Ihr Lieben,
Zitat:Vielleicht hast du noch den Wunsch, was mit ihm zu klären. Irgendwas Fassbares für dich zu bekommen, warum er so ist wie er ist und was er dir antat. Ist ja bei allen gleich gelaufen, dass sie uns tausend Antworten schuldig bleiben und (absichtlich) mit tausend Fragen im Kopf zurücklassen.
Vielleicht hast du auch immer noch nicht die Hoffnung hundertprozentig aufgegeben, dass er doch ein "guter Mensch" ist und einen guten Kern hat. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich auch zuletzt. Erst wenn wir uns aber auch davon komplett verabschiedet haben und wirklich wissen (verinnerlicht haben), dass sie sich NIE ändern werden und vor allem können, können WIR abschließen. Also so war es jedenfalls bei mir.
Stella, da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Vor allem treibt mich um,
was er mir antat, bislang weiß ich ja nur Dinge, die ich durch meine Mossad-Aktivitäten herausfand, ansonsten habe ich ja nur Vermutungen.
Natürlich weiß ich rein rational, dass ich die Antworten nie bekommen werde, denn Bereitschaft zum "Geständnis" setzt ein Schuldbewusstsein voraus. Jeder normale Mensch weiß, dass es entlastend ist, wenn man sich Dinge vom Herzen redet, um Entschuldigung bittet und diese erfährt. Und eine Entschuldigung kann nur gegeben werden, wenn das Gegenüber versteht,
warum Dinge passiert sind.
Schuldbewusstsein haben ich bei EXnarz nur ganz rudimentär erlebt, allerdings war die Scham bei ihm übergroß. Bei meinen ganzen Recherchen zum Thema Narzissmus las ich irgendwann einmal, dass der Unterscheid zwischen Ideal-Ich (also Maske, so wie die Narzissten gern wären) und Real-Ich(so wie sie dann tatsächlich agieren) übergroße Scham bei ihnen frei setzt.
Das mit den tausend Fragen, das macht mich manchmal irre, deswegen auch das Gedankenkreisen....Auch das mit der Hoffnung kenne ich, da ist noch irgendwo in mir so ein ganz kleines Stückchen Hoffnung, dass der jekyll nicht ganz gelogen sein möge...
@Windbraut
Zitat:ohje ihr armen alle! ja das schuldthema ist echt enorm, wie das bei allen wirkt... falls es tröstet: bei mir ists durch dieses Forum besser geworden...immer wieder holts mich ein- aber lang nicht so wie anfangs... Smile
was ich mich zur zeit frag ist ob meine krassen unfälle, die ich seit ich den narz in meinem leben hab immer wieder hab- ob das zufall ist oder verletz ich mich da immer selber, weil ich mich nicht mehr spühr? den kontakt zu mir verloren hab? sie sind immer passiert, wenn wir im off waren.. und sie machen mir irgendwie angst. ist das ne art von selbstverletzung?
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in puncto Schuld sagen mir meine Freunde, dass sie an mir in Bezug auf Narz einen übergroßen Hang zur Selbstkritik festgestellt haben. Nun weiß ich aber auch, dass Frauen generell eher die Schuld bei sich suchen, während Männer diese eher von sich weisen, aber ich frage mich auch, inwieweit das Resultat einer solchen narzisstischen Beziehung ist. Irgendwie habe ich noch Probleme damit, zu sagen, es war alles seine Schuld, zu sehr ist in mir das Denken verankert, zum Tango gehören immer zwei.
Also ihr seht, mit dieser Schuldfrage mühe auch ich mich noch immer ab.
Ich glaube allerdings nicht Windbraut, dass es sich hier um Selbstverletzung handelt. So wie -ich glaube es war Polaris- schreibt, bist du wohl dann überaus nervös und geht's daher dann nicht achtsam mit dir um.
Bei mir durchzog diese Nervosität das ganze Jahr 2013, ich habe da zum ersten mal begriffen, woher die Redwendung "Haare raufen" kommt, denn das habe ich tatsächlich getan. Allerdings wurde ich nicht im Off-Zustand nervös, sondern im On-Zustand. D. h. sobald ich mich in der Beziehung befand oder zurückkehrte, gings mir psychisch sooo sch..., dass ich mein Auto kaputt fuhr, den Fuß verletzte, nicht mehr an seiner Seite einschlafen konnte, nicht mehr essen konnte etc.
Mein ganzer Körper, meine ganze Psyche signalisierten mir: "Nur weg!"
LG
Kimberly