Zitat von Kimberly: @Phoenix
Weißt du Liebes, mir ging es gar nicht darum, einen Begriff wie Stockholmsyndrom für das Geschehene zu finden. Was mich damals umtrieb, war der Umstand, dass ich gar keine Wut empfand, und das war untypisch für mich. Freunde, die dies spürten und auch meine Vergebungsbereitschaft, mit der ich mir echt eine Illusion machte, musste mich erst darauf hinweisen, dass ich von Anfang an betrogen wurde.
Guten Morgen liebe Kimberly,
ohje, ich kam woll etwas hart rüber mit "man sollte dem keinen Namen geben". Eigentlich wollte ich damit nur Entwirrung erreichen, und bin wieder mal von mir ausgegangen

Ich erkläre mal kurz, wie ich es meinte:
Ich glaube man versucht dem Allen eine Bezeichnung zu geben, weil man sonst nichts Greifbares hat und das den Verarbeitungsbeginn erschwert. Bzw. das Unfassbare sonst nicht zu fassen ist. Ein riesengroßes Gefühlschaos indem sämtliche Emotionen frei herumfliegen, und man versucht sie einzufangen, zu EINEM zu machen. Ein "Chaos", dem man einen Namen geben möchte.
Ich bin zu Beginn über sämtliche "Begriffe" gestolpert, habe den für mich passenden, der mein Erlebtes, meine Gefühle oder ihn beschreibt, geglaubt gefunden zu haben. So richtete sich mein Blick darauf. Jetzt konnte ich ansetzen. Aber auch nur erstmal. Ich kam langsam dahinter, dass, egal wie ich es oder ihn nenne, trotzdem zu keinem Ergebnis FÜR MICH führte. Denn dieses Ausmaß trägt zu viele Namen.
Das Einzige, was ich weiß ist, wie ich mich den größten Teil der Beziehung gefühlt habe. Und wie mich dieses negative Gefühl heute noch beschleicht, wenn ich daran zurück denke. Und DAS ist meine Bezeichnung:
Jemand, der mir in regelmäßigen Abständen wehtat, mir lächelnd ins Gesicht log, immer wieder mein Vertrauen ausnutzte und mißbrauchte, tat dies
immer wieder mit voller Absicht, aus vollem Eigennutz und zur dienlichen Umsetzung seines eigenen intriganten Lebenskonzepts.
Mit diesem kindischen Obermüll kann ich nichts mehr anfangen und ich bin auch nicht der Therapeut für emotional Verkümmerte, die einem in die Hand beißen, anstatt sie zu nehmen, wenn man sie ihnen reicht.