Zitat von Tina87:Es ist und bleibt für mich eine "Schicksalsbeziehung", sonst wäre er "abgehakt"!
Was ist Schicksal?
Wenn uns etwas passiert, z.B ein Unfall oder ein Glücksfall, etwas worauf wir keinen Einfluss haben, dann müssen wir zuerst einmal dieses Schicksal annehmen.
ABER entscheidend ist doch, was wir nun mit und aus diesem Un-/Glücks-Fall machen, was wir daraus lernen, wie wir damit umgehen, wie wir aus diesem Schicksal heraus unser weiteres Leben gestalten.
Tief in unserem Inneren wünschen wir uns einen Menschen, der uns liebt und annimmt, uns schützt und vertrauensvoll begleitet, möglichst unser ganzes Leben lang. Ein tiefer URwunsch, der aus der Kindheit kommt.
Mit diesem Wunsch tief in unserer Seele sind wir Narz begegnet, nennen wir es mal Schicksal (obwohl wir eine Wahl hatten).
Er wusste sehr genau, was er sagen und tun musste, um uns in den Glauben zu bringen, dass er und nur ER diesen Wunsch erfüllen kann. Solange wir dieses Spiel nicht durchschaut haben, solange ging das auch mehr oder weniger gut. Irgenwann haben wir erkannt, dass das alles nicht wahr ist, nur eine One-Man-Illusions-Show, bei der wir die Assistenz hatten.
Nun stehen wir aber vor den Scherben unseres Lebenstraums und das ist verdammt bitter.
Nach dieser Erkenntnis haben wir jedoch Wahlmöglichkeiten. Spätestens ab jetzt ist es kein Schicksal mehr, was mit uns in Zukunft geschieht. Es ist Selbstverantwortung.
Wir können uns einerseits wieder in diese zermürbende, kräfteraubende Achterbahn-Talfahrt begeben, und Narz unser Leben und unser Herz in seine Hände legen. Das ist der augenscheinlich einfachere Weg, der uns nirgenwohin führt und uns alle Würde und Selbstachtung raubt.
Oder wir wenden uns von dieser Illusion, die Narze versprechen ab, begraben diesen ewigen Traum bzw. reduzieren ihn aufs Machbare und Realistische, und nehmen unser Leben und unser Herz in unsere eigenen Hände.
Das ist der schwierigere und schmerzlichere Weg, auch weil er Abschied nehmen vom Traum bedeutet.
Aber ein Weg, der uns zu uns SELBST, zu unserem wahren Wesen führt. Ein Weg, der weitsichtig ist und sich für uns lohnt zu gehen.
Und eine Entscheidung zu treffen für unser Wohlbefinden und für ein würdiges, aufrechtes und wahrhaftes Leben ist kein Schicksal mehr, sondern Selbstbestimmung.