Also sie wollte erst das Residenzmodell bei sich. Und da nennst Du es noch "zwingen".
Jetzt hast Du 50/50 und zu genau den Zeiten, denen Du gerichtlich zugestimmt hast.
Aber weil die Kinder Deiner Freundin zu anderen Zeiten bei euch sind, möchtest Du jetzt die Wochen tauschen oder mehr Zeit mit dem Kind.
Mir fällt auf, dass alles, was für Dich und Dein Bild von einer Patchworkfamilie gut ist, auf wundersame Weise immer auch der Wunsch des Kindes ist.
Und alles, was Deine Ex möchte, möchte Dein Kind auf keinen Fall und ist dann Zwingen und Gerichtsgewalt.
Vielleicht versuchst Du Dich mal in Deine Ex hinein zu versetzen.
Denn dass Du ein Kind, das Du gar nicht haben wolltest und ihr das Leben wegen dieser Schwangerschaft schwer gemacht hast, jetzt so vehement bei Dir haben willst (ja, ja, das ist ja nur der Wunsch des Sohns, dem Du Dich nur anschließt, weil 5-, 6- und 7jährige stets die besten Lebendentscheidungen treffen), ist schon merkwürdig.
Jemand, der überall (selbst auf der Webseite von Krankenkassen) nur Dinge liest, die seine Sicht der Dinge (Pardon: den brutalen Kindeswunsch) bestätigen, sind auffällig. Vor allem, wenn sie Meinungen, die nicht der eigenen entsprechen (JA oder Forum) vehement ablehnen, ohne auch nur eine Sekunde über diese "fadenscheinigen" Argumente der "frustrierten Hausfrauen" nachzudenken.
Ich denke, dass Du psychisch gar nicht in der Lage bist, den Wunsch Deines Kindes objektiv zu erfassen. Dein Kind wird gelernt haben, dass er Deinen Willen unterstützen muss, weil jeder, der das nicht tut, sofort abgewertet wird ("Mama nervt"). Und Kinder wollen die Liebe beider Eltern. Und bedienen daher das, was nötig ist, um diese Liebe zu erlangen.
Was man bei Dir sagen muss, um gut angesehen zu sein, kann man in diesen Threads ganz gut sehen.
Bei Dir muss er offenbar Skifahren lieber mögen als Dinge, die man gar nicht kennt (Kurbegleitung).
Bei Mama wird es anderes geben, um in der Zeit mit ihr ihre Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen. Offenbar ist der 7jährige sich ihrer Liebe aber sicherer, wenn er sie mehr belastet. Oder er erzählt beiden Eltern das, was sie hören möchten (das können schon 3- und 4jährige).
Wenn die Kur während der 50% Deiner Ex liegen, geht Dein Kind in der Zeit mit. Und Du tust gut daran, ihren Kurerfolg nicht zu torpedieren, indem Du Deine Zustimmung verweigerst. Und Du handelst sehr im Kindeswohlsonne, wenn Du ihm diese Woche/10 Tage schmackhaft machst, so dass er gerne und neugierig dort hingeht und nicht schreiend und zeternd.
Liegt die Kurzeit in Deinen 50%, holst Du Dein Kind ab. Das kündigst Du vorher der Ex an, während Du Deine Zustimmung gibst. Und fährst dann mit Gerichtsbeschluss zum Umgang und diesem Schriftwevhsel zum Kurort und rufst zur Not die Polizei herbei, sollte sie wirklich das Kind nicht herausgeben (was ich allerdings nicht glaube).
Deine Ex scheint keinerlei Kontakt mehr zu Dir zu wünschen, wenn sie alles über JA und Gerichte laufen lässt und sich nicht mit Dir an einen Tisch setzen mag.
Das ist wegen der Anhörungspflicht des Kindes zwar suboptimal, wird bei vorherigen toxischen Beziehungen aber eindeutig empfohlen (ja, auch von anderen Eltern), wenn dadurch die manipulative Dauerschleife unterbrochen werden kann.
Auch scheint Deine Ex Dir zu genau 0% zu vertrauen. Dass sie aus der Beziehung zu Dir, in der sie Dein Kind geboren und aufgezogen hat, pleite herausgeht, während Du finanziell gut dastehst und auf Unterhalt und Fremdbetreuung verzichten kannst, spricht natürlich nicht für eure damalige Beziehung.
Dass Du die damalige Umgangsvereinbarung vor Gericht bereust, ist nicht das Problem Deiner Ex. Dann stell halt einen Antrag vor Gericht auf Änderung der Betreuungswochen.
Für mich ausschlaggebend ist, dass Du die für Dich günstigen Urteile nicht als "mein Leben verläuft jetzt ruhiger und ich bin froh, dass das vom Tisch ist" feierst, sondern als "Klatsche des Richters gegen die Ex". Fragt sich, wer hier Rachegefühle hat und auf wen projiziert...