Hallo ihr lieben.
Das mit der Marionette Freisein, hätte von mir sein können. Ich bin immer wieder beeindruckt von deiner Schreibweise. Sie berührt mein Herz zutiefst.
Ich möchte langsam gar nicht mehr wissen, warum und wieso alles so passiert ist. Da ich seit fast 2 Jahren täglich immer und immer wieder an den N denke, mich damit beschäftige, worin meine Schuld liegt oder was ich hätte besser machen können, gibt es mittlerweile immer mehr Momente, in denen ich keine Lust mehr darauf habe. Aber träumen, träumen tue ich immer noch sehr oft vom N. Diese Träume tun mir aber gut, da ich mit dem N und der Next alles machen kann, was im wahren Leben natürlich nicht geht.

Ich kann dadurch die Trennung besser verarbeiten und habe ein Ventil, um mit meinen aufgestauten Aggressionen besser umzugehen. Im Traum kann ich alles machen. Da gibt es keine Verbote.
Liebe verückte-Nudel – deine Geschichte erinnert mich sehr an meine, denn auch ich war immer hin- und hergerissen. Hätte ich damals das jetzige Wissen gehabt, ich wäre früher aus der Beziehung ausgebrochen. Dadurch, dass ich geblieben bin, verlängerte ich nur mein Leiden. Den Preis zahle ich jetzt. Ich denke jetzt, man sollte gehen, wenn man noch die Kraft hat, um einen neuen, anderen Weg für sich zu finden.
Nach der Trennung habe ich mich dann verzweifelt an fremde Menschen gewandt, die ich z.B. auf der Arbeit kennenlernte, in der Hoffnung, dass sie mir diese wahnsinnige Angst nehmen. Jedem habe ich ein Stück meiner Geschichte erzählt. Ich habe immer gehofft, sie könnten mich ein Stückchen weiter nach vorn bringen. Meinen Chef habe ich so eingenommen, dass es mir heute noch leid tut. Gott sei Dank, habe ich meine Arbeit, die mich immer noch so erfüllt, behalten können. Freunde hatte ich leider nicht. Ich fühlte mich abgelehnt, da ich mich einfach als zu anstrengend empfand. Ich war sehr einsam. Und genau das zog mich immer weiter runter. Ich war in einer Endlosschleife gefangen, denn nur bei meinem N fühlte ich mich sicher, denn auch wenn er meistens keine toller Weggefährte war, er war wenigstens da.
Jetzt ist damit Schluss. Ich sehe ja, dass die N immer das gleiche Verhaltensmuster an den Tag legen. Ich habe auch noch ein Leben und in meinem neuen Leben möchte ich mich nicht mehr mit dem Vergangenen auseinandersetzen müssen. Ich wünsche mir einfach, dass ich endlich zur Ruhe komme. Ich habe in dieser Beziehung alles gegeben, wozu ich imstande war. Ich habe gekämpft, mich bis auf das Letzte verausgabt und so oft Schindluder mit meinem Körper getrieben und so viel von diesem abverlangt. Jetzt zahle ich die Rechnung, denn mein Körper kann und macht nicht mehr so wie ich will. Sowohl körperlich als auch nervlich stoße ich bei kleinsten Sachen schnell an meine Grenzen. Früher konnte mir das alles nichts anhaben. Ich konnte immer und jederzeit. Nichts konnte mich umhauen. Jetzt genügt es schon, wenn er mit dem Auto an mir vorbei fährt – dann merke ich wie die Tränen kullern. Ich kann aber nicht mal mehr sagen, warum. Zurückhaben möchte ich ihn nie wieder.
Ich wünsche euch noch einen schönen Rest-Sonntag.
Liebe Grüße