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Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

PapaEmeritus
@Sincerite

Das ist ja im groben und Ganzen so. Solange du nicht an der Oberfläche kratzt, kann dein Gegenüber durchaus sehr liebenswert, liebevoll oder einfach nett erscheinen, wenn du die Oberfläche aber zB durch Kritik o.ä. penetrierst, kommt eben der Abwehrmechanismus aus Schuldumkehr usw. Das ist tatsächlich sogar sehr vorhersehbar, wenn man das ein mal erkannt hat.

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S
@PapaEmeritus
Hast Du nicht doch mal zwischen durch Sehnsucht oder Zweifel an Deiner Entscheidung?

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A


Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

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PapaEmeritus
@Sincerite

Hat mir der Mensch, den ich in ihr gesehen habe, bzw den sie bis zu einem gewissen Punkt dargestellt hat, gefehlt, bzw. fehlt mir manchmal noch? Definitiv, auf eine eher abstrakte Art und Weise.
Zweifel an der Entscheidung hab ich nie wirklich gehabt. Für mich war das am Ende sowas wie ein Selbstschutzreflex. Ich konnte auf diese Art und Weise nicht mehr mit mir umgehen lassen. Das war so entwürdigend, das ging nicht mehr.

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S
@PapaEmeritus
Das kann ich wirklich nachvollziehen, zumal es zwei Jahre schön war. Aber ich kann es nicht nachvollziehen, dass jemand zwei Jahre nett, warmherzig und liebevoll war, und danach ins Gegenteil gekippt ist. Bei mir war es durchgehend, auch als er noch Schmetterlinge hatte, war er schon respektlos. Aber irgendwie auf eine kindische Art. Ich habe tatsächlich oft gedacht, da sehe ich sein inneres Kind: trotzig, rüpelhaft, bedürftig

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PapaEmeritus
@Sincerite

Das werd ich auch nie nachvollziehen können, aber das muss ich auch nicht, der Mangel liegt nicht bei mir. Ich hab die komplette Klaviatur der Kommunikation gespielt. Das am Ende keine Melodie zustande kam, lag nicht an meiner Art zu spielen, sondern am kaputten Klavier. Ich hab vielleicht nur zu lange versucht, darauf zu spielen. Aber das muss ich mit mir selbst ausmachen.

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S
@PapaEmeritus
Wenn echte Liebe da gewesen wäre, hätte das Klavier von mir aus kaputt gewesen sein können. Aber es war keine echte Liebe für mich da. Das war bei mir der Grund, dass ich nicht mehr konnte. Ich habe jemanden geliebt, der mir am Anfang aber danach nicht mehr gut getan hat. Das sind zwei entgegen gesetzte Gefühle. Komischer Weise kann ich immer nur eins fühlen. Das andere ist dann nicht im Fokus. Ich fühle mich wie zerrissen. Als ich ihn mal fragte, warum er immer wieder kommt, sagte er vorwurfsvoll, weil ich ihm gut tue. Das würden andere ihm schon ansehen.

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PapaEmeritus
@Sincerite

Die Zerissenheit ist normal, könnte kognitive Dissonanz sein, habe ich heute auch manchmal noch. Ich schau aber nur noch auf das was real bzw belastbar war. Und das war leider nicht das Gute.

x 1 #112


S
@PapaEmeritus
Ich danke dir für diese Rückmeldung. Diese werde ich jetzt in Gedanken immer wieder wiederholen und damit einschlafen.
Ich gehe jetzt offline. Es ist meine Bettzeit. Danke für den Austausch.

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S
Es kommt mir so vor, als ob ich durch sein Verhalten seine verletzten Kindergefühle gefühlt habe.

#114


S
Ich fand von Anfang an immer wieder etwas komisch, nicht immer schlimm, aber komisch.

#115


PapaEmeritus
@Sincerite

Hatte er denn verletzte Kindergefühle oder hat er das nur erzählt, bzw hast du ihm das einfach geglaubt? Solche Menschen nutzen ja auch gern bestimmte Erzählungen, um Mitleid zu erwecken oder ihr Verhalten zu rechtfertigen.

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S
@PapaEmeritus
Er hat erzählt, dass er mit 4 Jahren einen Bruder bekommen hat. Ich vermute, dass diese Entthronung nicht gut begleitet wurde. Er erzählte auch, wie streng seine Mutter teilweise war. Aber solche Themen kamen auf, weil wir das Buch: "Das Kind in dir muss Heimat finden" gelesen hatten. Er hat es nur als Erinnerung erzählt, ohne Emotionen. Beim Verarbeiten habe ich für mich erkannt, dass ich mich bei seinem Fremdflirten so gefühlt habe, wie er sich bei seiner Entthronung gefühlt haben muss. Er stimmte dem zu und erkannte, dass er schon immer Minderwertigkeitskomplexe hat.

#117


Plague
Zitat von Sincerite:
seine verletzten Kindergefühle

Halte ich für durchaus realistisch.
Hintergrund dieser Persönlichkeitsstruktur ist oft die systematische Demontage des Selbstwerts in der Kindheit und Jugend durch z.B. emotionalen Missbrauch. Die Folge ist starke Unsicherheit, die aber nach außen konsequent durch Arroganz, Prost und Status überspielt wird.

Zitat von Sincerite:
Er hat es nur als Erinnerung erzählt, ohne Emotionen.

Das wäre ja auch zu schmerzhaft und selbstwertgefärdent.
Würde er das zulassen können, wäre er schwach und verletzlich. In der der narzisstischen Weltsicht ist das nicht akzeptabel.

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Plague
Zitat von Sincerite:
Er stimmte dem zu und erkannte, dass er schon immer Minderwertigkeitskomplexe hat

Worte < Taten.

Diese Erkenntnis (kann auch schlichte Scheinanpassung sein) ist nur so viel wert, wie die verhaltensmäßigen Konsequenzen, die der Betroffene daraus zieht.

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S
@Plague
Was ist Prost? Arroganz und Status habe ich nicht gesehen, aber mich eine Stufe unter ihn stellen, mich klein machen, mich abwerten, Kommando übernehmen, Respektlosigkeit, Schuldumkehr, Gaslighting, Fremdflirten in meinem Beisein, kein Mitgefühl. Das könnte alles dem Ausgleich des Minderwertigkeitsgefühls dienen. Nur das nicht vorhandene Mitgefühl erschreckt mich.

#120


A


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