Liebe Anul,
gerate bitte nicht in die Versuchung zu denken, meiner hoovert im Gegensatz zu anderen nicht, ergo muss ihm wohl gar nichts an mir gelegen haben, wenn er so ganz und gar mit mir abgeschlossen hat.
Ich habe es so erlebt, wie Stella beschreibt. Das ganze Hoovering passierte nicht, weil ihn die unendliche Sehnsucht nach meiner Person überfallen hatte oder er ein Fünkchen Restgefühl für mich entdeckt hätte, sondern war ganz klar mit der Absicht verbunden, seinen Ruf wiederherzustellen.
Und auch wenn er wieder Kreide gefressen hatte (komisch, so habe ich es von Anfang an bezeichnet, hätte mal direkt über meine eigene Wortwahl reflektieren sollen) und sich unendlich bemühte, friedvoll rüberzukommen, konnte er an ein oder zwei Stellen seine Aggressionen auf mich dann dennoch nicht im Zaum halten. Da kam die Kälte ganz klar wieder zum Vorschein. Narz fällt es zunehmend schwerer, sich im Griff zu halten, wenn er weiß, dass du ihn schon mal demaskiert hast. In vielen Texten im Internet wird ja beschrieben, dass Frauen, die sich nach einem erfolgreichen Hoovering wieder auf ihren Peiniger einließen, in der Hoffnung nun mögen bitte auch die alten Jekyll-Zeiten anbrechen und dachten, schlimmer gehts nimmer, zu ihrem Entsetzen feststellen mussten, es geht doch schlimmer, denn war früher der Hyde nur ab und zu zu Besuch bei Jekyll, so hatte sich das nun umgekehrt, der Hyde war Dauergast.
Und wie Lottchen und andere hier beschreiben, etwas stimmt mit diesen Menschen auf emotionaler Ebene ganz und gar nicht. Mein Exnarz äußerte mal, bei mir hätte er sich mehr Mühe gegeben als bei den anderen. Diese Wortwahl ist für mich äußerst verräterisch, wenn jemand liebt, musst er sich doch im Umgang mit dem Partner doch keine Mühe geben, er verhält sich eben so wie er ist, dies ist nicht mit Anstrengung verbunden,
@Stella
Hier ist sie wieder die narzisstische Verdrehung vom Feinsten. Meiner versuchte mich auch zu pathologisieren, zum Ende hin war bei ihm sehr beliebt, mich als Borderlnerin zu bezeichnen, deren erklärtes Ziel es war, ihn zu demontieren.
@Windbraut
Zitat:@gabi das mit dem benutzt sein gefühl kenne ich sehr gut.. anders als du, weil deiner ein phantom war... das ist auch echt krass schlimm.... auch gruslig.... aber lgaub mir von einem "benutzt" geworden zu sein, der einem echt die "Bücher" offen auf den tisch gelegt hat und dann im nachhinein entdecken, dass die bücher nen doppelten boden hatten und am end auch gelogen waren ist auch total bitter.... da fragt man sich dann an jeder erinnerung: wahr oder gelogen? was war echt? und man fängt total an an seinem verstand zu zweifeln.... seufzen / traurig
Danke, du sprichst mir aus der Seele, auch wenn das völlige Phantom eine besonders harte Begegnung ist, besonders hart zweifeln lässt. Aber ein Grundzug dieser Beziehungen ist, dass nichts so ist wie es scheint. Selbst die Phasen, in denen man glücklich war, erscheinen einem wie eine Trugglücklichkeit. Insofern macht für mich ein Gespräch mit dem Narzissten über die Vergangenheit keinen Sinn, denn er könne mir heute sagen, das Wetter sei bei ihm gut, ich würde diese Aussage in Frage stellen. Nichts hat Gültigkeit, alles kann sein, alles kann nicht sein.
Lange Zeit spukte immer wieder folgende gedanke durch meinen Kopf: Ich fühle mich betrogen, belogen, missbraucht, manipuliert und am Ende als unbrauchbar empfunden und weggeworfen.
LG
Kimberly