Zitat von Helfersyndrom:@LittleOwl Was bei mir definitiv zu der toxischen Dynamik beigetragen hat, war mein Mitleid mit ihm haben und meun unterordnen/ nicht meine Meinung sagen und auch meine Verlustängste und mein übersensibles Rumgeheule, wenn er nen blöden Spruch brachte oder so. Was mich leider ganz kirre macht im Moment, ist, das ...
Interessant, wie sehr sich das ähnelt.
Mich haben irgendwann Mitmenschen angesprochen, was denn mit mir los sei. Noch lange bevor ich es gerafft habe. Ich würde so schlecht aussehen. Irgendwie grau, energielos. So habe ich mich auch gefühlt. Irgendwie kraftlos. Ungefähr 1 Jahr vor Beziehungsende habe ich im Auto gesessen und wie ein Schlosshund geheult, weil ich keine Freude mehr empfinden konnte. Ich hatte keinen Spaß mehr an Hobbies, meine Freunde waren mir egal, meine Tochter hat mich auch nicht mehr verstanden.
Ich habe sehr lange Zeit ignoriert, dass ich allein reingebuttert habe, die Beziehung aufrecht erhalten habe. Finanziell, emotional, strukturell. Während er sich bedienen liess. Irgendwann ließ ich ihn einfach machen. Sein Leben ist ein einziges Chaos, wenn ihm was nicht passt, entzieht er sich einfach. Übernimmt keine Verantwortung, völlig unreflektiert. Er hat mich behandelt wie den letzten Dreck.
Dann flogen im Juli 2020 ein Teil seiner Lügen auf. Die so gravierend (weil u.a. auch kriminell) waren, dass ich die Konsequenz ergriff zu gehen. Ich suchte mir eine Wohnung. Um Wochen später wieder zurückzuwandern. Er ließ mich nicht los und ich ihn nicht. Ich ignorierte tapfer die Tatsachen, dass er mich eigentlich nur beschissen hat. Dass er ein sehr gefährliches Spiel ausserhalb des Gesetzes trieb, was mich sofort mit runtergerissen hätte, wenn es rausgekommen wäre. Sonst hätte ich ja nicht weitermachen können. Und er log immer noch. Er hätte damit nichts zu tun. Ich würde mir das einbilden. Übernahm keine Verantwortung, entschuldigte sich nicht mal und zeigte null Reue.
Nachdem ich einige Wochen später erfahren hatte, dass er mich weiter belog, trennte ich mich wieder, ging wieder in meine Wohnung und brach für einige Wochen den Kontakt ab. Im November 2020 landete ich mit heftigen Panikattacken und Schlafstörungen beim Hausarzt.
Der mich umgehend in die psychiatrische Ambulanz überwies. Die haben mich nach einigen Wochen stationär in der Psychiatrie aufgenommen, weil es nicht mehr ging. Ich hab nicht gegessen, nicht geschlafen und eigentlich nur durchgeheult und Panik geschoben. Und auch da konnte ich nicht von ihm lassen. Ich war 6 oder 7 Wochen stationär und im Anschluss 3 Wochen in der Tagesklinik. Die mich irgendwann vor die Tür gesetzt haben, weil ich mich nicht trennen konnte.
Im April habe ich dann meine ambulante Therapie angefangen.
Das ging so weiter bis Juli diesen Jahres. Irgendwann habe selbst ich gerafft (durch die Therapie vermutlich), dass er mich nur ausnutzt. Und ich habe ohne Ende gelitten. Mein Traumpartner, mein Seelenverwandter. Das kann er doch nicht ernst gemeint haben, er kann doch nicht so über mich denken. Er hat mich doch anfangs geliebt, wieso jetzt nicht mehr?
Ich war komplett abhängig von ihm. Und hab eigentlich nichts mehr mitgeschnitten. Einfach furchtbar.
Mir geht es jeden Tag ohne ihn besser.