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Ex kümmert sich nicht um Sohn

Liv225
Was denkt Ihr eigentlich darüber:

Nachdem ich meinen Trennungsschnerz überwunden hatte und Ex wieder sehen konnte,
hätte ich es durchaus für möglich gehalten, nach der Firmung, nach sonstiger Schulfeier mit Ex und Kindern essen zu gehen.
So bissl zusammen reden, Austausch und dass die Kinder mal beide Eltern da haben
Wollte er auch nie.

Ich hab immer gedacht: Ex ist doch gegangen (und das sehr unschön) … da müsste man doch die gereichte Hand nehmen.

Da war ich auch zu gutgläubig.

Mittlerweile hadere ich da nicht mehr, aber verstanden hab ich’s nicht.

#46


C
Zitat von Liv225:
@Caecilia Und bei mir damals „zählte“ nur mein Bruder, was der alles bekam, dabei hab ich alles immer auf Anhieb „geschafft“ … Aber gut, die Zeiten sind vorbei und ich war dann froh, dass mein eigener Vater immerhin ein guter Opa war.

Ja, das war bei uns auch so. Er war der Jüngste und das absolute Lieblingskind meiner Mutter (meines Vaters vermutlich auch, aber da war es nicht so deutlich). Aber meine Schwester, die "wenigstens" die Älteste war/ist (und hübscher als ich), zählte immer noch mehr als ich.

Ich habe aber meiner Mutter "verziehen". Natürlich ist es nicht toll, ein Lieblingskind zu haben - aber was kann man gegen Gefühle schon tun? "Formal" kann man alle Kinder gleich behandeln (Geschenke, Taschengeld etc.), aber da hört es dann ja auch schon auf. Kinder merken trotz "formaler Gerechtigkeit" meist trotzdem, wem die Liebe der Eltern gehört.

Ich selbst bin sehr froh, dass mir das erspart geblieben ist - ich wage mal zu behaupten, wirklich alle meine Kinder gleich stark zu lieben - mal ist mir der eine etwas näher, mal der andere - aber über die Zeit gleicht es sich aus. Dafür bin ich echt dankbar - wenn es anders wäre, könnte ich ja vermutlich auch nichts dagegen tun.

x 1 #47


A


Ex kümmert sich nicht um Sohn

x 3


C
Zitat von Liv225:
Was denkt Ihr eigentlich darüber: Nachdem ich meinen Trennungsschnerz überwunden hatte und Ex wieder sehen konnte, hätte ich es durchaus für möglich gehalten, nach der Firmung, nach sonstiger Schulfeier mit Ex und Kindern essen zu gehen. So bissl zusammen reden, Austausch und dass die Kinder mal beide Eltern da ...

Ich verstehe das auch nicht. Ist aber, fürchte ich, ein häufiges Phänomen.

Wir waren relativ kurz nach der Trennung auf K2s Abifeier gemeinsam - da hat mein Ex sich aber unmöglich aufgeführt, wie eine Diva, ständig seine persönlichen Befindlichkeiten rausgestellt, über alles und jede/n hergezogen ... ich war froh, als er recht früh den Abflug gemacht hat und hatte es dann noch nett.

Bei K3s RS-Abschluss (einige Zeit nach der Trennung, noch nicht lange her) habe ich alles angeboten: Ex alleine, Ex mit Next, Ex, Next und ich, ich alleine ... Nichts hat gepasst und K3 war es dann irgendwann auch zu dumm, was ich völlig verstehen kann. Er ist dann alleine hin - war sicher der Einzige ohne Eltern.😞

Zum Glück dauert es bis zu K3s Abi noch eine Weile - ich hoffe, dass wir das dann da besser hinbekommen.

x 1 #48


Liv225
Unter meinen vier Kindern kann ich auch nicht sagen: den und den mag ich lieber, weil…
Sie sind unterschiedlich, das ist toll, jeder hat seine eigene Persönlichkeit.
Das ist ja auch das Schöne bei einer großen Familie.

Oh je, bei euch auch so:/ traurig.
Und wärst für so viel offen gewesen.
Warum müssen Exen „zicken“, wenn sie doch froh sein müssten, dass man entgegenkommt.
Der arme K3 … aber verständlich, wenns ihm auch dann reicht.
Ich wünsche Dir, dass es beim nächsten Mal eine gute Lösung für ihn und Dich gibt.

x 1 #49


M
Ich sehe die Umgangsformen ehrlich gesagt strenger als viele hier.

Ja, Zuneigung kann man nicht erzwingen, Verantwortung aber schon ein Stück weit einfordern. Genau deshalb gibt es Gesetze zum Umgangsrecht. Damit Eltern sich ihrer Verantwortung nicht einfach entziehen können, sobald es unbequem wird. Diese Regelungen wurden im Sinne der Kinder geschaffen.

Es kann nicht sein, dass ein Vater mit vier Kindern nach ein paar Jahren einfach aussteigt, weil er lieber ein anderes Leben führen möchte. Elternschaft endet nicht beim Unterhalt oder sobald es komplizierter mit Next wird. Kinder brauchen einfach die Verlässlichkeit und das Gefühl, nicht aufgegeben worden zu sein.

Natürlich tut es weh, wenn man spürt, dass ein Elternteil emotional begrenzt ist. Aber gar kein Kontakt ist oft noch schwerer zu verarbeiten. Kindern ehrlich zu erklären, dass ein Elternteil bestimmte Dinge nicht leisten kann oder emotional begrenzt ist, ist aus meiner Sicht besser, als einfach komplett aus dem Leben zu verschwinden oder nur Geburtstagsgrüße dazulassen.

Dieses Appellieren an Freiwilligkeit bringt in vielen Fällen gar nichts, außer dass die komplette Last bei einem Elternteil hängen bleibt: meistens bei der alleinerziehenden Mutter.

x 1 #50


Heffalump
Zitat von Liv225:
aber verstanden hab ich’s nicht


Versuchs nicht. Du kannst einem Farbblinden nicht alle Nuancen von Blau erklären.

x 1 #51


MissLilly
Zitat von Manchmal_Hexe:
Kindern ehrlich zu erklären, dass ein Elternteil bestimmte Dinge nicht leisten kann oder emotional begrenzt ist, ist aus meiner Sicht besser, als einfach komplett aus dem Leben zu verschwinden oder nur Geburtstagsgrüße dazulassen.

Und wer genau soll das den Kindern erklären?

#52


MissLilly
Zitat von Manchmal_Hexe:
Ja, Zuneigung kann man nicht erzwingen, Verantwortung aber schon ein Stück weit einfordern. Genau deshalb gibt es Gesetze zum Umgangsrecht. Damit Eltern sich ihrer Verantwortung nicht einfach entziehen können, sobald es unbequem wird. Diese Regelungen wurden im Sinne der Kinder geschaffen.

Es kann nicht sein, dass ein Vater mit vier Kindern nach ein paar Jahren einfach aussteigt, weil er lieber ein anderes Leben führen möchte. Elternschaft endet nicht beim Unterhalt oder sobald es komplizierter mit Next wird. Kinder brauchen einfach die Verlässlichkeit und das Gefühl, nicht aufgegeben worden zu sein.


Ja soweit die einhellige Theorie, aber die nachfolgende Praxis ist in der Realität oftmals eine ganz andere und diese kommt leider immer noch sehr sehr häufig vor. Und das trotz unserer vielen tollen Gesetze. Oder hast du schon mal einen Vater oder eine Mutter erlebt die von einem Richter zur Kasse gebeten oder gar in den Zwangsvollzug gesteckt worden sind, nur weil sie keinen Umgang mit ihren Kindern pflegen oder sie zumindest alle 14 Tage mal abholen um sie zu "beaufsichtigen"?!

x 2 #53


FloraVita
Zitat von Caecilia:
Ja, das war bei uns auch so. Er war der Jüngste und das absolute Lieblingskind meiner Mutter (meines Vaters vermutlich auch, aber da war es nicht so deutlich). Aber meine Schwester, die "wenigstens" die Älteste war/ist (und hübscher als ich), zählte immer noch mehr als ich. Ich habe aber meiner Mutter ...


Es gibt ein Sprichwort das so oder so ähnlich lautet: "Das erste Kind ist zum üben da, das zweite zum erziehen, das dritte zum lieb haben."
Liest sich erstmal verwerflich. Aber, da kein Meister vom Himmel fällt, muss auch das Elternsein geübt werden und was beim ersten Kind vernachlässigt wurde, machen sie bei nächsten besser. Und bei Enkelkindern erst recht Grinsendes Gesicht .
Anders ist es natürlich wenn die Unterschiede zwischen Kindern absichtlich gemacht werden.

#54


Liv225
Das mit dem Farbenblind ist ein sehr guter Vergleich.
Solche Sachen sollte man echt immer parat haben, wenn man mal durch den Wind ist.

Und Verantwortung…
Anfangs hat Ex ja noch die zwei jüngeren geholt und auch in den Ferien bei sich gehabt.
Da hab ich mich noch schwer getan, weil ich mir ja nicht überlegt hatte: och ja, ist ja ganz toll die Kinder in den Ferien 10 Tage nicht zu sehen oder die jedes Wochenende ziehen zu lassen. ( ironisch gemein) Das war nicht meine Vorstellung von Familie…
-> fremdbestimmt.
Wir hier haben mitgemacht.

Nun, da Herr Ex keine Lust mehr hat, zu kommen und in den Ferien Zeit zu verbringen, ists halt so.
Dass die Kinder auch ein „Recht“ auf Papa haben, kommt ihm nicht in den Sinn.

Wie Pippi Langstrumpf denke ich manchmal: „ Ich mach mir die Welt… trala wie sie mir gefällt.


Wir beide hier haben gerade einfach für uns Kuchen gebacken und sein neues Handy eingerichtet.
Da war er stolz, dass das auch ohne große Bruder Hilfe geklappt hat Lachendes Gesicht

x 2 #55


M
@MissLilly

Dass es in der Realität oft schlecht läuft, stimmt leider. Aber nur weil man Zuneigung nicht erzwingen kann, heißt das nicht, dass Verantwortung egal ist. Genau deshalb gibt es das Umgangsrecht, Kinder sollen nicht einfach fallen gelassen werden können.

Zitat von MissLilly:
Und wer genau soll das den Kindern erklären?

Die Bezugspersonen, wer sonst?

#56


Liv225
Klar hab ich Sohn gesagt, Eltern sollten sich ums Kind kümmern.
Macht man (ich) gern, gehört dazu, mit Liebe und ganz selbstverständlich.
Alltag teilen, Sorgen teilen, Freuden, Erfolge… die ganze Palette.

Wenn es der Vater plötzlich anders handhabt, kein Nachfragen, Interesse, Abholen, Zeit verbringen …. mehr, kann der Elternteil, der „da“ ist nichts mehr machen.

Gespräche wurden gesucht, freundlich, von mehreren Seiten.
Da wird eben diese „Verantwortung“ nicht mehr gesehen.

Letztens ist von einer Freundin der Papa gestorben ( im älteren Opaalter) Wir haben drüber geredet, dass da jetzt alle traurig sind, egal wie alt, Papa bleibt Papa….
Da meinte mein Sohn:
Ich hab meinen Papa schon viiiel früher verloren.
Traurig ….
Da merkt man wie es ihm doch innerlich geht.
Auch wenn wir hier bei uns in unserem Leben schon glücklich sind.

#57


M
@Liv225
Zitat von Liv225:
Ich hab meinen Papa schon viiiel früher verloren.

Trauriges Gesicht

Zitat von Liv225:
Auch wenn wir hier bei uns in unserem Leben schon glücklich sind.

Du machst alles, was du kannst!

#58


A


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