Zitat von Karili:Er hält mir neuerdings seine Ex auch als glühendes Beispiel für Aufopferung, toller Hausfrau und Mutter vor. Ich greife es nicht! Sie sprechen jeden Abend zu viert über Video.
Zitat von Karili:Die Große erzählt mir den ganzen Tag, dass ihr "Papa" wieder mit zur Mama kommt.
Zitat von Karili:Da bin ich ausgerastet und hab ihm mal gesagt was ich an Zeit investiere, sie ungefragt in meiner Wohnung wohnen und ich für sie alles mache. Er ist aufgestanden, hat die Klamotten der Kinder gepackt und ist mit ihnen in die Wohnung der Ex gefahren. Als ich ihn über 2 Stunden nicht erreicht habe, bin ich trotz allem zu ihr gefahren und habe geklingelt. Er hat mir durch die Sprechanlage gesagt, dass er sich nicht mehr vorstellen kann mit mir zu leben.
Je länger ich den Eröffnungsbeitrag durchlese, desto mehr fällt mir diese Chronologie auf.
Liebe TE, könnte es sein, daß dies das erste Mal überhaupt war, daß Du für Deine Bedürfnisse offen eingestanden bist?
Anders gefragt:
Hat er Dich auch früher schon mal so erlebt, oder warst Du bis dato immer so pflegeleicht für ihn und alle anderen gewesen?
Es würde erklären, warum er zunächst mal geschockt war und "geflüchtet" ist.
Er war bis dahin verliebt in das Bild, das er sich bis dato von Dir gemacht hatte.
Ein Bild, für das Du Dich klein machen mußtest, um überhaupt reinzupassen.
Jetzt ist der Rahmen zerbrochen.
Das hat er nicht ausgehalten.
Deshalb ist er erst mal "geflüchtet".
Deshalb meint er es vermutlich (unbewußt) wörtlich, wenn er meint, daß er sich keine Beziehung mit
Dir mehr vorstellen könne.
Er meinte damit nicht die brave TE von gestern, sondern die für sich selbst sorgende TE von heute.
Der Typ hat offenbar keinerlei Selbstbewußtsein und braucht es also, jemand neben sich zu haben, der noch schwächter ist als er. Und genau den Zahn hat Dein "Ausraster" ihm an jenem Abend gezogen.
Daß er ein Problem damit hat, bleibt aber weiterhin sein Problem.
Mach es bitte nicht zu Deinem und rede Dir Schuldgefühle dafür ein, daß Du endlich (!) für Dich gesorgt hast.
Sei allenfalls sauer, daß Du eben dies nicht schon viel, viel früher getan hast.
Danke dem Himmel, daß er Dir die Corona-Krise geschickt hat, um Dir diesbezüglich die Augen zu öffnen, ehe Du auch noch eine Familie mit diesem Mann gegründet hättest.
Da hättet Ihr nämlich alle beide schön in der Tinte gesessen.