ili
Gast
ich bin neu hier und dachte ich schreibe einfach mal von meinem Gefühlschaos.
Mein Ex-Freund hat sich vor 8 Monaten von mir getrennt. Während unserer Beziehung (2 Jahre) gab es häufig Streit. Wir sind einige Monate nach dem Tod meines Vaters zusammen gekommen. Ich hatte Problem mit der Trauer umzugehen und er ist generell noch sehr unreif, hatte oft kein Verständnis und konnte mir keinen emotionalen Halt geben. Dazu kam das ich meine Gefühle oft nicht zeigen konnte und ja vll am Ende zu sehr geklammert habe. Wir haben beide Fehler gemacht. Dennoch kam die Trennung dann doch plötzlich, einige Tage nach Weihnachten und unserem 2. Jahrestag. Er meinte seine Gefühle sind irgendwie nicht mehr so wie früher. Es wäre zu viel vorgefallen und er kann das nicht vergessen. Und das es wohl jemand geben muss der besser passt. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Erneut.
8 Wochen später haben wir uns nochmal getroffen. Ich habe nochmal versucht um ihn zu *kämpfen*. Hab sogar die Nacht bei ihm vebracht und es war wie vor der Trennung. Einige Tage später, dann die Nachricht, dass es nicht mehr geht und er mit jemand neues schreibt. Es folgte ein Klinikaufenthalt ( auch um die Trauer von meinem Vater zu verarbeiten) und komplette Kontaktsperre. In der Klinik bekam ich dann auch die Gewissheit, dass er jetzt mit ihr zusammen ist. Gelegentlich hat er dann sich bei Freunden wohl nach mir erkundigt und vor ein paar Wochen dann ein zufälliges Treffen bei einem Stadtfest. Ich hab ihn nicht gesehen und er kam auf mich zu und wollte Small Talk führen. Horror für mich.
Vor ein paar Tagen hatte er Geburtstag . Ich hatte mir kurz überlegt ihm zu schreiben und hab seine Nummer wieder eingespeichert- dann sah ich sein neues Profilbild. Arm in Arm mit ihr - er küsst ihr die Stirn.
Tja und seitdem geht es mir wieder richtig schlecht.
Ich sehe dieses Bild ständig vor mir- träume ( schon seit Wochen) von den beiden. Fühl mich so ersetzt und abgelehnt. Nicht gut genug. Sie wohnt in der gleichen Stadt ( wir hatten am Ende eine Fernbeziehung), studiert das gleiche und ist einige Jahre jünger. Er hat dort einige Monate vor der Trennung angefangen zu studieren.
Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich den beiden so einen großen Anteil in meinem täglichen Leben gebe. Ich würde so gerne einfach wieder fröhlich und unbeschwert sein. Er hat abgeschlossen- interessiert sich nicht mehr für mich. Für ihn bin ich die anstrengende Ex mit den Problemen. Ich hab schon viel ausprobiert aber irgendwie hilft nichts. Diese Traurigkeit und das Gefühl der Ablehnung geht einfach nicht weg. Es fällt mir schwer loszulassen- obwohl ich weiß, dass er mir oft nicht gut getan hat. Aber er war eben trotzdem meine engste Bezugsperson nach dem Tod meines Vaters.