Varta
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Ich habe mich nun auch in diesem Forum angemeldet und möchte euch kurz meine Geschichte erzählen:
Ich bin nun seit etwa 10 Wochen mit meinem Ex in einer Beziehungspause. Weiß aber im Moment gar nicht, ob es noch eine Pause ist ...
Vor diesem 10 Wochen hat er mir zig verschiedene Gründe genannt, warum es momentan nicht mit uns klappt, doch gestern habe ich ihn zufällig getroffen und wir haben nochmals miteinander geredet.
Zur Info: Wir (beide 26) waren fast 10 Jahre zusammen und führten etwa 4 Jahre aufgrund unseres Studiums eine Fernbeziehung. 9 Monate war er aufgrund eines Praktikums in eine weit entfernte Stadt gezogen.
Er sagte mir, dass er in den letzten Monaten viel selbstständiger geworden ist und es ihm gut geht, so wie es momentan ist. Und das er momentan nicht das Bedürfnis hat eine Beziehung zu führen (egal mit wem), in der er sich melden muss, er überlegt und sich Gedanken macht was ich gerade tue...
Er will mir keine Hoffnung machen und weiß nicht, ob es in einem halben Jahr anders sein wird, vermisst aber auch die gemeinsame Zeit mit uns. Er will nicht, dass ich auf Nachricht von ihm warte und ich soll erstmal mein Leben in den Griff bekomme. Momentan hat er immer etwas zu tun, ist mit seiner Bachelorarbeit beschäftigt und hat seine alten Freunde wieder um sich herum.
Wir verblieben dabei, dass wir zunächst beide unser Studium fertig machen (dauert noch so 2-3 Monate) und dann sehen wir weiter.
Ich denke, dass er nun mit seinem 26 Jahren sich noch ein wenig die Hörner abstoßen will. Ich war seine erste richtige Freundin und Vergleiche kann er deswegen keine ziehen. Wir hatten die vergangenen 10 Wochen auch immer mal wieder Kontakt und uns auch drei Mal gesehen, da ich bis gestern nicht wusste, dass ihn dieses 'Verpflichtungsgefühl' momentan so stört und er wohl jetzt seine Freiheit ausleben will. Daher werde ich ihn auch nicht mehr kontaktieren, so schwer mir dies auch fällt.
Die meisten seiner Kumpels sind momentan auch Single, da ist es für ihn natürlich einfacher und angenehmer, wenn er dies auch ist, wobei er mir sagte, er hätte nie Schluss gemacht.
Er meinte, er vermisse die gemeinsame Zeit mit uns, doch momentan würde es ihm gut gehen, so wie es ist. Dies hört sich für mich sehr widersprüchlich an, aber ich habe ihm gesagt, dass ich seine Entscheidung akzeptiere, dass er nun Zeit für sich und sein Leben brauch, um sich selbst zu finden.
Trotz alledem hoffe ich natürlich, dass es für uns noch eine zweite Chance gibt, wenn er merkt, was er eigentlich will und wenn er seinen Selbstfindungsprozess überstanden hat.
Bei mir herrscht das totale Gefühlschaos und das schon seit 10 Wochen. Ich wache morgens früh auf (wenn ich mal eine Nacht durchschlafe) und habe nur ihn in meinem Kopf. Dieser Zustand hält den kompletten Tag an und bevor ich ins Bett gehe, denke ich wieder an ihn. In der Nacht taucht er natürlich auch in meinen Träumen auf. Für die Uni schaffe ich es auch nicht meinen Kopf frei zu bekommen, dabei stehen bald meine letzten Klausuren an und ich muss meine Bachelorarbeit fertig schreiben.
Ich bin fix und fertig bin schon ein paar mal zusammengebrochen und wurde auch schon in eine Klinik eingewiesen. Er weiß von meinem labilen Zustand und meinte selbst, er wüsste nicht, wie er damit umgehen soll.
Meine Eltern fühlen sich auch schon von meinem Zustand belästigt, weil ich trotz guter Zusprüche immer wieder in mein Selbstmitleid verfalle und nur noch heule. Ich suche verzweifelt nach einen Hebel mit dem ich ihn aus meinem Kopf verbannen kann.
Bin für jeden Tipp oder Ratschlag dankbar.
VG
