Kira8
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Ich hab meine Schwankungen. Es gibt Tage, an denen es besser geht und ich denke, ich hätte das Schlimmste hinter mir.
Aber dann kommt so ein WE wie das jetzige, an dem es mir richtig beschissen geht.
Ich seh ihn im Netz herumturnen als hätte es mich nie gegeben. .. als hätten wir nicht noch vor ein paar Wochen die Nächte zusammen verbracht, als wären wir nicht durch unendlich viele schwierige Situationen durchgegangen und hätten uns doch nicht verloren, als hätten wir keine gemeinsamen und schon recht konkrete Pläne für die nahe Zukunft gehabt.
Als hätten wir einander nichts bedeutet. Oder besser: als hätte ich ihm nie etwas bedeutet!
Das ist sooo hart.
Ich hatte ihm immer viel Bonus gegeben, da er eine Krankheit hat, die ich hier nicht nennen möchte. Vielleicht hab ich ihn immer zu sehr in Watte gepackt, zuviel Verständnis gezeigt und zu wenig Fokus auf mich selbst gelegt.
Das "System" war aber fatal.
Ich auf der einen Seite, die ich eh schon dazu neige, mich in Beziehungen lieber etwas zurückzunehmen als zu sehr zu fordern und er, der mir immerzu klar machen wollte, ich hätte noch zuviele Bedürfnisse, verlangte zuviel von ihm etc etc.
Ja, vielleicht war es so. Wenn man die Meßlatte so anlegen möchte, daß er fast nichts zu geben bereit ist (nichts geben kann?), was außerhalb des Materiellen liegt.
Alles war "Druck"! Aber für ihn ist es schon Druck, daß da überhaupt ein anderer Mensch ist, der sich nicht total in ihm und seiner Welt auflöst!
Es war gar nicht möglich, "normal" einfach zu sein, ohne ihm Druck zu bereiten. Er hat sich den im Kopf gemixt. Dort wurde alles zu Druck vereinheitlicht... einfach alles!
Lange dachte ich, er könne einfach nur nie den Anfang machen, wenn ein Wölkchen am Himmel war. Damit hätte ich noch leben können.
Dann wär ich auch jetzt längst bei ihm.
Aber nun schweige ich ihn ja auch aus. Nicht aus Trotz und Bestrafung, wie ich es bei ihm vermute. Ich sehe nur einfach keinen Sinn mehr darin, ihm wieder die Hand zu reichen.
Sicher irritiert ihn das und er denkt wahrscheinlich, ich spielte das Machtspiel nun mit.
Was für ein Quak! Selbst wenn ich das absurderweise wollte, wäre er mir darin immer haushoch überlegen!
Nein, ich schweige nur, weil ich das Gefühl habe, ihm nichts zu bedeuten. Und weil ihm auch die ganze Beziehung mehr wert sein müßte als sie einfach in die Ecke zu knallen.
Ich kann auch den Spruch nicht mehr hören: ich bin so wie ich bin! - Was für ein Blödsinn!
Das ist als sagte man: ich bin nicht bereit, auch nur einen Handschnips nachzudenken über mich und Entwicklung zuzulassen.
Ja, heute tut es besonders weh. Ich möchte ihn innerlich so gerne loswerden, aber er ist irgendwie immer da. Das ist so quälend...
Danke für's Zuhören.
LG, Kira
Schönes wort für antisoziales verhalten. Sehr gut!