Zitat von Phoenix07:Es blieb bei (m)einer Illusion, denn was ich sah, war ein zweckerfüllendes grandioses Schauspiel.
Für mich war schon sehr früh in meinem Leben klar, dass ich jeden Menschen als göttliches Wesen anerkenne. Ob ich ihn nun leiden kann oder nicht. Mensch ist Mensch und ein wundervoller Ausdruck den göttlichen All-Eins-Sein. Sorry, wenn ich mich jetzt mit meiner Überzeugung sehr weit aus dem Forumfenster lehne, aber anders kann ich dann eben auch nicht erklären, dass ich nicht so digital sagen kann: 'Der Kerl ist ein sagenhafter Schauspieler, ein Imitator jeden menschlichen Gefühls aber ohne eigene innere Regung... usw.usf.'
Ich fühle mich außer Stande diesen Menschen als schlechter oder unwerter einzustufen, als mich selbst. Ich bin ein wundervoller, wertvoller Mensch und das könnte er auch sein (dieses Bewusstsein könnte er auch für sich haben, wenn er bewusst sein könnte), wenn er in seinen Rudimenten nicht so schwer gekappt worden wäre. Vielleicht ist da auch etwas weniger Vermögen, einen Zugang zu sich selbst zu finden, aber ich bin fest davon überzeugt, dass es bei einer NPS nie um etwas rein Absichtsvolles geht. Im Gegenteil.
@Medium, sei mir nicht bös', du bist mir zu digital. Zu einspurig, zu schubladisierend. Vieles von dir liest sich für mich wie eine Gebrauchsanweisung. Punkt a, Punkt b, Punkt c... da fehlt mir der Sinn für die individuelle Geschichte, die anderen Erfahrungen, die ein Mensch gemacht hat und die ihn dir ungekannt machen, bis du auf andere Weise auf ihn eingehst, ihm zuhörst und ihn verstehst.
Meine Erfahrung mit N. ist/war meine Möglichkeit, mich neu zu sehen, meine dunklen Ecken zu beleuchten, durch den rasenden Schmerz, den er mir immer wieder zufügen durfte und den ich nicht hätte verstehen können, wenn ich nicht mich und nicht ihn hinterfragt hätte. Es waren heilende 6 Jahre, die jetzt ihren Abschluss in der wundervollen Erkenntnis für mich finden, dass ich mich selbst und alles, was sich in meinem Ausdruck, in meiner Lebensäußerung manifestiert, absolut wertzuschätzen in der Pflicht bin. Ich muss mich geradezu ernst nehmen und wert schätzen und schützen, wenn ich eine gesunde Beziehung zu mir selbst haben möchte und anderen ein gesundes Gegenüber sein möchte.
Dass ich N. begegnet bin konnte doch nur passieren, weil dieser wertschätzende Gedanke ganz tief vergraben war. Ich war doch nur ein Schatten meines selbst und schien vielleicht im Leben stehend und mich selbst liebend. Aber da war noch so viel nicht bewusst.
Ich bin heute viel bewusster. Da geht für mich der Weg weiter.