Ich möchte mal ganz unabhängig der Streitereien und persönlichen Befindlichkeiten auf einen wie ich finde sehr wichtigen Punkt eingehen:
Zitat von Cabonga1970: Damit Sie sich auf sich und Ihre Bedürfnisse konzentrieren können, ist eine Kur entspannter für Sie Ohne Familie können Sie Ihre Situation häufig objektiver betrachten.
Für Kinder kann es sehr anstrengend sein, sich an eine fremde Umgebung zu gewöhnen.
Die Mutter- oder Vater-Kind-Kur kann nur durchgeführt werden, wenn das Kind eine ganztägige Fremdbetreuung gewohnt ist. Andernfalls können keine Anwendungen durchgeführt werden.
Das fett Gekennzeichnete ist hier der entscheidende Punkt. Die Kur ist für die Mutter und es wird ganz klar empfohlen allein anzureisen.
Zitat von Olive70: Wenn es eine Mutter-Kind-Kur ist, dann muss der Sohn wohl mit. Was ist so schrecklich daran? Warum muss man ein Drama daraus machen?
Falsch. Das Kind muß gar nicht mit, die Kur ist für die Mutter. Ich finde eher das Drama, dass ein Kind mitgezwungen werden soll, obwohl es dann den ganzen Tag eh fremdbetreut wird.
Zitat von StrahlendeSonne: Und die Betreuung wird sie auf der Kur auch gut meistern.
Das wird dann eh von der Klinik geregelt. Trotzdem bleibt hier die Frage der Sinnhaftigkeit.
Eine Möglichkeit wäre ggf. ein Besuch über das Wochenenden (oder ab Freitag Nachmittag) wenn keine Behandlungen anstehen.
Zitat von Golem: Die Schulpflicht steht über der Kur.
Wenn es nach Weihnachten startet sind Ferien. Hieße dann aber auch Silvester in der Klinik.
Ich verstehe das Argument, dass man sich von Kindern nicht erpressen lassen soll. Aber um eine besseres Verhältnis zum Kind zu bekommen, ist Zwang auch nicht der richtige Weg. Hier geht es ja nicht nur um das Zusammensein, sondern fremder Ort, fremde Menschen, keine Freunde etc. pp. Ich denke kaum, dass das auf das Kind final als positive Auswirkungen hat.
Auch der Heilerfolg kann eingeschränkt werden, wenn die Mutter mehr Streß mit einem bockigen Kind hat, als dass sie sich auf ihre Anwendungen konzentrieren kann.