@phoenix
Danke Phoenix,
Deine Worte kamen zur rechten Zeit!
Mein Ex-Narz hat wieder zugeschlagen. Ich wusste es vorher, ich wusste, wie er es machen wird. Ich war vorbereitet.
Aber diese Kaltherzigkeit erschüttert einen immer wieder von Neuem. Andrerseits bestätigt es, ich meine Wahrnehmung in Ordnung ist!
Das hast Du auch so treffend beschrieben.
Ich werde nun auch mal wieder mein Trennungstagebuch lesen.
Dein Satz, "er hat sich kein Podest aus eigenen Leistungen gebaut...sondern er benutzte andere um seine Treppe dorthin zu errichten" war für mich wieder ein Meilenstein in meiner Erkenntnis. Nach dem habe ich lange gesucht.
Ich habe mir immer noch die (Mit)Schuld daran gegeben, dass er so selbstherrlich geworden ist. Ich dachte lange nach, warum ich ihm so viel Macht eingeräumt habe und ihm aus freine Stücken immer die fetten Kuchen überlassen und mich mit den Krümeln(mit schlechtem Gewissen und Dankbarkeit) begnügte.
Ich habe mir Vorwürfe gemacht, dass ich meinem Sohn ein so schlechtes Vorbild aus freien Stücken war (einerseits die taffe Frau, andrerseits das unterwürfige Muttchen).
Genau das hat mein Ex-Narz mir erfolgreich eingeredet, er gab mir die Schuld und die volle Verantwortung für sein bisheriges ("verpfuschtes Leben"). Das hat mich bei der Trennung so erschüttert. Ich sah sein Leben nicht als verpfuscht an.
Durch mich hat er so ein gutes Leben überhaupt erst führen können.
Das was verpfuscht war, hatte er aus eigenen Antrieb an die Wand gefahren. Das war so selbstzerstörerisch, dass es niemand bis heute begreifen kann. Ich war damals die Einzige, die als bedingungslos auffing (und selbst dabei fast zugrunde ging). Ich habe weiter an ihn geglaubt und meinte, ich müsste mine Anstrengungen nur weiter vertiefen.
Je mehr ich mich bemühte und abmühte, desto passiver, destruktiver und unbarmherziger wurde er, bis zum Trennungsende. Meine Schuld- wie er sagte, es musste so kommen, das habe nur ich zu verantworten.
Ich grübelte nun die ganze Zeit darüber, dasses meine Schuld war, ihn auf das höchste Podest zu stellen und ihm damit erst seine Gemeinheiten ermöglichte.
Falscher Ansatz! Danke Phoenix!
Es war von Anfang an das Ziel des Narzen mich zu täuschen und zu benutzen. Ich war austauschbares Objekt. Wenn er mich nicht hätte benutzen können, dann hätte er jemanden anderen benutzt. Sein Ziel und seine destruktiven Aktionen wären so oder so passiert.
Ein Vampir bleibt ein Vampir, er wird nicht durch das Opfer zum Vampir. Aber durch das Opfer gelangt er zu seinen Energien, die er negativ nutzt.
Man ist nur Opfer, wenn man die Gefahr nicht kennt. Wie jeder Mensch Blut hat und damit automatisch zur Zielgruppe der Vampire (falls es welche gäbe) gehört, so gehört jeder empathische Mensch automatisch zur Zielgruppe der Narzissten.
Ich kann mich erst schützen, wenn ich von einer Gefahr Kenntnis habe. Es gibt einen natürlichen Schutzinstinkt, der a. nur bedingt wirksam ist und b. in meinem Fall kindheitsbedingt reduziert ist.
Da ich nicht wusste, was ein Narz ist und selbst sehr offen und empathisch auf Menschen zugehe, wurde ich ein prima Opfer. Wobei ich mich nicht als Opfer sehe, sondern eher als Wirt für einen Parasiten. Einen aktiven Parasiten!
Die ganze Beziehungsarbeit hatte auch ich zu leisten. Aber da ihm das nix wert war, weil er es ja nicht konnte und abwerten musste, fiel die Trennungsbilanz dann auch so abwertend aus.
Er listete immer nur auf, welche Dienste er empirisch nachprüfbar und zählbar in unserer Ehe übernommen hatte, z.B. Einkaufen jeden Samstag.
Wie kann man Beziehungsarbeit zählen? Wie kann man Liebe messen? An der Häufigkeit se. Aktivitäten?
Genau in diesem Bereichen warf er mit die größten Defizite vor. Ich bildete mir nur ein, empathisch zu sein, in Wirklichkeit wäre es nur er, zusätzlich zu seinen Diensten! (Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich natürlich auch an seinen aggressiven Ausfällen in diesen Bereichen die Schuld trug, ich provozierte ihn...., er musste so handeln)
Fazit für den Narzen: Nur er hat in die Beziehung Energie reingegeben, er ist das Opfer.
Und dieser empathische Mensch, der mit der Next eine ach so glückliche Beziehung hat, startet gerade wieder einen Rachefeldzug vom Feinsten.
Ich hätte da gar keinen Bock drauf, wenn ich jetzt mit einem neuen Lebenspartner glücklich wäre. Da würde ich meine Energien sinnvoller investieren als in meinen Ex!
heute bin ich wieder einen Schritt weiter gekommen. Der Narz gab mir die Gelegenheit dazu (BIlderbuchverhalten), Phoenix den letzten Stein der Weisen!
