Zitat von Nas193: Was denkt ihr darüber und wie soll ich mit dem Kontaktabbruch umgehen?
was Besseres kann dir gar nicht passieren. Denn wie kommt man von einer Beziehung los? Durch null Kontakt, keine Kommunikation weder über Geräte noch persönlich. Erst dann kapieren die Gefühle nach einiger Zeit, dass sie sich lösen müssen, denn schließlich sind ständige Trauer und der Wunsch nach Kontakt nichts, was ewig hält. Es wird vorbei gehen und dann wirst Du erstaunt feststellen, dass es auch ohne sie wunderbar geht.
Was mir auffällt, dass sie sich ständig um sich und ihre Befindlichkeiten drehte. Gesundheitliche Probleme sind das eine, die natürlich eine Beeinträchtigung sind. Aber auch sonst ging es ständig nur um sie. Von Anfang an hatte sie Zweifel, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Beziehung sei und dennoch ließ sie sich darauf ein. Und dann ging es darum, dass sie sich überfordert fühlte und allein sein wollte und dadurch erfuhrst du doch immer wieder Zurückweisung und wurdsst zum Wartenden, wann sie wieder bereit sein würde.
Das war keine Beziehung auf Augenhöhe, wenn der eine investiert und alles recht machen wollte und die Partnerin letztlich darüber bestimmt, wieviel Nähe sie überhaupt ertragen kann. Und nach der Trennung hast du sie wieder nicht losgelassen, sondern
Lies das hier nochmals:
Zitat von Nas193: Sie kämpft seit einiger Zeit mit körperlichen Beschwerden, insbesondere Magen- und Darmproblemen, und war frustriert, dass verschiedene Versuche wie Akupunktur keine vollständige Besserung gebracht haben.
Beschwerden des Verdauungstraktes treten meist dann auf, wenn man mit sich uneins ist. Sie sind ein Symptom für psychische Probleme. Daher nicht weiter verwunderlich, dass Akupunktur nicht viel brachte.
Zitat von Nas193: In der Vergangenheit litt sie zudem an Depressionen und war in Reha. Sie hatte schon früh in unserer Kennenlernphase angedeutet, dass es vielleicht der falsche Zeitpunkt sei, jemanden kennenzulernen
Psychische Probleme, wohin man auch schaut.
Zitat von Nas193: Wenn es ihr schlecht gehe, ziehe sie sich zurück, wolle niemanden sehen und am liebsten allein sein.
Da wusstest du ja bereits, was auf dich zukommen würde. Wenn sie dazu in der Lage ist, kann sie Nähe zulassen, aber das überfordert sie dann auch schnell. Was wolltest du mit einer Frau, die ihre Zuneigung nur dann zuteilt, wenn sie sich dazu in der Lage fühlt? Als Bittsteller, Wartender und Hoffender da stehen?
Zitat von Nas193: Sie beschrieb sich selbst als hochsensibel und erklärte, dass sie vieles intensiver wahrnimmt und schneller getriggert wird, auch wenn man es ihr äußerlich nicht anmerkt.
Das nächste Warnzeichen. Mach keine Probleme, fordere nichts von mir, ich bin hochsensibel. Was Du bist und was Du dabei fühlst, spielt für sie keine Rolle, denn sie dreht sich um sich selbst und ihre momentanen Befindlichkeiten. Das wiederum bedeutete für dich, überfordere sie nicht, dränge sie nicht und trete am besten mit Samtpfötchen auf, denn du weißt ja nicht, was sie triggert und was nicht. Also besser immer Vorsicht walten lassen. Deine Bedürfnisse spielten für dich wiederum keine Rolle! Ist die das nicht aufgefallen, dass es immer nur um sie ging, aber nie um dich?
Zitat von Nas193: Im Nachhinein erklärte sie mir per Sprachnachricht, dass sie sich überfordert gefühlt habe. Sie habe Schwierigkeiten, klare Grenzen zu setzen, und fühle sich schlecht, wenn sie jemanden direkt bitten müsse zu gehen. Sie wolle es allen recht machen, schade dabei aber sich selbst.
Und wieder ging es nur um sie. Sie fühlt dies, sie fühlt jenes, sie kann mit diesem nicht klar kommen und jenes überfordert sie. Dabei wollte sie dich schon längst los haben, aber das hast du offenbar nicht bemerkt. Und dann noch eine Prise Selbstmitleid. Sie wolle es allen recht mache, aber dabei wieder "schadet" sie sich selbst. Ein starkes Wort, dass sie sich damit gleich selbst schadet. Und wieder die alte Leier, dass sie sich überfordert fühlt.
War das für dich nicht kränkend? Wieder wurdest du vor vollendete Tatsachen gestellt, aber wie es dir damit ging, spielte wieder mal keine Rolle für dich.
Zitat von Nas193: Auch zuvor hatte es Anzeichen von Überforderung gegeben, etwa als sie ein Treffen mit meiner Familie zu meinem Geburtstag kurzfristig absagte, obwohl alle sich auf ihr Kommen gefreut hatten.
Sie hat Probleme mit Bindungen und daher gibt es ständig diese Störungen, den Rückzug ins Alleinsein, die Vermeidung von Nähe. Und dann noch eine Familienfeier, das war zu viel für sie. Es hätte sie natürlich wieder mal überfordert, sie hätte womöglich nicht gewusst, was sie reden sollte und außerdem sieht das dann doch nach einer künftigen Ehe oder Verlobung aus, wenn man schon der Familie vorgestellt wird. Und das war ihr zuviel und sie ging wieder mal in den Rückzug, obwohl alle neugierig waren. Wer weiß, wie sich deine Familie über sie geäußert hätte? Die hätte vielleicht Bedenken gehabt weil sie ihre problematische Seite eher schlecht verbergen kann.
Und weil ihr dann alles über den Kopf wuchs, erfolgte kurz danach die Trennung.
Zitat von Nas193: Nach der Trennung wollte ich ein persönliches Gespräch, um alles in Ruhe zu klären, doch sie lehnte ab. Sie sagte, sie habe ihre Entscheidung gut überlegt und wolle die Wunden nicht immer wieder aufreißen. Ich solle loslassen. Wir hatten danach nur sporadischen Kontakt.
Diess Trennungsgespräche verlaufen, wenn sie denn überhaupt statttfinden, doch nie so, dass man sich hinterher entlastet fühlt. Sie hätte wieder über ihre Hochsensiblität, ihre Probleme mit Nähe etc. gesprochen und was hätte es dir gebrachTß
Das sind doch alles Probleme, die wir in den Griff bekommen könnten,. hättest du gesagt. Ich bin ja auch ganz brav, ich warte gerne auf deine Bereitschaft und werde, wenn es dir zu viel wird, auch umgehend gehen. Ich mache alles nur damit wir noch zusammen bleiben.
Mit dieser hochproblematischen Frau hast du dir einen Klotz ans Bein gebunden ohne es zu merken.
Dieses Gespäch hätte zu Beteuerungen von dir geführt, während für sie schon klar war, dass es nichts mehr werden würde.
Aber wie immer, wie es dir damit geht, ist zweitrangig.
Zitat von Nas193: Im Januar tauschten wir wieder ein paar Sprachnachrichten aus, doch als ich fragte, ob wir telefonieren möchten, lehnte sie ab. Ich begann, ihre Entscheidung zu akzeptieren, auch wenn ich noch an sie dachte.
Dabei hättest es du belassen sollen, denn du erfuhrst eine klare Zurückweisung.
Zitat von Nas193: , und schickte ihr als Dank eine selbstgezeichnete Zeichnung mit einem wertschätzenden Brief. Darin zeigte ich Verständnis für ihre Entscheidung und betonte, dass ich die gemeinsame Zeit schätze. Ihre Antwort war freundlich, aber deutlich distanziert. Sie machte klar, dass für sie nur freundschaftlicher Kontakt infrage komme und dass sie nicht wolle, dass wieder Gefühle entstehen. Sie äußerte Zweifel, ob selbst das im Moment gut sei, und meinte, wir bräuchten wohl noch mehr Zeit ohne Kontakt.
Und dann kommt die nächste Klatsche. Wieder hast du Kontakt forciert und wieder bekamst du eine glasklare Absage. Mensch, wann kapierst du es endlich, dass sie ihre Ruhe haben will. Du hast in ihrem Leben nichts verloren, du wurdest ausgesondert.
Zitat von Nas193: Am 26.02.2026 brachte sie schließlich meine Sachen vorbei als ich nicht zuhause war und teilte mir mit, dass sie sich entschieden habe, den Kontakt ganz zu beenden, da es nicht so funktioniere wie erhofft. Ich respektierte ihre Entscheidung und wünschte ihr ebenfalls alles Gute.
Und nun also der totale Kontaktabbruch. Und jetzt lügt sie auch noch. Es funktioniere nciht wie erhofft, was wohl bedeuten soll, dass due wieder mal in ihr Alleinsein eingebrochen bist und sie überfordert hast.
Zitat von Nas193: Obwohl Gefühle da waren, überwog bei ihr die Überforderung, weshalb sie sich letztlich für Abstand und schließlich für vollständigen Kontaktabbruch entschied.
Ja, so sind Bindungsvermeider. Sie könnten liebevolle Zuwendung erfahren aber wenn sie die gefunden haben, machen sie scih alles wieder kaputt. Weil es ihnen zu viel wird, weil sie sich gefordert und damit auch überfordert fühlen. Und am Ende bricht sie den Kontakt - zum Glück für Dich - vollständig ab und hofft, dass du sie nun endlich nicht mehr tangierst.
Zitat von Nas193: Was denkt ihr darüber und wie soll ich mit dem Kontaktabbruch umgehen?
Du könntest eine ganze Menge tun. Du könntest lernen dich wieder auf dich zu fokussieren und dein Leben, deine Interessen und deine Vorstellungen in den Vordergrund stellen anstatt ihr hinterher zu hecheln und auf etwas zu warten was nicht kommen wird. Du könntest mal darüber nachdenken, welche Rolle du in diesem traurigen Zweipersonenstück gespielt hast und wie oft du dich zum Hampelmann gemacht hast, in der Hoffnung wieder mal ein kleines Stückchen Nähe und Interesse an dir zu ernten.
Du könntest mal ehrlich zu dir sein dass es weniger äußere Umstände waren die die Beziehung torpedierten sondern schlicht und ergreifend, dass sie Nähe generell kaum aushält. Du könntest dich hinterfragen, was deine Empfindungen waren, als du wieder und wieder vor ihren Schranken standest. Du wolltest eine Beziehung und dann suchst du dort, wo du sie nur unzureichend bekommst. Warum? Und warum schreibst du keinen Satz darüber wie du dich dabei gefühlt hast? Das spielte keine Rolle für dich, weil du wie sie selbst nur um sie gekreist bist.
Wie soll ich sein, dass sie mich aushält? Was darf ich fragen und was nicht, denn schließlich ist sie ja hochsensibel hoch zehn? Wie soll ich ein Quentchen Zuneigung bekommen, wo sie doch immer wieder in den Rückzug geht?
Bist du dir selbst so egal dass du nicht siehst, dass du nur der Typ auf dem Schemel zu ihren Füßen warst, der gehofft hat alles richtig zu machen ohne sie zu überfordern und zu belasten? Denn allein sie bestimmte über Zuneigung und Nähe und du hattest dazu nichts zu sagen. Lieber nichts sagen, nichts fordern, lieber nicht ehrlich sein, damit die hochproblematische Dame sich ja nicht wieder überfrachtet fühlt.
Soll ich sie mal fragen, ob sie am Samstag Zeit hat? Ach, wie gerne würde ich sie sehen, ihr nahe sein, aber ich frage lieber nicht, denn wer weiß was dann wieder kommt.
Du hast dich selbst aufgegeben. Aber das ist dir bisher offenbar nicht aufgefallen.
Du stehst nicht zu dir und deinen Vorstellungen von einer Beziehung. Sonst hättest du schon früher Reißaus genommen anstatt dich mit einer Prinzessin auf der Erbse zu quälen.
Die Frau hat das einzig Richtige für dich getan. Sie hat dir gesagt, es ist aus und das ist nun total. Zeit für dich, zur Ruhe zu kommen, Zeit für dich, dich wieder auf dich zu konzentrieren und Zeit für dich die Beziehung zu rekapitulieren und die Rollen zu sehen, die ihr beide in dem Drama gespielt habt.
Auch Du hast Wünsche und Ansprüche und die darfst du auch haben. Dann stehe künftig auch dazu und lass dich nicht zum Erfüllungsgehilfen degradieren, der macht, was die Partnerin gerade aushält.
Sie ist eine sehr problematische Person und mit solchen Menschen hast du es nie leicht, denn es geht immer nur um ihre Probleme, ihre Gefühle, ihre Empfindungen. Sie ist das Maß aller Dinge und du schaust zu und hoffst, ab und zu ein Bröselchen Zuneigung zu ernten. Lerne, dass auch du was zu sagen hast und dass auch deine Wünsche ihre Daseinsberechtigung haben.