Zitat von MaryAnne:Ich habe mir die Zunge wund geredet, doch in der Beziehung hatte er kein Ohr dafür. Er hat so ziemlich alles verdreht und so hingestellt, als wäre ich an allem Schuld. Und ich war dann immer diejenige, die wieder alte Sachen ausgräbt, die ja schon längst vorbei sind. Reden ist generell eine gute Idee in Beziehungen. Worüber man redet ist für mich immer ausschlaggebend. Wenn beide das Gleiche wollen, und nur andere Wege dahin nehmen wollen, hat es bestimmt Sinn darüber zu reden und eine Lösung zu finden. Wenn man sich ...
Hallo MaryAnne,
vielen Dank erstmal für Deine ausführliche Antwort. Sicherlich ist es nicht gut, immer wieder olle Kamellen auszugraben, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Und auf jeden Fall werde ich auch meine Anteile am Nichtgelingen unserer Beziehung haben. Um diese weiterhin unter die Lupe zu nehmen, auch die Verhaltenstherapie. Ich möchte nicht noch einmal in meinem Leben in solch eine Spirale geraten.
Ich bin nun mal ein sehr emotionaler Mensch und auch, wenn ich mir oft vorgenommen habe, alles vergangene zu vergessen und mit ihm neu zu starten, so habe ich mich selbst betrogen. Ich konnte einiges einfach nicht vergessen und so kam es immer wieder zu Situationen, ob von ihm bedacht oder unbedacht, die mich getriggert haben. Ein Beispiel: Er hatte eine Bekannte, die mehr von ihm wollte und ihm desöfteren unmissverständliche Angebote per whats app machte und ihn zu sich einlud. Ich bat ihn mehrmals, ihr doch einfach mitzuteilen, dass er vergeben ist. Er wollte dies aber nicht tun, da er angeblich nicht ihr Herz brechen wollte, er ist ja rücksichtsvoll und möchte nicht absichtlich jemandem wehtun. Eines Tages wolllte er sich abends mit einem Exkollegen treffen. Am nächsten Tag fragte ich ihn, wie das Treffen war. Er meinte, der Kollege stand im Stau und hat das Treffen abgesagt. Ich fragte, was er stattdessen gemacht hat. Er meinte, er hätte eine Radtour gemacht. Das kam mir alles seltsam vor, da sein Auto an dem Abend weg war und er sich auch nicht mehr gemeldet hatte, was er sonst immer tat. Eine Woche später hatte sein 12 Jahre alter Sohn beiläufig erwähnt, dass er am Tag zuvor mit seinem Papa am Badesee war (wovon ich wusste) und dass sie dort die o.g. Bekannte getroffen hätten und sie den ganzen Tag bei ihnen war. Auf meine Nachfrage sagte mein Ex, sie hätten sich zufällig getroffen. Aber irgendwie fühlte ich, es ist nicht die Wahrheit. Mir ging es wirkiich schlecht damit. Und ja, Schande über mein Haupt, ich habe sein Handy bei der nächsten Gelegenheit kontrolliert. Es kam raus, dass sie sich öfter trafen. Auch an dem Abend mit dem Exkollegen. Und das war eine Woche im vorraus geplant. Sie freute sich total, da sie sturmfrei hatte (Kinder nicht da), es wurde besprochen, welche Alk. Getränke getrunken werden etc. Und auch zum See wurde sich verabredet, er schickte ihr sogar den Standort, damit sie ihn findet. Paff! Darauf folgte meine erste Trennung. Kein Vertrauen mehr. Er kämpfte lange um mich, mit allem drum und dran und vielen Tränen und es tat ihm alles leid. Ich gab ihm wieder eine Chance. Angeblich wäre sie eben nur eine gute Bekannte und da wäre nie mehr gewesen. Ich wollte ihm das auch alles glauben. Aber ich hätte sie gern auch mal kennengelernt, um mir selbst ein Bild zu machen. Das wollte er aber nie, da sie ja sooooo gut nun auch wieder nicht befreundet wären. Da müsste ich schon vertrauen. Und von den Treffen hätte er ja nichts erzählt, da ich eh schon immer ein Problem mit ihr gehabt hätte. Aber dieses resultierte eben daraus, dass er mich vor ihr immer verleugnet hat.
Wenn dann so Situationen kamen, wie dass er sich ein paar Monate später mit einem Exkollegen treffen wollte oder er wieder mit ihr schrieb, kam die Verzweiflung wieder in mir hoch und ich habs halt angesprochen, dass sich das gerade komisch anfühlt. Und dann hieß es, mir könne man nichts sagen, immer würde ich wieder mit dem Kram anfangen. Das war der böse Kreislauf....