Kimbi (darf ich?

Find diese Namensgebung so süß)
Zitat: Das einzige, was uns bleibt, ist unser Bauchgefühl, unsere berühmte Intuition, aber auch das wird es schwierig, denn es besteht durchaus eine Diskrepanz zwischen Bauchgefühle habe und diese bewerten.
Ja und aus diesem Grund habe ich auch die Kernbergpassage kopiert. Man kann sich mit dem psychologisieren auch ganz schön verrennen. Manchmal sollte man sich sogar vielleicht Rat bei einem Analphabeten suchen, einem Herzensmenschen, der genau fühlt und sich nicht durch Gedanke in die Irre führen lässt. Meine das nicht wirklich so, sondern als Tendenz.
Zitat: Nehmen wir mal das Beispiel, dass ich irgendwo las: Mann kommt im Himmel, sieht alten Kumpel mit junger Frau auf dem Schoß, sagt zu diesem, "Mann, bist du aber von Gott belohnt worden. Antwortet der Kumpel: "Nicht sie ist meine Belohnung, sondern ich ihre Strafe!"

köstlich!
Zitat: Ich glaube, darin liegt die ultimative Macht, nämlich dem anderen zu zeigen, sieh her, wie unwichtig du mir eigentlich schon immer gewesen bist, wie sehr du dich auch über das, was war getäuscht hast, wenn ich dich jetzt quasi von heut auf morgen sang- und klanglos völlig unberührt entsorgen kann.
Die Botschaft lautet: "Du bist nicht!" Und wenn wir nicht existieren, so können wir auch nichts wert sein. Die absolute Entwertung!

Ja, es geht eben NICHt um Lösungssuche, sondern immer nur um Macht.
Zitat: Dann ist es auch verständlich, dass man so, wie du Bella, sich wenigstens eine klitzekleine Hooveringaktion herbeisehnt, weil sie den Anschein erweckt, wenigstens einmal Oberwasser zu haben, aber auch, weil sie die Message: "Du bist nicht!" ein wenig umkehrt in "Ein bisschen bist du doch!". Und damit hat er die Macht, er bestimmt über unseren Wert oder Unwert.
Sehr schön erfasst.
Mir ist erst nach nem knappen Jahr aufgegangen, dass es absolut verrückt ist, nicht mal nach dem Ex nachzufragen, sich nicht mal zu fragen, sag mal, hab ich dies und das beigetragen, falsch gemacht?....Nichts und wieder Nichts. Das ist etwas, was mich bis heute erstaunt. Ich habe auch normale Trennungen hinter mir. Da kam im nachhinein immer irgend etwas...Anerkennung für die gemeinsame Zeit, Selbstreflexion, Nachfragen, mal Tränen, mal abschließende Worte....Nicht so bei einem Narz. Ich war allerdings inzwischen so bedürftig, dass mir so lange Zeit nicht mal mehr auffiel, dass diese Art der Trennung einfach nur krank ist. Ich wartete auf ein Hoover-Bummerang, ich sehnte mich- nach irgend etwas. DAS wollen Narze auch bewirken ABER was sie nicht kapieren ist, dass das immer nur so lange wirkt, wie ein Mensch durch sie betäubt und ausgehungert ist.
Wer es schafft, sich aus diesen Fängen zu befreien, dem bleibt kein schöner Rückblick auf die Beziehung, dem bleibt keine Sehnsucht.
Was uns lange an sie bindet (auch nach der Trennung), was uns sie vermissen lässt, sind m.E.nicht die schönen Gemeinsamkeiten, sondern das, was fehlte, die unerfüllte Sehnsucht. Das ist ja ihr Machtmittel: sich entziehen, den anderen als nicht existent hinstellen. Man kämpft noch immer um das, was in einer normalen Beziehung die selbstverständliche Basis ist, ist folglich sogar für Hoovering dankbar.
Ein normaler Mensch bindet einen durch Bereicherung, durch das Geben, ein Narz durchs Aushungern, Verweigern.
Darum blickt man langfristig auf normale Beziehungen mit auch guten Gefühlen zurück, auf Narzbeziehungen aber nicht.
Und hier beginnt der Sturz des Narz

Wie hier jemand so klug schrieb, sie leben im MOMENT (darum abrupter Beziehungsabbruch möglich), sie leben nicht substantiell, sie leben nicht bezogen und es bleibt bei ihnen selbst schlussendlich eine große Leere- und das wissen sie im Grunde.
Sie sind wie die grauen Herren in Momo. Leere Hüllen (mit vielen Überlebensmasken), wir WAREN ihre Zig.. Sie aber bleiben graue Herren. Seid also getröstet.
