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Erfahrung mit Narzissten - Trennung bewältigen

S
Zitat von Endlichfrei:
Ich habe ihn los. Ich habe ihn losgelassen. Ich habe meine Verantwortung für ihn und seine Gefühle, seine armen kleinen Gefühle, die in seiner Kindheit niemand sehen und wertschätzen wollte, losgelassen. Ich war so tief involviert, so absolut gefangen von ihm und dem, was er mir gespiegelt hat, dass ich mich ganz aus den Augen verlor und gar nicht begriff, wie sehr sein Dings und seine Art mit mir unzugehen, mit mir und meiner Art mit mir selbst umzugehen zu tun hat.

Warum sollte einer aufstehen und mich schützen wollen, wenn ich mich selbst nicht wertschätze? Was könnte dieser Mensch schützen wollen? Mich, eine Frau, die sich weniger wertschätzt als Menschen, die sich noch weniger wertschätzen?


Das hast du wirklich toll geschrieben, liebe endlichfrei!
Ein satz, der mir in die seele springt!
Ja klar habe ich den inhalt schon tausendmal gelesen, im netz, in büchern und von den vielen tollen menschen hier, aber noch nicht so verpackt!
Ich finde mich da voll wieder!

Lg saxana

#6256


Endlichfrei
Zitat von saxana:
Ja klar habe ich den inhalt schon tausendmal gelesen, im netz, in büchern und von den vielen tollen menschen hier, aber noch nicht so verpackt!
Ich finde mich da voll wieder!

Lg saxana


Saxana, ich danke dir für dein wundervolles Kompliment. Das zeigt doch nur das Gesetz, dass jeder seinen Deckel findet, jeder hat seine Entsprechung, seine Schwingung, auf die er reagiert. Das finde ich wundervoll, und da auf meine Texte eher wenige reagieren, habe ich für mich begriffen, dass nur wenige ticken wie ich und dann finde ich es doppelt toll, wenn ein Mensch was mit meinen Texten anzufangen weiß und damit zu seinen Gunsten spielen kann.

Ich habe natürlich schon Menschen hier getroffen, die eine Meinung hatten, die für mich stimmig ist. Das ist etwas, das gut tut. Menschen, die so tun als ob, gibt es überall. Aber Menschen, mit denen man sich konfrontieren kann und die dann ehrlich sich selbst sind und ihre Meinung sagen, sind eher selten.

Liebe Grüße erstmal.

#6257


A


Erfahrung mit Narzissten - Trennung bewältigen

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E
Ihr Lieben,

ich bin nach wie vor unglaublich froh, dieses Forum gefunden zu haben. Mittlerweile glaube ich ja, nahezu alles gelesen zu haben, was das Internet zum Thema Narzissmus und narzisstischen (bzw. missbräuchlichen) Beziehungen zu bieten hat. I

Es verschafft mir unheimlich viel Erleichterung, jetzt so vieles verstehen zu können, was mich in der Beziehung einfach nur verwirrt zurück gelassen hat. Vor allem dieses projizieren der eigenen Unzulänglichkeiten und Schwächen auf das Gegenüber (in dem Fall mich). So sagte meiner zum Beispiel mal (natürlich sehr vorwurfsvoll) zu mir, ich sei seine einzige Bezugsperson. Dabei stimmte das gar nicht. Obwohl ich in seine Stadt gezogen war, traf ich mich und telefonierte regelmäßig mit verschiedenen Freunden oder Familienangehörigen. ER war derjenige, der jeden Abend nach der Arbeit nach Hause kam und mit niemandem außer mir etwas unternahm. Gerade für diese Projektionen finde ich im Nachhinein unzählige Beispiele.

In den vergangenen drei Monaten seitdem der N sich von mir getrennt hat, habe ich neben dem unglaublichen Schmerz vor allem unter dem Verlust meiner Lebensenergie gelitten. Ich fühle mich so ausgelaugt. Mehr als es je während der Beziehung der Fall war. Aber gut. Ich habe mittlerweile erkannt, dass ich durch die Zeit mit ihm, oder eher gesagt, durch sein Verhalten mir gegenüber traumatisiert bin. Es fühlt sich wirklich so an, als ob alle Gefühle, die ich während der Beziehung nicht artikulieren durfte, all die Verletzungen, die ich unterdrückt habe, jetzt an die Oberfläche drängen. Das ist zwar gut für meine Heilung, kostet natürlich aber unheimlich Kraft.

Gestern kam mir aber ein Gedanke, der meine Lebensgeister wieder geweckt hat. Und zwar: Er wollte/will mich zerstören. In den Wochen vor der Trennung bin ich ja zunehmend aus der mir zugedachten Rolle des uneingeschränkten Bewunderers ausgestiegen und habe ihm immer und immer wieder den Spiegel ins Gesicht „geknallt“. Ich habe ihm mehrfach in aller Deutlichkeit gesagt, dass er sich in einer Welt eingerichtet hat, in der immer nur die anderen alles falsch machen und er das Unschuldslamm ist. Ich forderte ihn auf eine Liste zu machen, was meine Fehler in der Beziehung seien und was seine. Und außerdem eine Liste, was sein ehemals bester Freund in ihrer Freundschaft falsch gemacht hatte und was seine Anteile wären. Ich sagte ihm auf den Kopf zu, ich wette, dass die meine und die Seite seines besten Freundes ellenlang, seine dagegen absolut „rein „ sein würden. Außerdem hielt ich ihm vor, dass er immer nur jammere, aber nichts, aber absolut gar nichts tue, um an seinen Problemen etwas zu ändern. Das sind nur zwei Beispiele. Ich bekomme immer wieder die Rückmeldung, dass ich die Dinge sehr klar sehe und ich scheue mich dann auch nicht, sie wiederum genauso klar auszusprechen. Der "arme" N wurde also ständig mit seinem Real-Selbst konfrontiert und das hat er einfach nicht länger ausgehalten.

Fazit: Ich habe ihn durchschaut und muss deshalb zerstört, der Spiegel muss zerschlagen werden. Er versucht das, in dem er mir nahezu alles nimmt, was mir etwas bedeutet oder mich glücklich gemacht hat: Meinen Garten, meine schöne Wohnung, meinen Traum von einer gemeinsamen Zukunft und natürlich zuletzt, meinen Freund, meinen Gefährten und meinen Vertrauten. Warum weckt dieser Gedanke jetzt meine Lebensgeister? ICH LASSE MICH DOCH NICHT VON SO EINEM WICHT ZERSTÖREN! NIEMALS! Nein, das schafft dieser armselige Wurm nicht. Wenn der Schmerz vorüber ist, werde ich stärker und glücklicher sein als je zuvor, das weiß ich genau. Alles, was er mit seinem Verhalten zerstört, ist doch nur sich selbst! Womit wir wieder bei der Projektion wären… Und er raffts nicht mal.

Fühlt euch ganz lieb umarmt von
eurer elim

x 1 #6258


F
Hallo elim,

ich kann dem nur zustimmen - ich dachte auch, dass ich schon irre viel über "IHN" gelesen hätte, aber ich weiß noch laaaang nicht alles, aber das MUSS ich auch nicht, denn "Endlichfrei" hat mir das Gefühl bestätigt, dass das Wichtigste NACH dem Narz, der Weg zu sich selber ist & den beschreite ich jetzt konsequent.
Ja elim, er ist ein Wurm & er ist für mich perse´ bedeutungslos geworden (trotz gemeinsamen Kleinkindes!) - ich spüre, dass er eine Bremse in meinem Leben war - ich habe zu viel Zeit mit ihm verbummelt & jetzt habe ich noch viel vor.

Was du beschreibst, wie die zerstörerische Zeit los ging, nachdem die Maske bei ihm fiel, habe ich noch in den Kleidern sitzen - sein Hass, seine zerstörerische Wut kamen mit einer Wucht auf mich zu, dass ich glaubte, mich niemals mehr davon erholen zu können, aaaaaaber ich habe es geschafft & habe ihn aus meinem Leben endgültig verbannt!

#6259


J
Ich habe dich erkannt
Ich weiß jetzt was du bist
Und doch vermisse ich den
Der nur durch mich gewesen ist
Du warst auch meine Marionette
Ich habe dich bewegt
Ohne mich und meine Kette
Hat sich nichts in dir geregt
Das war mein Teil der Macht
Viel mächtiger als deiner
Ich bin auch ohne dich
Du bist alleine Keiner

x 4 #6260


E
Wow, Jordis.

Das ist echt so wahr...

x 1 #6261


J
Zitat von elim:
Wow, Jordis.

Das ist echt so wahr...



Danke elim.

#6262


J
Als ich heute rumgeheult habe, und mir dieses Gedichtchen aus dem Kopf tropfte, dachte ich, vielleicht vermisse ich gar nicht diesen Narz, sondern meine Macht über ihn, die ja tatsächlich viel größer ist, als seine es je war und sein könnte. Das gibt mir gerade zu denken. Nicht, dass ich meine Täterin zu sein, ich habe nicht aus niederen Beweggründen gehandelt, sondern um der Liebe Willen. Aber trotzdem... Ich denke darüber nach. Jedenfalls ist klar, ohne Spiegelobjekt sind sie blind und tot. Wir haben sie bewegt. Das ist doch irgendwie ein Knaller.

x 1 #6263


J
Wenn ich mich jetzt einmal in deren Lage versuche zu versetzen, dann ist auch klar, dass es ihnen Angst machen muss. Da ergreift jemand die Kontrolle und sie tanzen. Dass sie dagegensetzen ist auch logisch, weil die Abhängigkeit viel zu groß ist. Also manipulieren sie, um wenigstens einen Teil der Macht zurück zu bekommen, oder wenigstens das Gefühl, eine tanzende Wurst zu sein, loszuwerden. Trotzdem sind sie viel abhängiger als wir, sind wir doch der schönste Spiegel, der beste Fädenzieher. Hahaha, das belustigt mich gerade. Abgesehen davon, dass ich auch ein bißchen Angst vor mir selbst bekomme.

#6264


S
Wow, jordis, hast du ein talent, solche gedichte mit so einem sinn zu schreiben!
Bin grade total platt...

Jetzt muss ich leider erst mal schlafen, aber morgen lese ich mir noch mal alles genau durch!
Du bist gut! Sehr gut!

Hey, idee, narz-gedichte-buch!
Du kommst groß raus...
Und er sieht besch...en aus...

Lg saxana

#6265


J
Zitat von saxana:
Wow, jordis, hast du ein talent, solche gedichte mit so einem sinn zu schreiben!
Bin grade total platt...

Jetzt muss ich leider erst mal schlafen, aber morgen lese ich mir noch mal alles genau durch!
Du bist gut! Sehr gut!

Hey, idee, narz-gedichte-buch!
Du kommst groß raus...
Und er sieht besch...en aus...

Lg saxana


Guten Morgen, liebe saxana.

Danke, ich freue mich, dass es Dich anspricht.
Und über das Narz-Gedichtebuch musste ich lachen, das tat gut.

Mir fällt es seit gestern wieder schwerer. Warum? Weiß ich doch was los ist.
Manchmal frage ich mich, ob dieses Vermissen und Trauern Gefühle sind, die mich vor dem Gefühl, betrogen worden zu sein, schützen. Weil dieser Betrug auch immer einhergeht mit der Tatsache nicht geliebt worden zu sein. Nicht liebenswert zu sein. Nicht auszureichen, ungenügend. Und das macht wiederum ein Schuldgefühl, weil man ja fehlerhaft ist und dieses Schuldgefühl will ich nicht, weil ich weiß, ich habe keine Schuld und es ist falsch. Ein dauernder Kreislauf von Annehmen und Verweigern. Irgendwie ähnlich wie in der Beziehung. Ich will das einfach nur abhaken und weitergehen, doch ganz so leicht ist das nicht.
Ich habe eine Therapeutin gefunden, aber ich fühle mich nicht richtig verstanden. So fragte sie mich in der ersten Stunde, was so toll an der Beziehung war, dass ich dort geblieben bin. Ich dachte mein Schwein pfeift. Sie hat die Psychodynamik der Abhängigkeit nicht begriffen. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich das ausräumen kann. Ich komme mir vor, als müsse ich mich rechtfertigen, für das, was mir passiert ist. Als hätte ich das so entschieden. Ich weiß, da sind Anteile von mir, die diesen Machtmissbrauch ermöglichten, doch lasse ich mir nicht Schuld geben und nehme diese auch nicht an. Jedenfalls nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
Meine Güte, ich wollte mit ihm alt werden. Und er hat mich belogen, als er dasselbe behauptete. Er hat mich nie gemeint, es ging ihm nie um mich.
Das ist nicht meine Schuld, dass ich ihm geglaubt habe. Es ist seine, dass er mich belogen hat.
Es ist ja gerade so, als würde man für normale moralische Werte abgestraft.
Warum soll ich denn annehmen ich werde belogen? Das würde doch ein krankes Misstrauen voraussetzen. Ich bin niemals davon ausgegangen, dass ein Mensch ohne Not lügt, nur um zu manipulieren. Ist das mein Fehler? Meine Schuld? Nein. Ist es nicht.

#6266


J
Nicht für die Narze.

Für uns Mädels...

#6267


H
Hallo ihr Lieben,
ich schreibe hier auch mal wieder. Ich bräuchte eure Meinung....
Mir geht es wieder sehr schlecht und ich komme aus der Trauerphase einfach nicht heraus. Denn ich arbeite gegen mich! traurig
Ich habe etwas getan, was mir meine Therapeutin strikt verboten hatte:
Letzte Nacht konnte ich wieder nicht schlafen und fing an, alte Mails und SMS von ihm zu lesen. Ich versuchte, zwischen den Zeilen zu lesen und vieles umzudeuten und fing an, mir wieder "hätte"-Fragen zu stellen. Hätte ich doch nur....
Warum quäle ich mich so? Was erhoffe ich mir davon?
Vielleicht liegt es daran, dass mir noch so viele Fragen im Kopf herumschwirren. Fragen, die mir niemand mehr beantworten kann!

#6268


J
Zitat von Herbstfee2014:
Hallo ihr Lieben,
ich schreibe hier auch mal wieder. Ich bräuchte eure Meinung....
Mir geht es wieder sehr schlecht und ich komme aus der Trauerphase einfach nicht heraus. Denn ich arbeite gegen mich! traurig
Ich habe etwas getan, was mir meine Therapeutin strikt verboten hatte:
Letzte Nacht konnte ich wieder nicht schlafen und fing an, alte Mails und SMS von ihm zu lesen. Ich versuchte, zwischen den Zeilen zu lesen und vieles umzudeuten und fing an, mir wieder "hätte"-Fragen zu stellen. Hätte ich doch nur....
Warum quäle ich mich so? Was erhoffe ich mir davon?
Vielleicht liegt es daran, dass mir noch so viele Fragen im Kopf herumschwirren. Fragen, die mir niemand mehr beantworten kann!



Liebe Herbstfee,

Du hättest gar nichts machen können. Vielleicht erhoffst Du Dir Erleichterung? Und ja, eine Erklärung. Aber ich gehe davon aus, Dir ist klar, dass Du mit einem Narzissten zusammen gewesen bist und, dass Du Dich über das Krankheitsbild informiert hast. Es gibt keine andere Erklärung, als die, dass Du mit einem Zombie zusammen warst. So ist das leider. Vielleicht rufst Du Dir das immer wieder ins Gedächtnis, die Gemeinheiten, die Demütigungen und die Boshaftigkeit. Dieses Wesen hasst Dich. Mache es Dir bitte klar, dann brauchst Du auch nichts umzudeuten. Alles Schöne war Theater. Alle Gefühle Deine Eigenen. Er hat keine. Ich schreibe das auch immer wieder für mich, um nicht wieder in dieselbe Falle zu geraten. Komm Herbstfee, lasse diesen Wurm los. Du brauchst weder ihn, noch sein Schauspiel. Ich habe alle Fotos und den Ellenlangen Whatsapp Chat gelöscht. Seine Briefe liegen in einer Kiste im Keller. Die Anziehsachen auch, aber die werfe ich morgen in den Müll. Meine Wohnung ist frei von ihm und wird es auch bleiben. Ich auch.
Alles Liebe für Dich.

#6269


E
Zitat von Jordis:
Mir fällt es seit gestern wieder schwerer. Warum? Weiß ich doch was los ist.
Manchmal frage ich mich, ob dieses Vermissen und Trauern Gefühle sind, die mich vor dem Gefühl, betrogen worden zu sein, schützen. Weil dieser Betrug auch immer einhergeht mit der Tatsache nicht geliebt worden zu sein. Nicht liebenswert zu sein. Nicht auszureichen, ungenügend. Und das macht wiederum ein Schuldgefühl, weil man ja fehlerhaft ist und dieses Schuldgefühl will ich nicht, weil ich weiß, ich habe keine Schuld und es ist falsch

Liebe Jordis, liebe alle,

wir sind nicht nicht geliebt worden, weil wir nicht liebenswert sind, sondern weil der N keine Liebe empfinden kann. Weder sich selbst noch anderen gegenüber. Das hat mit uns absolut gar nichts zu tun. Der N kann einfach niemanden lieben, da könnte kommen wer will. Es liegt an ihm und nicht an uns! Jede von uns ist liebenswert, völlig unabhängig davon, ob diese armseligen leeren Hüllen uns dieses Gefühl entgegenbringen.

@Jordis: Ich würde mir eine andere Therapeutin suchen. Ich weiß, dass es echt schwer ist jemanden zu finden, aber wenn sie die Abhängigkeitsdynamik nicht versteht, dann wird sie dir eh nicht helfen können. Ich war kurz nach der Trennung bei einem Therapeuten, dem ich erzählte, wie schlecht es mir in der Beziehung ging und dass ich selbst schon oft an Trennung gedacht hätte. Dass ich daher nicht verstehen könne, warum ich jetzt so leide. Darauf meinte er, dass es mein gekränktes Ego sei, weil ich verlassen wurde und nicht diejenige, die die Beziehung beendet hat. Das war dann auch mein letztes Gespräch bei ihm…

Zitat von Herbstfee2014:
…und fing an, mir wieder "hätte"-Fragen zu stellen. Hätte ich doch nur....


Liebe Herbstfee, was sind denn die Antworten auf diese „hätte“-Fragen. Was wäre denn dann anders gelaufen? Ich habe es nicht auf dem Schirm, hast du dich getrennt oder er?

Ich stelle mir natürlich auch ab und an diese „hätte“-Fragen. Ich versuche die dann aber ganz ganz schnell wegzuschieben. Zum einen hat es eh keinen Sinn. Es ist wie es ist, wir sind getrennt. Und dann frage ich mich auch immer, was das Ergebnis meines „Hätte“ gewesen wäre. Hätte ich nicht aufgemuckt, hätte ich mich noch mehr verbogen, hätte ich noch mehr Verständnis gehabt, dann wäre ich jetzt höchstens immer noch in einer völlig destruktiven, mich auslaugenden, niemals glücklich machenden Beziehung. Mein „hätte“ hätte niemals dazu geführt, dass er sich ändert und wir eine Beziehung auf Augenhöhe führen, in der nicht nur seine, sondern auch meine Bedürfnisse geachtet werden. Egal, was ich getan „hätte“, ich kann ihn nicht ändern, das kann nur er selbst!

Meiner hat sich von mir getrennt und mein Kopf weiß bereits, dass ich ihm irgendwann dafür dankbar sein werde. Ich wäre wahrscheinlich noch eine sehr lange Zeit nicht in der Lage gewesen, mich aus dieser abhängigen Beziehung zu befreien. So schmerzhaft es im Moment ist und so traurig ich auch bin, er hat mir die Chance gegeben, zu heilen, zu mir selbst zu finden und mir die Chance gegeben, früher jemanden zu finden, der mich wirklich als ganzen Menschen sieht und mich so liebt wie ich bin.

Ich schicke euch allen liebevolle Gedanken freunde
Eure elim

#6270


A


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