Zitat:Ich habe mich bei ihm zum erstem Mal richtig geliebt gefühlt. Seine Familie hat mich behandelt wie ihre eigene Tochter (habe kein so gutes Verhältnis zu meiner eigenen).
So verrückt wenn ich eure Beiträge hier manchmal lese, denn ich kann das genau so unterschreiben. Auch bei mir war ihre Familie meine Zweitfamilie, da meine Mutter leider früh starb und ich sonst nur zu meinen Brüdern einen guten Draht habe. Die mochten mich, soweit ich das beurteilen kann, auch sehr. Selbst die Oma (die mich an meine, ebenfalls Verstorbene, erinnerte) und ein Onkel aus Süddeutschland haben mir immer wieder zum Geburtstag gratuliert und mich bei jeder Gelegenheit grüßen lassen. Ich frage mich, wie die die aktuelle Situation aufgenommen haben. Seit Weihnachten habe ich von denen nichts mehr gehört.
Zitat:Ja, er meinte auch immer 'ich soll mich nicht so abhängig von ihm machen'. Die ganze Zeit habe ich es nicht verstanden bzw. falsch interpretiert, aber nun endlich habe ich kapiert! Und ich sehe ja was ich habe: kaum Freunde und Hobbies die ich auslebe. Mein Leben ist auf gut deutsch: sch*** langweilig!
Ich frage mal ganz provokativ und hoffe, du bist mir nicht böse: Hast du das? Wenn du verstanden hast, wo deine Fehler lagen (wobei ich mich schwer tue das als 'Fehler' zu bezeichnen), dann ändere sie! Ich kenne dich nicht, aber allein von dem was und wie du hier schreibst glaube ich nicht daran, dass du langweilig bist! Und ich glaube, dass musst du dir selbst beweisen. Manchmal ist das schwer, das weiß niemand besser als ich. Und vielleicht bist du gerade noch nicht bereit, über diesen Schatten zu springen. Aber wenn du es bist, dann trau dich einfach und mach mal etwas, worauf du schon immer Lust hattest! Ich bin sicher da gibt es was. Wie wäre es mit Uni-Sportkursen, z.B. Gesellschaftstanz, Volleyball, Schwimmen, etc. (das waren meine Favoriten

)? Eine neue Sprache lernen? Vielleicht einen Uni-Job oder so, es gibt immer etwas. Dort trifft man neue Leute und es ist einfach schön zu erkennen, dass man sehr wohl auch selbständig - ohne den Partner - 'leben' kann. Und der Überwindungsschritt ist immer nur ganz am Anfang. Wenn man erstmal neue Leute kennt, wird es immer einfacher.
Oh und wichtig meiner Meinung ist auch, dass du es für
dich tust und nicht für ihn. Das muss ich mir selbst auch immer wieder sagen. Eigentlich dachte ich, ich hätte mit dem Fitnesstraining für sie wieder angefangen. Aber je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr wird mir klar: Nein, das tue ich ganz allein für mich und niemand anderen.
Hör auch auf dir die ganze Schuld selbst zu geben. Auch das muss ich mir immer wieder sagen, denn ich sehe die Hauptschuld auch bei mir selbst. Aber das stimmt einfach nicht. Es gehören immer zwei dazu. Arbeite an den Dingen, die dich stören und lass die Zeit für dich arbeiten. Blöder Spruch, ich weiß. Aber es nutzt einfach nichts, zu lange in der Vergangenheit/Zukunft zu leben, denn dann vergisst man die Gegenwart. Auch das musste ich auf die harte Tour lernen

Zitat:Kannst du dir nicht kurzfristig Hilfe bei einer Psychologin/ einem Psychologen holen? Ich weiß, das machst du, wenn du wieder zu Hause bist, aber es klingt so, als könnte dir das auch jetzt schon helfen und dann könntest du vielleicht auch das mit der Uni besser hinkriegen?
Ja, kann die Uni-Psychologen (zumindest bei mir) auch empfehlen. Sind wie gesagt, auch manchmal Studenten in höheren Semestern oder Doktoranten. Es hilft immer zu reden und wenn es nur kurzzeitig ist. Daher ja auch mein Angebot, wobei ich euch enttäuschen muss, denn ich studiere keine Psychologie
Kopf hoch, auch wenn es schwer fällt. Wir alle müssen da durch. Ich kann mir auch noch nicht vorstellen, jemals wieder so jemanden kennenzulernen bzw. habe ja noch nicht mal mit ihr abgeschlossen. Aber auf der anderen Seite weigere ich mich einfach, von so einer (gescheiterten) Beziehung in die Knie zwingen zu lassen. Never give up!
