Liebe Carmelita,
herzlich willkommen. Sei beruhigt, bei mir jährt es sich bald und dennoch kommen immer wieder mal Trauer oder Niedergeschlagenheit hoch. Jeder Mensch ist individuell, so eben auch seine benötigte Verabeitungszeit. Ich glaube, ich selbst bin diejenige, die am ungeduldigsten mit sich selbst ist. Ich will das nicht mehr! Nun meine Seele hat sich aber entschieden, doch etwas länger zu brauchen...
@Saxana
Zitat:Meine psychologin erklärte es mir so: man kämpft und kämpft, versucht dies und das, hält sich aufgrund zu großem optimismus immer noch auf den beinen, obwohl längst fallen angesagt ist - und entwickelt dann daraus eine dekompensations-depression.
Bei mir war es gar kein Kämpfen in dem Sinne, Narz passte ja auch auf, dass er seine Homebase bei der Stange hält und die Homebase wähnte sich glücklich. Aber irgendwann im Sommer vor der großen Krise zeigte er mal bindungsfernes Verhalten, tja, und da hat dann mein Bauchgefühl, meine Intuition oder was auch immer 1 zu 1 zusammengezählt (alle Ungereimtheiten der Vergangenheit)und mir signalisert, hier stimmt was nicht.
Natürlich, gemäß den Gesetzen der narzisstischen Kommunikation, wurde mir von ihm klar gemacht, dass meine Wahrnehmung falsch sei und alles in bester Ordnung wäre. Seine Selbständigkeit paar Monate später waren dann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Fasst schien es so, als wenn sämtliche Verdrängungsmuster auf einmal zusammen gebrochen wären. Doch zunächst kapierte ich das nicht und suchte das Problem in mir selbst. Voila. das Ergebnis war eine Depression!
Als ich dann bei Hierigoyen las, dass viele Opfer sich in Therapie mit einer Depression begeben, dieses aber nicht tun, weil sie denken, an ihrer Partnerschaft stimme was nicht, sondern weil sie denken, sie haben ein Problem, da fiel es mir dann wie Schuppen vor die Augen. Ich möchte nicht wissen, wei viele Narzissmusgeschädigten ob ihrer vermeidlichen Verlustängste sich in Therapie begeben, ohne zu ahnen, dass der Aggressor ihr Partner ist.
Wie sagte ein Bekannter, die Depression ist ein letzter Hilfeschrei der Seele.
Hierigoyen beschreibt auch, dass bei diesen Depressionen aufgrund einer destruktiven Partnerschaft die Antidepressiva versagen, nun, auch bei mir schlugen sie nicht an. Das Problem waren ja keine chemischen Dysfunktionen in meinem Hirn, sondern mein Partner!
LG
Kimberly