Helfersyndrom
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Bei letzterem fängt das Problem schon an. Er begann mir irgendwann vorzuwerfen, ich würde ihm nicht die gleiche Liebe entgegenbringen (was nicht stimmt, selbst unsere Familien merkten, das ich immer darauf bedacht war, dass es ihm gut geht). Er wog diese Hilfsdienste finanziell auf. Wo wir gleich beim zweiten Knackpunkt wären - er war Langzeit-Arbeitsloser, versprach oft sich Arbeit zu suchen, schaffte es aber nie. Ich hatte oft Mitleid und wollte ihm helfen und ihn verstehen ...
Letztendlich zahlte ich unsere Lebenshaltung (von meinem damaligen Ausbildungsgehalt) und er fand das ok, da er mir ja bei gewissen Gelegenheiten Gefälligkeiten und Hilfe erwies. In manchen Momenten aber fand er sich selbst schrecklich und sagte mir, ich hätte jemand besseres verdient, er will sich nicht von mir aushalten lassen etc. Auf diese "Einsicht" folgten aber nur Ausreden (wegen Corona mache es keinen Sinn sich zu bewerben) aber nie Taten. Meine Familie fand es natürlich nicht toll, dass er mich (fast 10 Jahre jünger, aber nach Studium und Ausbildung recht gut verdienend) in finanzieller Hinsicht so ausnahm. Sie sprachen ihn ein, zwei Mal darauf an . bis er nur noch sehr ungern zu meiner Familie fuhr und ich meine Familie in Bezug auf ihn anlog, damit sich alle wieder besser verstehen (dumm - i know). Jedenfalls verbot mir mein Ex den Kontakt zu Freunden, Familie etc. nicht, schaffte es aber, mir ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn ich dort war und schaffte es, dass ich nicht mehr ehrlich über unsere Beziehung mit anderen sprechen konnte/durfte. (Zitat: "Das ist illoyal") Allgemein redete er mir meine Leute schlecht, erfand Dinge, die andere über mich gesagt haben oder verkehrte sie so ins Negative, dass ich ihm kurzzeitig manchmal sogar glaubte, dass es auf der Welt nur ihn gibt, der es gut mit mir meint. Unsere Streits waren teils heftig, er war sehr eifersüchtig, weil er Minderwertigkeitsgefühle wegen seiner Arbeitslosigkeit hatte (die er aber nur allerseltenst zugab). Er kontrollierte meine Suchanfragen im Internet oder meinen Standort wenn ich auf Arbeit war. Jeder andere Mann - egal wer - war eine potentielle Gefahr. Dabei wusste er, dass ich niemals fremdgehen würde. Als ich immer unzufriedener während der letzten Monate wurde und auch finanziell nicht mehr permanent zurückstecken wollte, spitzte sich die Situation zu. Er wurde handgreiflich, trank viel und nachdem er mir im Rausch eine Ohrfeige verpasst hatte, trennte ich mich (allerdings erst 3 Wochen danach, da ich ihm zuerst nochmal verzeihen wollte und auch an seiner Familie recht hing). Außerdem war es ja zwischendrin auch immer sehr schön, er konnte auch so lieb sein
Jedenfalls habe ich mich bei der letzten Stichelei /Beleidigung (das kam oft vor: Dich mag keiner/ Du bist unzuverlässig/ Du brauchst eine Therapie/ Du bist zu dumm für . / Deine Familie ist xy) kurzentschlossen getrennt.
Seine Familie hat er so beeinflusst, dass er jetzt bemitleidet wird und das Opfer spielt. Ich wäre ja nur auf Geld aus, habe ihn ausgenutzt etc.
Könnte es sein, dass ich es mit einem Narzissten zu tun hatte?
Lg & danke für eure Meinung dazu!
