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wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

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Erfahrung mit Narzissten - Trennung bewältigen

J
Mir fällt noch ein, es geht doch darum, sich von seinem Einfluss zu befreien. Indem wir Briefe lesen, stellen wir uns wieder unter deren Scheffel. Und wieder packt einen die Verwirrung, die Zweifel, die Schuld, die Sucht.
Das geht so nicht. Ich will mich befreien und lese das nicht mehr. Ich bin selbst.
Diese "phantastische" Sucht werde ich los.

#6271


E
"Für Unternehmungen ohne Zukunft und Menschen ohne Herz ist das Leben einfach zu kurz. Verschwende es nicht an sie."

"Nicht jeder ist auserwählt in deinem Leben zu bleiben. Manche sind nur solange da, bis du eine bestimmte Lektion verstanden hast."

#6272


A


Erfahrung mit Narzissten - Trennung bewältigen

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J
Danke elim, für Deine Gedanken. Ja es stimmt genau, was Du schreibst.
Und das mit der Therapeutin... Ich befürchte das auch. Habe am Donnerstag das zweite Gespräch. Mir fällt es schwer, das aufzugeben, weil sie mir sagte, sie rechne eh mit einem Therapieabbruch meinerseits. Irgendwie ist das auch der Gipfel. Sie unterstellt mir etwas, im ersten Gespräch, nur aufgrund dessen, dass ich in dieser Beziehung war. Sie meinte weiter, sie könne sich vorstellen, ich sei gestörter als sie momentan denke. Was soll das denn heißen? Und ich... Merke da kommt jemand, der mir ein Schuldpaket in die Hand drückt und anstatt sofort aufzustehen und zu gehen denke ich, ach, die wird schon merken, dass sie sich irrt. Jetzt, nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, fühle ich mich besser. Irgendwie steht das alles auch genauso in dem Buch: Die Masken der Niedertracht.
Die Unfähigkeit der Therapeuten, mit Menschen wie uns und unseren traumatischen Erfahrungen umzugehen, ohne Schuld zuzuweisen. Vielleicht Suche ich mir niemanden mehr. Ich kann weitere Enttäuschungen gerade nicht gebrauchen. Auch keine Rechtfertigungen dafür, warum ich mich habe verraten lassen.
Danke euch allen.

#6273


P
Zitat von Jordis:

Ich habe eine Therapeutin gefunden, aber ich fühle mich nicht richtig verstanden. So fragte sie mich in der ersten Stunde, was so toll an der Beziehung war, dass ich dort geblieben bin. Ich dachte mein Schwein pfeift. Sie hat die Psychodynamik der Abhängigkeit nicht begriffen.


Liebe Jordis,

eine ähnliche Frage stellte mir meine Therapeuthin ebenfalls zu Anfang. Ich bin der Meinung, dass sie schon ihr Fach verstehen und nicht ohne Grund derartige Fragen stellen. Was ich dahinter sehe, sie wollen/müssen an unseren Antworten erkennen wo sie ansetzen müssen. Ich habe meiner Therapeuthin die und ähnliche Fragen beantwortet, ohne auf innere "Abwehr" zu gehen, und mich unverstanden zu fühlen. Das bewies sich als hilfreich für die Folgestunden, denn nun hatten wir die Begründung meines "Bleibens" und "reinfallens" auf N und seine Liebestour und setzten genau dort an.

Du schreibst, Du kommst Dir so vor, als müßtest Du Dich rechtfertigen.

IST es so? Mußt Du Dich rechtfertigen? Oder könnte es sein, dass sie etwas herauszufinden versucht und Du interpretierst ihre Fragen als "Schuldzuweisung"?

Jordis, versuch ein bißchen Vertrauen in Menschen zu haben, die helfen wollen. Probier´s mit ihr und wenn die Chemie nicht stimmt, und Du das Gefühl hast, Du kommst nicht weiter, kannst Du immernoch zu einem anderen Therapeuthen wechseln.

Vergiß nicht, (kurz) nach einer Trennung von solchem Typ Individuum ist man noch sehr verletzlich, verletzbar und sensibel. Manchmal auch ein wenig trotzig und ablehnend. Das kenne ich von mir....

LG,
Phoenix

x 1 #6274


H
Liebe Jordis,
liebe elim,

ich war mit einem Borderliner zusammen.
Wobei N. und B. viele Parallelen aufweisen. Erschreckend viele sogar!

Ja, es stimmt! Ich suche Erklärungen. Erklärungen dafür, was schief lief.
Erklärungen dafür, warum es zur plötzlichen Trennung kam.
Nachts lag ich in seinen Armen, da war ich noch die tolle Frau, die er niemals verlieren wollte. Da wollte er noch, dass ich glücklich bin.
Einige Stunden später macht er Schluss.

Ich habe zig Bücher gelesen, rede auch mit meiner Psychologin….dennoch werde ich es niemals ganz verstehen können - und suche immer noch nach Antworten!

Ja! Vielleicht sollte ich mehr an die Demütigungen und Kränkungen denken. Wie kalt und verletzend er manchmal war, wenn ich seinen Wünschen und Forderungen nicht nachkam.

Ich weiß ja, dass ich mit ihm keine erfüllende echte Partnerschaft hätte führen können. Es wäre nicht besser geworden.
Aber diese „hätte“-Fragen überfallen mich immer noch. Wie stellt man sie ab? Wie stellt man seine Gedanken ab, die vor allem abends kommen?

Jordis, ich war im letzten Jahr bei einer Therapeutin, die war für mich total ungeeignet.
Sie kannte sich mit Persönlichkeitsstörungen, wie Borderline, nur wenig aus.
Außerdem gab sie mir seltsame Tipps, wie z.B. wenn ich abends sehr traurig sei, solle ich aus dem Fenster in den Sternenhimmel schauen.
Ich habe das zweimal praktiziert; jedes Mal ging es mir schlechter und ich fühlte mich verdammt einsam.
Ich wechselte dann zu einer, die sich mit Borderline und Narzissmus sehr gut auskennt und auch welche in Therapie hat. Bei ihr fühle ich mich gut aufgehoben, wenn auch meine Fortschritte sehr klein sind und der Weg noch weit!
Sie stellt manchmal Fragen, die mir nicht gefallen. Ich sprach sie daraufhin an und sie meinte, sie müsse mich doch kennenlernen, ihr wäre wichtig, zu wissen, wie ich denke und fühle.

Jordis, aber ich finde es von deiner unverschämt, zu sagen, du seist gestörter als sie momentan denke. Wie kommt sie dazu?
Wir alle haben Schlimmes erlebt. Wir brauchen Unterstützung und Hilfe; keine neuen Schuldzuweisungen und Verletzungen. Das hatten wir bereits in der Beziehung!

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J
Hallo Phoenix,

ich empfinde das anders. Zumal die Fachliteratur zu diesem Thema auch der Ansicht ist, dass den " Opfern" zuerst einmal geholfen werden muss, dem beherrschenden Einfluss zu entkommen. Erst dann kann nach eventuellen Eigenanteilen geschaut werden, von denen ich im Übrigen weiß und diese auch gerne in einer Therapie anschauen werde. Vieles geht ja auch über das Gefühl. Gestern sprach ich mit dem Opferschutzbeauftragten der Polizei. Und was soll ich sagen... Ich fühlte mich sofort verstanden und aufgehoben. Ohne viel erklären zu müssen, stand dieser Mann hinter mir, an meiner Seite, er wusste sofort worum es ging und was mir passiert ist. So etwas habe ich bis jetzt noch in keiner Beratungsstelle für Frauen und auch sonst bei keinem Menschen erlebt. Er hat meine Wahrnehmung bestätigt und das mit anderen Fällen untermauert. Ein Mensch, der täglich damit umgeht. Eine Stunde habe ich mit ihm gesprochen und seitdem geht es mir deutlich besser.

Sicher Phoenix, ich bin empfindlich und verletzt und verhalte mich bestimmt anders als vorher. Gerade deshalb kann es nicht darum gehen, das zu bewerten, sondern zu gucken, wie ich aus dem Einfluss des Narz herauskomme.
Danke aber für Deinen Beitrag. Ich werde mir die Frau am Donnerstag noch einmal angucken.

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J
Zitat von Herbstfee2014:
Liebe Jordis,
liebe elim,

ich war mit einem Borderliner zusammen.
Wobei N. und B. viele Parallelen aufweisen. Erschreckend viele sogar!

Ja, es stimmt! Ich suche Erklärungen. Erklärungen dafür, was schief lief.
Erklärungen dafür, warum es zur plötzlichen Trennung kam.
Nachts lag ich in seinen Armen, da war ich noch die tolle Frau, die er niemals verlieren wollte. Da wollte er noch, dass ich glücklich bin.
Einige Stunden später macht er Schluss.

Ich habe zig Bücher gelesen, rede auch mit meiner Psychologin….dennoch werde ich es niemals ganz verstehen können - und suche immer noch nach Antworten!

Ja! Vielleicht sollte ich mehr an die Demütigungen und Kränkungen denken. Wie kalt und verletzend er manchmal war, wenn ich seinen Wünschen und Forderungen nicht nachkam.

Ich weiß ja, dass ich mit ihm keine erfüllende echte Partnerschaft hätte führen können. Es wäre nicht besser geworden.
Aber diese „hätte“-Fragen überfallen mich immer noch. Wie stellt man sie ab? Wie stellt man seine Gedanken ab, die vor allem abends kommen?

Jordis, ich war im letzten Jahr bei einer Therapeutin, die war für mich total ungeeignet.
Sie kannte sich mit Persönlichkeitsstörungen, wie Borderline, nur wenig aus.
Außerdem gab sie mir seltsame Tipps, wie z.B. wenn ich abends sehr traurig sei, solle ich aus dem Fenster in den Sternenhimmel schauen.
Ich habe das zweimal praktiziert; jedes Mal ging es mir schlechter und ich fühlte mich verdammt einsam.
Ich wechselte dann zu einer, die sich mit Borderline und Narzissmus sehr gut auskennt und auch welche in Therapie hat. Bei ihr fühle ich mich gut aufgehoben, wenn auch meine Fortschritte sehr klein sind und der Weg noch weit!
Sie stellt manchmal Fragen, die mir nicht gefallen. Ich sprach sie daraufhin an und sie meinte, sie müsse mich doch kennenlernen, ihr wäre wichtig, zu wissen, wie ich denke und fühle.

Jordis, aber ich finde es von deiner unverschämt, zu sagen, du seist gestörter als sie momentan denke. Wie kommt sie dazu?
Wir alle haben Schlimmes erlebt. Wir brauchen Unterstützung und Hilfe; keine neuen Schuldzuweisungen und Verletzungen. Das hatten wir bereits in der Beziehung!


Hallo Herbstfee.

Wie kommt sie darauf? Habe ich mich auch gefragt. Ich vermute, weil sich das alles total verrückt anhört und ein Mensch, der es nicht selbst erlebt hat, keine Vorstellung davon hat, warum Frau das mitmacht. Deshalb halte ich sie auch für ungeeignet. Würde sie sich auskennen, hätte sie nicht so ungläubig reagiert ob meiner Geschichte. Das ist mein Gefühl dazu und meine Gedanken darüber.

#6277


P
Zitat von Jordis:
..., weil sie mir sagte, sie rechne eh mit einem Therapieabbruch meinerseits. Irgendwie ist das auch der Gipfel. Sie unterstellt mir etwas, im ersten Gespräch, nur aufgrund dessen, dass ich in dieser Beziehung war.

Sie meinte weiter, sie könne sich vorstellen, ich sei gestörter als sie momentan denke.


Jordis,

das hab ich nicht gelesen. Hab wahrscheinlich zu lange mit meinem Post gebraucht.

Wenn das so ist, dann würde ich Deinem ersten Gefühl, was Du bei ihr hattest nachgehen:

Zitat:
anstatt sofort aufzustehen und zu gehen denke ich, ach, die wird schon merken, dass sie sich irrt.


Aus welchen Gründen sie diese Aussagen gemacht hat, ist für mich nicht nachvollziehbar. Fakt ist, dann ist sie definitiv nicht die Richtige für Dich. Man geht nicht immer gestärkt aus einer Therapiestunde heraus, manchmal auch traurig, weil es aufwühlt, aber man sollte niemals danach mit ungutem Gefühl, geschweige denn mit Ärger nach Hause gehen.

LG,
Phoenix

x 1 #6278


J
Liebe Phoenix,

ich glaube wirklich, dass es an der Geschichte lag. Sie sagte ja, ich wirke "normal" auf sie, aber anhand dessen, was mir passiert ist, wird sie wohl gedacht haben, es mit einer Irren zu tun zu haben. Weil sie sich einfach nicht vorstellen kann, dass es so etwas gibt. Sie sagte auch, dass sie mit Psychopathen nichts zu tun haben wolle. Dabei meinte sie allerdings nicht mich, sondern grundsätzlich. Aber wie soll das gehen, wenn ihre Klientin damit zu tun hatte und genau darunter leidet?
Danke Phoenix, dass Du nochmal nachgelesen hast.

#6279


J
Um das jetzt zum Abschluss zu bringen...
Was soll ich machen? Was meint ihr?
Soll ich ihr schreiben, auf den AB sprechen, noch einmal hingehen und es persönlich klären? Ich fühle mich schlecht, weil, wenn ich da nicht weitermache ihr Recht gebe. Sie sagte ja, sie rechne sowieso mit einem Therapieabbruch meinerseits. Obwohl wir ja noch gar nicht angefangen haben.
Ich weiß, ich sollte meiner Wahrnehmung trauen.
Ich weiß aber auch, dass diese ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Und jetzt möchte ich nicht wieder wie die Gestörte dastehen, von der ja eh nichts anderes erwartet wurde. Versteht ihr das?

#6280


P
Zitat von elim:
So sagte meiner zum Beispiel mal (natürlich sehr vorwurfsvoll) zu mir, ich sei seine einzige Bezugsperson. Dabei stimmte das gar nicht.


Das erinnert mich ganz stark an, ich sei die Einzige, der er vertraut und die Einzige ( grinsen ), der er alles erzählt.

Die Botschaft dahinter ist klar.

Zitat:
In den vergangenen drei Monaten seitdem der N sich von mir getrennt hat, habe ich neben dem unglaublichen Schmerz vor allem unter dem Verlust meiner Lebensenergie gelitten. Ich fühle mich so ausgelaugt. Mehr als es je während der Beziehung der Fall war. Aber gut. Ich habe mittlerweile erkannt, dass ich durch die Zeit mit ihm, oder eher gesagt, durch sein Verhalten mir gegenüber traumatisiert bin. Es fühlt sich wirklich so an, als ob alle Gefühle, die ich während der Beziehung nicht artikulieren durfte, all die Verletzungen, die ich unterdrückt habe, jetzt an die Oberfläche drängen.


Zitat von elim:
In den Wochen vor der Trennung bin ich ja zunehmend aus der mir zugedachten Rolle des uneingeschränkten Bewunderers ausgestiegen und habe ihm immer und immer wieder den Spiegel ins Gesicht „geknallt“. Ich habe ihm mehrfach in aller Deutlichkeit gesagt, dass er sich in einer Welt eingerichtet hat, in der immer nur die anderen alles falsch machen und er das Unschuldslamm ist. ....

Fazit: Ich habe ihn durchschaut und muss deshalb zerstört, der Spiegel muss zerschlagen werden. Er versucht das, in dem er mir nahezu alles nimmt, was mir etwas bedeutet oder mich glücklich gemacht hat: Meinen Garten, meine schöne Wohnung, meinen Traum von einer gemeinsamen Zukunft und natürlich zuletzt, meinen Freund, meinen Gefährten und meinen Vertrauten.

Warum weckt dieser Gedanke jetzt meine Lebensgeister? ICH LASSE MICH DOCH NICHT VON SO EINEM WICHT ZERSTÖREN! NIEMALS! Nein, das schafft dieser armselige Wurm nicht. Wenn der Schmerz vorüber ist, werde ich stärker und glücklicher sein als je zuvor, das weiß ich genau. Alles, was er mit seinem Verhalten zerstört, ist doch nur sich selbst! Womit wir wieder bei der Projektion wären… Und er raffts nicht mal.


Liebe elim,

ein sehr schöner Beitrag von Dir.

Ich finde es super, DASS, WIE und WODURCH Deine Lebensgeister geweckt sind. Dass Du dem Licht entgegensteuerst und davon überzeugt bist, die dunkle Grotte hinter Dir zu lassen zu können. Dass Du an das Schöne danach glaubst und dies trotz Traurigkeit mit positiven Gedanken anstrebst!

LG,
Phoenix



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#6281


P
Zitat von Jordis:
ich glaube wirklich, dass es an der Geschichte lag. Sie sagte ja, ich wirke "normal" auf sie, aber anhand dessen, was mir passiert ist, wird sie wohl gedacht haben, es mit einer Irren zu tun zu haben. Weil sie sich einfach nicht vorstellen kann, dass es so etwas gibt. Sie sagte auch, dass sie mit Psychopathen nichts zu tun haben wolle.


Zitat von Jordis:
Um das jetzt zum Abschluss zu bringen...
Was soll ich machen? Was meint ihr?
Soll ich ihr schreiben, auf den AB sprechen, noch einmal hingehen und es persönlich klären?


Wie wäre es Dir am Liebsten? Schreibe ihr kurz, da kann man sich immer besser ausdrücken und ist nicht so unter Druck, wie beim AB, wie ich finde.

Zitat von Jordis:
Ich fühle mich schlecht, weil, wenn ich da nicht weitermache ihr Recht gebe. Sie sagte ja, sie rechne sowieso mit einem Therapieabbruch meinerseits. Obwohl wir ja noch gar nicht angefangen haben.


Jordis, ein gutes Übungsfeld!

Es ist völlig EGAL, was sie denkt, wie sie es dreht oder was sie daraus macht. Du entscheidest Dich gegen sie, weil sie nicht kompetent genug für Dich ist. Sie tut Dir nicht gut? Du meinst, sie hat Deine Grenzen überschritten oder war übergriffig? Dann löse Dich von dem, was Dir nicht gut tut!

L O S L A S S E N

Du hast KEINEN Grund Dich schlecht zu fühlen! Denn sie ist nicht gut für Dich, sie bringt Dich nicht weiter, Du bist ihretwegen verärgert.

Schreibe ihr kurz und knapp, dass Du Dich für die Stunde bedankst, Du keine weiteren Sitzungen in Anspruch nehmen wirst, da sie bei Dir das Gefühl hinterlassen hat, ihre (Sie sagte auch, dass sie mit Psychopathen nichts zu tun haben wolle), anstatt Deine Interessen zu vertreten. Freundliche Grüße...

Nichts weiter.
Wenn Du das Gefühl hast, es kommt einer Rechtfertigung gleich, dann lass den dick markierten Satz weg.

LG,
Phoenix

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J

Carmelita
Hallo Ihr Lieben,
ja, ich verstehe euch zu gut. Immer dieses Gefühl des sich rechtfertigen müssens.
Das geht schon damit los, dass ich immer wieder zu hören bekomme, dass sich andere ja absprechen bei der Scheidung. Das geht mit einem N. einfach nicht. Alle Absprachen, die wir getroffen haben, hat er wieder gekippt. Abgesehen davon, tut es mir nach wie vor überhaupt nicht gut in direktem Kontakt mit ihm zu sein.

Liebe Jordis - versuche auf deinen Bauch zu hören. Wenn du da nicht mehr hin möchtest, dann lass es.
Ich habe am Anfang auch überlegt zu einem Therapeuten zu gehen. Gerade im Hinblick auf meine Suizidgedanken und -versuche. Eine ganze Zeit habe ich mir eine "Mut-tut-gut-Therapeutin" privat gegönnt. Die therapieren nach Schönacker. War mir aber irgendwann zu kostspielig.

Ich habe mich letztendlich ganz alleine wieder dorthin hochgeackert, wo ich mittlerweile angelangt bin. Mir hat Yoga dabei sehr geholfen. Ein Gutes, das ich mitnehmen kann, ich habe mittlerweile meine YogalehrerAusbildung abgeschlossen. Solche Schritte sind für mich einfach irre. Immer wieder gibt es Rückschläge, aber die werden kleiner und kürzer. Ich versuceh mich daran hochzuziehen, dass ich das alles niemals getan hätte, wenn wir noch zusammen wären. Auch versuche ich dorthin zu reisen, wo ich schon immer hin wollte - er aber nicht.

Und dieses Forum tut mir richtig gut. Ich fühle mich einfach nicht mehr so "bekloppt". Von euch bekomme ich das Feedback, dass wir alle durch mehr oder weniger eine ähnliche Hölle gegangen sind. Und mir fallen immer mehr Dinge im Rückblick auf, die ich nicht wahrhaben wollte.

Mir fällt allerdings auch auf, dass ich mich immer weniger mit Konjunktiven beschäftige, sondern nach vorne schauen möchte. Es ist wie es ist.
Wie bei vielen von euch auch, stellt sich mir immer wieder die Frage, ob ich mich jemals wieder auf einen Menschen/Mann einlassen will und werde. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass ich nochmals jemanden so nahe an mich ranlassen werde - bis zur Selbstaufgabe. Ich habe nur noch für ihn gelebt. Ihn mehr wie mich geliebt. DAS darf mir nie wieder passieren.

Tolles Wort zum Feierabend - so gehe jetzt zum Yoga zwinkern

#6284


H
Liebe Jordis,
ich glaube, deine Therapeutin hat deine Schwierigkeiten und dein Trauma nicht richtig erfasst.
Das ist keine gute Basis für eine therapeutische Beziehung!

An deiner Stelle würde ich abbrechen und wechseln. Die Wartezeiten sind lang. Aber besser warten als zu einer Therapeutin zu gehen, die einen nicht versteht!

#6285


A


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