Hier meine 5 Cents:
Yup, c-minor hat sich verbrannt und ist wund.
Damit aber auch feinfühliger für Diskrepanzen, die sichtbar sind.
Beispiele:
Zitat von Cabonga1970: Die Kinder könnten sich dann sehen, müssen es aber nicht.
Aber Ziel des Wochenrhythmuswechsels ist, dass die "Stiefbrüder" (die keine Blutsverwandtschaft haben und deren Eltern nicht verheiratet sind, ggf. noch gar nicht fest zusammen wohnen) zusammen geführt werden.
Ich glaube nicht an Gaslighting, sondern dass Cabonga selbst oft gar nicht spürt/weiß, warum er etwas will. Er weiß nur, dass es nötig ist und sich niemand in den Weg stellen soll. Er ist/wäre bestimmt ein erfolgreicher Vertriebler.
Zitat von Cabonga1970: Wir beantragen alles ausschließlich im Sinne meines Sohnes
Das "wir" bleibt hier offen. Die Neue und er? Das Kind und er? Er steht jedenfalls nicht (eigentlich nie) allein für die Meinung ein.
Und "im Sinne des Kindes" wechselt auch immer wieder die Bedeutung. Häufig definiert Cabonga das (und das Kindeswohl!) als "das, was der Junge sagt, was er will". In anderen Postings dann als "das, was für das Kind am besten ist". Seine sicherlich mitschwingenden Eigeninteressen erinnere ich nirgends in diesem Thread von Cabonga formuliert gesehen zu haben. So als gäbe es die gar nicht. Nur sehr viele (Quellen und Menschen), die ihm beipflichten, dass sein Wunsch objektiv betrachtet das Beste fürs Kind wäre.
Auffällig auch: Komplettes Desinteresse für die Eigeninteressen der Ex. Die sind von vorne herein schon ausgeräumt. Die Wunscherfüllung soll ihr nach Cabongas Sicht nie Mühe bereiten. Dass sie bis vor Gericht geht, ficht seine Meinung, dass alles, was er fordert, die Ex noch geht belastet, überhaupt nicht an.
Zitat von Cabonga1970: dass ich nicht etwas beantrage, dass er nicht will und ich nicht kann
Er und das Kind gegen die Ex. Ihre Belange sind belanglos.
Zitat von Cabonga1970: oder mit dem Urlaub es nicht hinzukriegen
Da hatte ich auf die Urlaubstage der Ex Bezug genommen und Cabonga bezog das auf sich. Egoismus? Blindheit durch Gefühlskälte der Ex gegenüber? Auf jeden Fall antizipiert Cabonga ihre Einwände nicht, ist nicht vorbereitet und empfindet die als komplett ungehörig (teilt sie deswegen hier gar nicht mit?). Zurück bleibt der Eindruck, einer sich völlig verweigernden Mutter.
Zitat von Cabonga1970: Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass es Trennungskindern am besten geht, wenn man relevante Wünsche auch zum teil umsetzt.
Es wurde nach der Quelle gefragt. Und es ist auffällig, dass Einwände, die nicht zielführend sind, übergangen werden. Sowas ist gut im Vertrieb, aber ganz schlecht nach einer Trennung.
Zitat von Cabonga1970: Und sei es nur als Drohung.
Zitat von Cabonga1970: Drohung: Naja, wenn man mit einer Drohung den anderen an den Verhandlungstisch bekommt....
Der Zweck heiligt die Mittel. Ohnmacht ist nicht hinnehmbar.
Die Krafteinwirkung wird nur gespürt, wenn sie in Form von 4 Gerichtsverfahren einen selber trifft. Nun ist es offenbar Zeit, mit exakt denselben Mitteln "zurück zu schlagen". Zweierlei Maß macht misstrauisch bei den Fakten, die wir über die Ex erfahren.
Z.B
Zitat von Cabonga1970: Von daher ist es recht realistisch, dass sie bei einer schweren Erkrankung erstmal mit Hokus Pokus versuchen würde daran zu gehen.
Würde. Konjunktiv. Vermutung?
Würde die (natürlich "schwere") Erkältung des Kindes also schon rein mit Globuli behandelt oder ist das eine Vermutung oder Befürchtung? Im Gedächtnis bleibt: Esotante ohne gesunden Menschenverstand gefährdet die Gesundheit des Kindes.
Und zwischendurch solche Knaller. Das Kind
Zitat von Cabonga1970: ist faktisch länger bei mir,
WHAT? Seitenweise, dass das Kind aber länger bei Papa sein will, man sich zwar auf 50/50 geeinigt habe, aber leider auf die falschen Wochen. Und jetzt ist das Kind faktisch doch schon häufiger/länger bei Papa? Und würde gar nicht durch die eine "geklaute" Kurwoche von der Mama gezwungen, länger bei ihr zu sein?
Und hinterfragt man solche "Ausrutscher", wird der Ton schnell angespannt. Oder für Frage übergangen.
Zitat von Cabonga1970: Ein Telefonverbot ist für mich nach wie vor katastrophal.
In solchen Sätzen (man achten auf das Reflexivpronomen) steckt vielleicht mehr Wahrheit, als Cabonga ahnt. Oder überspannte, frustrierte Hausfrauen interpretieren da nur zu viel rein.
Mütter und Väter von Wechselmodellen haben erlebt, dass Kinder nicht beides gleichzeitig im Herzen haben können, wenn sie es physisch anders erleben. Auch mein Kind ist nach jedem Telefonat traurig und wütend. Denn nach dem Auflegen ist das Vermissen wieder da - egal in welche Richtung telefoniert wird. Wenn das Kind von sich aus Kontakt sucht, ja klar. Aber regelmäßige Telefontermine sind nur für die Eltern toll, die sich dabei der Bindung ihres Kindes vergewissern und sich in Erinnerung rufen können. Für die Kinder ist es nur weiteres Ankommen-Abschiednehmen-Vermissen-Ankommen-Abschiednehmen-Vermissen.
Zitat von Cabonga1970: Er hat mehrfach öffentlich gesagt es solle so bleiben wie es ist, oder mehr beim Papa.
Und die beiden Optionen werden nicht als gleichwertig betrachtet. Warum nicht? Weil Cabonga mehr Zeit bei der Ex als "das Schlimmste" empfindet.
Zitat von Mann1989: Was Du machst, Du unterstellst ihm somit, dass seine Geschichten erfunden sind und er absichtlich die Kindesmutter in ein schlechtes Licht rückt, ohne zu wissen, ob sich diese Geschehnisse tatsächlich ereignet haben...
Jeder, der mit Zeugen arbeitet, weiß, dass die Erinnerung sich rasant schnell einfärbt.
Auch in meinem Haus gibt es Globuli. Ich nutze sie als Placebo, wenn das Kind "handfeste" Zuwendung erfahren soll, ohne dass ich schon mit wirksamen Medis arbeiten möchte. Wirkt dann durch Suggestion. Wie Pflaster auf nicht blutenden Schürfwunden. Das in Verbindung mit einer Krebsbehandlung zu bringen ist dann der ungehörig manipulative Teil. Gelogen ist da nichts. Aber (Achtung, infame Unterstellung) wenn das Ego im Elternhaus klein gehalten wurde und man Recht behalten musste, um nicht unterzugehen, sind Ohnmacht und Verlieren ganz schwer zu ertragen.
Cabonga wollte seine Ex nicht mehr. Aber Gehen hätte sie dennoch nur mit leeren Händen dürfen. Wenn sie jetzt versagt und er mit neuer Frau und Job und "Stiefkind" das Ideal nachbilden kann, hat er gewonnen und behält auch gegenüber der (schon längst) Ex Recht in allem, was damals zwischen ihnen stand.
Ja, Cabonga liebt sein Kind.
Und er möchte ihn (und sich) vor allem Bedrohungen schützen.
Die Ex wird von ihm als Bedrohung wahrgenommen. Und zwar mit allem, was sie tut. Selbst wenn sie sich selbst in Therapie/Kur begibt, kann das nur schädlich sein.
Die Neue hat ihn noch nicht enttäuscht. Auf ihre Belange kann er also in Maßen Rücksicht nehmen. Aber auch nur solange sich da nicht Ohnmachtsgefühle oder Konkurrenzen einstellen. Dann geht es auch da ab.
Und mit Bewunderung schaut Cabonga auf den Umgang der Neuen mit ihrem Ex und hätte so ein aufeinander Zugehen auch gerne zwischen sich und der Ex. Nur kann er bislang noch nicht sehen, dass sein Verhalten in der (vermutlich) Vergangenheit, ganz sicher aber das in der Gegenwart, genau dieses Trennungsszenario völlig unmöglich macht.
Wer andere mit Sorgerechtsentzug an den "Verhandlungstisch" zwingen möchte und die Aufforderung, einer Kur zuzustimmen, mit Polizeieinsätzen assoziiert, wird nie ohne Kampf irgendwelche Wunschumgangswochen bekommen.
Völlig gleich, was Cabongas Ex für eine ist.
So, wie er es anstellt, wird es ihm nicht gelingen, Seelenfrieden für sich und vor allem das Kind herzustellen.