QueenA
Mentorin
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an aller erster Stelle: alles Gute für Deine Tochter und Euch als Eltern! Eltern werdet ihr immer bleiben, völlig egal was ihr für eine Paareben oder keine Paarebene führt.
Ich habe mir mal grob hier Deine Sorgen durchgelesen sowie die Antworten. Wie es Dir bereits viele schon mehrfach schreiben: niemand möchte Dir was böses - es gäbe auch keinen Grund dazu! Man schreibt hier anonym in erster Linie des Schreibens willen und als freundlicher Nebeneffekt kommen Antworten aus Erfahrung, aus Wohlwollen für vorhandene Kinder / Haustiere, Verständnis und pragmatischer Rat! Was man als Betroffener davon mitnehmen möchte und am Ende real umsetzen möchte / kann: DEINE Entscheidung! Soviel zum Rahmen, wie ich ihn hier verstehe!
Zu Deinem Inhalt:
Du hast geschrieben wie die Situation aus Deiner Sicht war und sich weiter entwickelt. Du hast auch offen Dinge dargelegt, wo es im realen Leben und auch hier zu einer Besorgnis um Deine eigene mentale Gesundheit geht und zurecht auch die Deiner Angehörigen.
Rechtlich wäre die Vorgehensweise Deiner Freundin möglich gewesen sich ans Jugendamt zu wenden, nicht um Dich in die Ecke zu treiben oder Dir das Kind zu entziehen sondern um einen möglichst guten Rahmen für die Kontaktabläufe zw. Dir und Eurer Tochter zu gewährleisten. Denn wie Du selbst schreibst, blieb es nach wie vor -trotz Deiner heftigen Aktion- ein auf und ab!
Finanziell sollte es in Deutschland niemand so schlecht gehen, dass man zusammenziehen muss um gescheit über die Runden zu kommen. Deine Freundin könnte staatliche Unterstützung anfordern und somit auch aufgrund der Situation mit Dir beim Amt eine Wohnung für sich und Euer Kind finanzieren lassen. Sollte die Mutter Deiner Freundin nur wegen finanzieller Erschwernis ihre Tochter und Enkelin bitten auszuziehen: man könnte hier ein Zimmer als Untermieter nehmen und auch dies dem Amt ggü. deklarieren.
Du selbst warst zuerst nicht begeistert, dass sie so schnell wieder einziehen wollte, da wäre ich an Deiner Stelle standhaft geblieben - gerade weil Du möchtest, dass es iwann gut laufen könnte.
Du selbst hättest Dich ebenfalls ans Jugendamt wenden können und den Sachverhalt schildern mit der Bitte um Unterstützung bei den Umgängen. Wenn Du tatsächlich die Paar- und Elternebene trennen wollen würdest.
Wenn Dein einziges Ziel ist und bleibt: Eltern- und Paarebene: Therapie, dafür kann man auch sich krankschreiben lassen und z. B. stationär in die Behandlung gehen. Deiner Freundin ggü. offen und ehrlich mitteilen, dass Du nie wieder in die Eingangssituation zurück möchtest und schon gar nicht in die hässliche Version von Dir jmd. emotional manipulieren zu wollen und in Angst & Schrecken zu versetzen.
Stelle Dir bitte die Frage was genau Du von der Mutter Deiner Tochter möchtest, heute, morgen und in Zukunft! Stelle Dir selbst die Frage was Du meinst, wie die Mutter Deiner Tochter dich sieht? Konkret, wer bist Du für Sie? Der Vater ihrer Tochter? Ihr Geliebter? Ihr Vertrauter? Jemand auf den sie sich zu 100% verlässt?
Wieso zieht sie ein? Welche Art von Beziehung führt ihr aktuell nach dem Einzug?
Stelle Dir bitte die Frage, wenn Deine Tochter in der Situation Deiner Freundin wäre: was genau würdest Du ihr als Vater raten?
Übrigens ich brauche keine Antworten, die Antworten kannst Du Dir selbst geben um zu schauen, wo Du stehst und was ihr am Ende beide wollt!
Eine gesunde Elternebene ist wertvoller als eine ungesunde Paarebene auf biegen und brechen!
Ich wünsche Dir und ihr und besonders Eurem Kind, dass ihr einen friedlicheren und ruhigeren Dezember sowie einen gesunden Übergang ins neue Jahr hinbekommt!
Ps. Es ist schön, dass Du aktiv Dir Hilfe holen bist! Sport und Struktur versuchst zu etablieren. Hilfreich!