Kopf_hoch
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Du bist noch extrem emotional im Umgang mit deinem Ex. Du suchst u. a. noch zwei (!) Jahre nach Trennung nach Schuldanteilen. Die Ursachen der Trennung hattest du aber im damaligen Thema gut begründet.
Dieses Kramen in der Vergangenheit oder Grübeln über dein oder sein Verhalten heute raubt deine Energie.
Ich würde dir raten, alle Verbindungen zu kappen. Nur so kannst Du Dich emotional lösen. Durch die Anwaltsbriefe musst du durch, das wird ein Ende haben.
Ich finde es auch völlig akzeptabel, dass Du nicht auf Ansprüche verzichtest. Eine anwaltlich sorgfältig beratene Scheidungsfolgenvereinbarung ist der gesellschaftlich akzeptierte Weg.
Lass dir nicht vorwerfen, du würdest dich nicht an eine vermeintliche vorherige mündliche Vereinbarung halten.
Nach meiner Erfahrung gibt es erstens solch mündliche Vereinbarungen oft gar nicht. Denn häufig haben die Parteien völlig unterschiedliche Vorstellungen von Inhalt und Umfang, es hat also gar keine Einigung stattgefunden. Zudem sind bspw. bei Immobilien - ihr hattet ein Haus zusammen? - mündliche Vereinbarungen unwirksam.
Dein Sohn wird allerdings mit Mitte 20 (!) lernen müssen, allein im Leben klarzukommen; auch mit seinem Vater und seiner Partnerin. Trotz seiner Persönlichkeit.
Und wenn der Vater ihn nicht finanziell unterstützen will, mach du es. Aber ohne Vorwürfe an deinen Ex, das bringt doch nix.