@ gabi
liebe Gabi das mit dem Hasenfutter ist ja richtig gut. So herzhaft wie vorhin als ich das las, lachte ich schon lange nicht mehr.
Meiner war ja bis jetzt Motorradfreak. Das hat er bei mir angefangen.
Mit seiner Neuen zwischen uns kaufte er sich einen Mega Tourer, als er wieder zurückkam, kapierte er das ich keine Sozia bin, sondern weiterhin alleine mit meinem Motorrad fahre.
Eines Tages rief er vom Geschäft aus an, " ich solle mich richten, er würde mir was zeigen wollen". Muß dazu sagen zuvor bockte er wieder mehrere Wochen. Ich eigentlich keine Lust ging aber mir. Im Auto sagte er dann zu mir, " entweder er kaufe sich jetzt eine Harley oder er ziehe aus". Wir fuhren in den Harley-Laden, er zeigte mir die Maschine wo er schon alles vorbereitet hatte und ich sollte mich wieder für des großen Jungen´s neuem Spielgefährt begeistern.
Ich hatte eine stink Laune. Er kaufte. Dann übers Internet Harley Hose-Jacke-Helm. Er war dann wieder der Coole.
Doch bald wunderte ich mich, da er keine Lust mehr hatte, große Touren ( ein paar Hundert Kilometer zu fahren).
Im nächsten Frühjahr, gerade als ich die erste Chemo hinter mir hatte, suchte er wieder, jetzt mußte es eine GS von BMW sein aber auch ein Sondermodell, das nicht jeder hat, nagelneu, schweineteuer. Er bat mich, niemandem zu sagen, was das Ding wirklich gekostet hat. Er meinte, da könnte ich auch mitfahren. Toll, mein Körper war und wurde noch mehr von den Chemo´s zerstört und er denkt an´s Motorradfahren.
Da sieht man doch, wie so ein Narz nur an sich denkt, selbst wenn die Frau auf dem Zahnfleisch daherkommt.
Es war ja immer sein Geld das er ausgab. Ich hatte nur Glück das ich gutes Krankengeld bezog, sonst wäre ich wahrscheinlich verhungert und hätte meine hohen Anteile für die Medikamentenkosten nicht mehr zahlen können.
Denn dazu gab er nie einen Beitrag.
@ rosenrot
deiner war aber der Prototyp in Sachen Geiz, da war meiner ja noch relativ human.
Doch als ich irgendwann letztes Frühjahr in den Einkaufsstreik ging, kaufte Er nur noch kleine Tütchen mit ein paar Lebensmitteln und immer die selben. Er fragte nie, was soll ich mitbringen, als ich noch zahlte war der Einkaufswagen meistens voll und Fleisch aus der guten Metzgerei.
Im Februar waren wir mit Bekannten in seinem Vereinsheim beim Forellenessen, damals schmollte er schon ganz schön. Ich bat den Kellner gegen 23 Uhr zu zahlen, mein Mann saß weiter unten am Tisch, da sagte ich zum Kellner, das von Ihm auch auf die Rechung. Da meinte er, es sei schon erledigt.
Ich war wieder mal fassungslos. Er war zu geizig meine 10,80€ zu übernehmen.
3 Tage vorher borgte er seinem Sohn und deren Freundin ( die beide arbeiten) 3000,- € für ein Auto damit sie bei der Bank keine Zinsen zahlen müßen. Beim Vater können sie es 100,--€ weise abstottern.
Da lief bei mir das Fass langsam über.
Vor kurzem sah ich Next in unserer Dro. im Ort, glücklicherweise rechtzeitig von hinten am Parfümregal. Sie schaute hin und her. Angezogen in einer Jeans das sah aus wie wenn sie 3 mal zu groß wäre und altbackener Lederjacke. Draußen hatte es 25 Grad. Ich zahlte an der Kasse und machte mich zum Auto, keine Minute, da kam sie raus und lief in den Takko, kam aber auch gleich wieder heraus.
Ja die schätze ich auch als pfennigfuchserisch ein. Eingekauft hatte sie nicht wirklich viel. Vielleicht mußte sie für Schatzi Rasierschaum kaufen und mehr wie notwendig gibt es nicht. Dann paßt sie ja zu ihm!
Mich hatte er immer wieder mal zynisch angemacht zwecks meinem selbständigen Beruf. So eine abfällige Bemerkung, " was für eine tolle ........". Aber mit meinem Geld lebten wir ganz gut und schön!
Alle seine Wünsche konnte er sich nur so erfüllen, wenn er für seine Frau hätte finanziell aufkommen müssen, wäre manches Spielzeug nicht möglich gewesen.
Vielleicht brauchten wir ALLE erst diese Lebenserfahrungen mit den Narzen, das wir selbst erkennen, wo wir die Grenzen HÄTTEN ziehen sollen.
Heute ist mir auch die Bedeutung seiner oft so eiskalten Augen und abwertenden und ignorierenden Blicke, wenn er abends vom Sofa aufstand und ohne einen gute Nacht Gruß nach oben in´s Bett ging.
