Missie, dein Bericht mit dem Monopoly hilft irgendwie- Mühe auch nicht wieder in sein Anfangsloch zurückzufallen , wenn einen unvermutet wieder das schwarze Loch überfällt.

14.11.2002 12:32 • #52


Ehemaliger User


Hallo Ihr alle,

mit dem *Abbrechen des Kontaktes* ist mir momentan schon immer geholfen. Es gibt mir die Luft, die ich brauche, um den Schmerz zu verarbeiten, der immer wieder hochkommt.
Vorher kam das Beispiel mit dem Haustier, mich würde interessieren, wie waren Eure Erfahrungswerte, wenn Kinder da waren - die Kontaktsperre ist da nicht zu halten!
Wie begegne ich dem/der EX in diesem Moment, dies reißt immer wieder die Wunden auf.

Wie habt Ihr dieses Problem gelöst?
Vielen Dank für Eure Infos...

Gruß, Gerd

14.11.2002 18:42 • #53


Ehemaliger User


hier eine sehr interessante studie zum thema trennung und kinder:
uni-koeln.de/phil-fak/psych/entwicklung/scheidung.html

mick

15.11.2002 08:18 • #54


Engel


7
14
1
Hallo,

vielen Dank für deinen Beitrag. Du hast recht in allem was du da geschrieben hast. Spreche aus eigener Erfahrung.

Und diese Erfahrung wird mir helfen, bei der nächsten Trennung stark zu sein. Jedoch wird dann diese Ignoranz mein Schutz vor den Schmerzen, die mir bei einem möglichen Wiederzusammenkommen erspart bleiben.

Der Schlussstrich fängt im Kopf an und nicht mit Taten. Man muss vom Kopf her richtig frei werden.....

Bei mir ist es so, dass ich mir jetzt nicht mehr verzeihen kann, wieder zu meinem Freund zurückgegangen zu sein. Ihm habe ich verziehn, aber mir selber nicht.........und das ist das Schlimmste...

Macht es gut ihr lieben.

Euer Engel

15.11.2002 21:46 • #55


Ehemaliger User


Hallo mick,

ich drucke mir das Ganze mal aus und lese es in Ruhe durch. Ist ja nicht wenig Stoff. Ich hoffe, ich komme damit klar und ich finde ein Paar Anhaltspunkte, wie ich mit meiner EX umgehen soll.

Danke für Deine Hilfe,

Gerd

17.11.2002 18:07 • #56


Ehemaliger User


Hallo nochmal Leute,

ich frage nochmals nach, ich habe den Link von mick durchgelesen, aber ich wollte auch etwas aus der Praxis zum Thema hören.
Gibt es denn jemanden unter Euch, der wie ich Kinder im jungen Alter hat (7+9) und der auch den Konflikt austrägt zwischen der Kontaktsperre zur/zum Ex und den aber nicht halten kann, da ja Kinder da sind.
Wie habt Ihr Euch verhalten. Hat noch jemand Tips, Wie man in solch einer vertrackten Situation umgeht?

Danke erstmal und erneut für Eure Hilfe,

GS

28.11.2002 15:30 • #57


Ehemaliger User


Hi susa,

> aber bis wir letztendlich wieder zusammen waren dauerte es elf monate!!!

Gratulation, Susa! Ich wußte das noch gar nicht. Bei mir hat es ja nicht mehr geklappt, aus verschiedenen Gründen.

> wobei ich inzwischen, mit etwas abstand auch sagen muss, dass solche zeiten wichtig sind. weil jeder erstmal zu sich selbst finden muss, eigene erfahrungen sammeln muss .....denn erst dann kann man wohl "neu" anfangen.

Das ist wohl wahr. Meine damalige Ex hat mich aber nicht erkannt, weder damals noch heute. Sie ist jetzt erstmal wieder alleine, hat sich von ihrem "Neuen" getrennt, will immer noch alle ihre Ansprüche durchsetzen und Probleme auf ihre ureigene kämpferische Art lösen. Sie braucht nicht wirklich einen Mann. Ich möchte aber eine Frau die mich braucht und alleine deshalb kann es keine Wiederveinigung geben. Und weil ich wieder frisch verliebt bin in eine Frau, die mich wirklich versteht:-)

alles Gute!

29.11.2002 10:15 • #58


mirja


2
5
Hallo Gerd,
das Thema interessiert mich auch sehr. Habe schon mal hier mit Thema "Trennung und Eltern bleiben" begonnen, leider ohne viel Erfolg.
Mein Ex hat mich vor einem Jahr verlassen. Unser Sohn ist gerade 4 geworden und ich bin beruftstätig.
Die ersten Wochen bin ich ihm regelrecht nachgerannt, bis ich nicht mehr konnte und dann nur meine Ruhe haben wollte. Ich wollte ihn nicht sehen, weil immer wenn wir uns sahen, hat er mich sehr niedergemacht, es hat sehr wehgetan,da er während der Beziehung ein ganz anderer war. Er war ein toller Vater.
Nach ein paar Wochen nach der Trennung wollte ich Abstand von ihm haben, das ich ihn nur dann sehe, wenn er seinen Sohn abholt. Er wollte dies nicht und drohte mir mit allen möglichen Sachen. Es hat mir sehr wehgetan, nicht das er mich verlassen hat, sondern das er es nicht verstanden hat, wie wichtig das für mich war.
Ich habe mich dann reglrecht zurückzugezogen, habe viele Menschen aus Freudenskreis und aus der Familie dadurch verloren.
Nachhinein kann ich nur sagen, dieser Abstand war das das Beste für mich, was mir passieren konnte.
Zur Zeit haben wir die 14-Tagereglung(oft untebrochen von meinem Ex) und leider  wird es wohl so auch bleiben. Ich bin damit nicht zufrieden, aber ich kann da leider nichts ändern.
So sieht das bei mir aus.
Mich würde es auch interessieren, wie es anderen dabei geht
und welche Erfarhrung sie gemacht haben?
Gruss
Mirja

29.11.2002 19:24 • #59


Ehemaliger User


Hallo mirja,

ich bin nun einer der Väter, der die Kinder alle 2 Wochen abholt. Ich bin ehrlich, manchmal habe ich den Eindruck, daß ich - wie vorher in der Beziehung auch - verplant werde. Ich weiß, dies ist die falsche Einstellung, aber ich bin noch nicht weit genug weg von ihr.
Sie hat mir einmal ins Gesicht gesagt, daß es für sie immer leichter wird, je älter die Kinder werden... sie will ihre Freiheit genießen.
Irgendwie eine blöde Situation. Ich nehme die Kinder natürlich, aber - ich bin ehrlich - ich höre inzwischen auch auf meine Bedürfnisse und stecke nicht immer zurück. Ich bot ihr einmal ein zeitversetztes Wochenende an, das Ende der Diskussion war dann die Aussage von ihr, daß ich halt dann die Kinder 4 Wochen nicht sehe...
Ich will wie Du auch Abstand gewinnen, er tut mir sehr gut. Aber das geht nicht, der Kontakt wird nötig sein. Und da wollte ich - wie Du - hier fragen, ob es Lösungen gibt...

Gruß, Gerd

30.11.2002 19:59 • #60




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag