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Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

S
@Plague
Diese Erkenntnis kam nach der Trennung.

#121


S
@Plague
Obwohl er immer "oben" und der Bessere sein musste, hat er mir gegenüber diese Minderwertigkeitskomplexe zugegeben. Das fand ich enorm.

#122


A


Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

x 3


Plague
Zitat von Sincerite:
Was ist Prost?

Zu dicke Finger - es sollte Protz heißen. 😉
Irgendwie war ich wohl noch bei der Bier-Diskussion in einem anderen Faden. 😇

Zitat von Sincerite:
Das könnte alles dem Ausgleich des Minderwertigkeitsgefühls dienen.

Bei allem, was diese Menschen tun, sind immer die folgenden Dinge am wichtigsten:
Selbstwerterhöhung, Macht, Kontrolle, außerdem noch Aufmerksamkeit, Wichtigkeit und Bedeutsamkeit.

Zitat von Sincerite:
Nur das nicht vorhandene Mitgefühl erschreckt mich.

Narzisstische Menschen setzen Empathie nur selektiv ein, wenn es ihrem Zweck dient.
Sie mussten oft schon früh Empathie lernen, um sich bestmöglich an eine Situation anpassen zu können, aus der es wegen der Abhängigkeit von der Familie zunächst keinen Ausweg gab. Später haben sie dann gelernt, diese Empathie quasi als Waffe einzusetzen.

Zitat von Sincerite:
Das fand ich enorm.

Solange er nicht auch Taten hat folgenden lassen, ist die Aussage absolut nichts wert.
Bestenfalls ging es darum, sich selbst in ein besseres Licht zu setzen - dazu kann auch mal ein bisschen Einsicht und Erkenntnis geheuchelt werden.

x 2 #123


PapaEmeritus
@Sincerite

Mir wäre das ehrlich gesagt auch nicht wichtig, ob der in der Kindheit Probleme hatte, und deswegen so geworden ist, oder ob das andere Gründe hat. Fakt ist: Er ist ein erwachsener Mensch und für sein Handeln absolut selbst verantwortlich. Dieses ständige Verstecken hinter irgendwelchen angeblichen oder tatsächlichen Kindheitserfahrungen ist einfach nur eine Ausrede. Abgesehen davon weiß man längst, dass negative Erfahrungen in der Kindheit weder ausreichend, noch notwendig sind, um narzisstische oder ähnliche Persönlichkeitsdimensionen auszulösen, auch wenn das in der Instagram und YouTube Psychologie immer noch gern so dargestellt wird. Die Aussage „Die Person ist nur so, weil sie Schlimmes erlebt hat“ wird heute oft als unzulässige Vereinfachung genommen.

x 1 #124


S
@Plague
Ich kann mich an zwei Vorfälle erinnern, bei denen ihm bewusst war, dass ich verletzt sein würde, und es trotzdem sagte. Zu dem letzten Vorfall teilte er mit, dass er sagen können möchte, was er sagen will. Bei mir ist das anders, wenn ich weiß, dass etwas verletzen könnte, sage ich es nicht, weil ich niemanden bewusst verletzen will. Vielleicht erkennt er doch, wie der andere sich fühlt, aber die Gefühle des anderen sind für ihn nicht wichtig. Er sagte mir auch mal, dass man sich immer an erste Stelle setzen müsse. Vielleicht ist das die "kalte Empathie" von der ich hier schon mal gelesen habe.

#125


S
@PapaEmeritus
Er kommt mir nicht ganz so schlimm vor, wie die Narzissten, von denen Frauen in Youtoube gesprochen haben. Aber vielleicht wäre es noch schlimmer geworden. Gegen Ende kam eine neue Verhaltensweise dazu, nämlich, dass er nicht mehr subtil, sondern offen angreifend seinen Standpunkt mitteilte. Er konnte auf keinen Fall falsch reagiert haben. Dann musste er bis zum letzten kämpfen. Im Kampfmodus hat niemand Empathie. Wodurch entstehen dann Narzissten deiner Meinung nach?
Ja, jeder ist für sein Verhalten verantwortlich, egal welche Ursache es hat. Aber mir muss es erst einmal bewusst werden, damit ich die Verantwortung übernehmen kann. Wenn aus meiner Sicht immer die anderen schuld sind, komme ich gar nicht auf die Idee, mich selbst zu reflektieren.
Könnte es sein, dass er nicht der typische Narzisst ist, sondern sich zum Ausgleich seiner Schmerzen nur narzisstisches Verhalten angewöhnt hat, weil es ihm innerlich Erleichterung gegeben hat?

x 1 #126


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
Abgesehen davon weiß man längst, dass negative Erfahrungen in der Kindheit weder ausreichend, noch notwendig sind, um narzisstische oder ähnliche Persönlichkeitsdimensionen auszulösen, auch wenn das in der Instagram und YouTube Psychologie immer noch gern so dargestellt wird.

Natürlich ist es auch umgekehrt möglich:
Kinder, denen von ihren Eltern von klein auf eingeredet wird, wie besonders und toll sie doch sind und die fortlaufend auch entsprechend behandelt werden, haben auch eine höhere Chance entsprechende Persönlichkeitsstrukturen zu entwickeln.

Diese Persönlichkeitszüge sind das Ergebnis bestimmter Annahmen bzw. Schemata, die ein Mensch über sich selbst und über das Funktionieren zwischenmenschlicher Beziehungen anhand von biografischer Erfahrungen, die in der Regel schon recht früh, oft schon im vorsprachlichen Alter, beginnen, entwickelt hat. Je nach Art der Erfahrungen und Umweltbedingungen können sich individuell dabei sehr unterschiedliche Kombinationen und Ausprägungen entwickeln. Einige davon führen dann leider auch zu Verhaltensweisen, die z.B. auf das narzisstische Kontinuum gehören.

Diese Menschen haben - woher auch immer (s. vorheriger Absatz) - ein zentrales Problem mit ihrer Selbstregulation. Sie brauchen nämlich immer äußeren Selbstwertinput durch Aufmerksamkeit, Anerkennung, Wertschätzung, Loyalität und das Gefühl, für andere wichtig und bedeutsam zu sein.

Es geht hier in der Tat nicht um pauschale Entschuldigungen, sondern lediglich um das Verstehen der Ursachen und Hintergründe. Das ist wichtig, wenn ich therapeutisch mit diesen Menschen arbeiten will.

Zitat von PapaEmeritus:
Er ist ein erwachsener Mensch und für sein Handeln absolut selbst verantwortlich.

Bei solchen Aussagen muss man allerdings immer bedenken, dass gerade bei narzisstischen Persönlichkeitsstrukturen die sog. Ich-Syntonie sehr ausgeprägt ist - also das Gefühl, das bei mir selbst alles in Ordnung ist, ich halt so bin, wie ich bin und das alle anderen eben ein Problem haben oder schuld sind an immer wiederkehrenden Problemen.

Zitat von Sincerite:
Vielleicht erkennt er doch, wie der andere sich fühlt, aber die Gefühle des anderen sind für ihn nicht wichtig.

Wie schon gesagt - er kann höchstwahrscheinlich schon empathisch sein, aber nur wenn es für seine eigenen Zwecke nützlich oder wichtig ist.

Zitat von Sincerite:
nicht der typische Narzisst

Narzissmus ist ein Kontinuum von "normal" über leichte Ausprägung (Akzentuierung) und stärkere Ausprägung (Stil) bis hin zum Vollbild der Persönlichkeitsstörung. Dazwischen gibt es viele Ausprägungen.
Zusätzlich gibt es unterschiedliche Formen: Vielen ist aus dem Alltagsverständnis nur der männlich-grandiose Narzissmus bekannt. Daneben gibt es aber auch die erfolglosen und die gescheiterten Typen. Ferner wird auch eine spezielle Form des weiblichen Narzissmus von Autorinnen wie Bärbel Wardetzki beschrieben.
Daher Vorsicht: Selbsternannte "Fachleute" sehen oft nur einen ganz bestimmten, oft extremen, Ausschnitt der Thematik.

x 2 #127


PapaEmeritus
@Sincerite

Keine Ahnung, ich kenne den Menschen ja nicht. Wie gesagt, grundsätzlich ist es auch absolut egal, was dieser Mensch ist, warum er so ist etc. Wenn er dich abwertet, Dinge macht, von denen er weiß, dass sie dich verletzen, Schuldumkehr betreibt, angeblich nie irgendetwas falsch macht etc., dann musst du dich eben distanzieren.
Eine abschließende Erklärung, warum solche Menschen so sind, gibt es bis heute tatsächlich nicht. Man vermutet, dass es multifaktoriell ist, also auf ein komplexes Zusammenspiel verschiedener biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren zurückzuführen ist und nicht auf eine einzelne Ursache.

Richtig @Plague
Das Verhalten dieser Menschen ist ego-synton, die sehen sich selbst nicht als krank. Meiner ganz persönlichen Meinung nach sind diese Menschen auch weder krank noch gestört im pathologischen Sinn. Aber das ist wie gesagt nur meine persönliche Meinung.

x 2 #128


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
sind diese Menschen auch weder krank noch gestört im pathologischen Sinn.

Da bin ich ganz bei dir.
Das ICD-10 kennt nur die äußersten (extremen) Enden des jeweiligen Kontinuums der Persönlichkeitsdimension als Persönlichkeitsstörung.

Die Autoren des PSSI (ein Diagnostikinstrument für Persönlichkeitsdimensionen) haben daher die Begriffe der Akzentuierung und des Persönlichkeitsstils eingeführt, um diese nicht unwichtigen Zwischenschritte zu operationalieren, auch wenn sie keine krankheitswertigen Störungen darstellen.

x 2 #129


PapaEmeritus
@Plague

Richtig. Deswegen wird es inzwischen auch gern als Persönlichkeitsdimension bezeichnet. Ich hab mal den Ausdruck „intraspezifischen Parasitismus“ gelesen. Ein Mensch, der innerhalb seiner eigenen Spezies eine Strategie fährt, die auf Ausbeutung basiert.

x 3 #130


Besserwisser60
Zitat von Sincerite:
Könnte es sein, dass er nicht der typische Narzisst ist, sondern sich zum Ausgleich seiner Schmerzen nur narzisstisches Verhalten angewöhnt hat, weil es ihm innerlich Erleichterung gegeben hat?

Das ist im Grund komplett egal. Wichtig ist, dass du informiert bist und vor allem auch aufgewacht.

Informiere dich weiter gründlich, damit du für spätere Datingsituationen gerüstet bist und sofort dementsprechende Kandidaten aussortieren kannst.
Das fängt schon damit an, wenn er beim 1. Date anfängt Regeln aufzustellen, wie sie denn wohl zu sein hat.

Irgendwann kommt dann der Punkt, wo man dieses Thema auch wieder ruhen lassen sollte, denn solange man noch an dem Ex hängt und sich weiter mit diesem Thema befasst, führst du ihm automatisch, auf einer feinstofflichen Ebene, Energie zu, die dir zum Heilen fehlt. Und das Kopfkarussel, kommt sonst nicht zur Ruhe

Das merkt man oft dann daran, dass er sich ausgerechnet dann meldet, auch nach Monaten noch, wenn man angefangen hat, gerade zu heilen und das Thema nicht mehr die Tagespriorität ist.

Daher ist es wichtig den Kontak komplett zu blockieren.

x 1 #131


S
Ich muss gerade mal weg, melde mich später wieder

#132


S
@Akelei76
Gestern habe ich mir zwei Interviews auf YouTube angehört und danach war ich ziemlich traurig. Diese Ignoranz gegenüber der Seele und des Wertes dieser Frauen, die auf einem bestimmten Platz in dem System des Mannes funktionieren sollten, egal wie es ihnen damit geht, habe ich wiedererkannt. Auch den subtilen Druck. Danke noch mal für diesen Tipp.

#133


PapaEmeritus
Zitat von Sincerite:
Diese Ignoranz gegenüber der Seele und des Wertes dieser Frauen, die auf einem bestimmten Platz in dem System des Mannes funktionieren sollten, egal wie es ihnen damit geht, habe ich wiedererkannt


Hart oder? Damit muss man sich aber bis zu einem gewissen Maß abfinden. Da geht’s nicht um Liebe, Freundschaft oder allgemein zwischenmenschliche Bindung, da geht’s um ein Prinzip der Unterordnung.

x 1 #134


Heloise
@Sincerite

Kann es sein, dass du den Faden hier aufgemacht hast, um über deinen Ex zu lästern?
Mir fällt auf, es geht gar nicht um dich, sondern unentwegt um ihn.
Er ist der EX. Hast du zu viel Zeit oder bist irgendwie nicht ausgelastet?

Normales Verhalten ist das nach einem Beziehungsende jedenfalls nicht. Und die bist auch nicht die Erste, die bei der Ex-Beziehung nicht gut wegkommt. Warum wundert dich das? Es hat ja Gründe, warum ihr die Beziehung beendet habt und mir wär das Wumpe, was der Ex über mich denkt. Es ist einfach schlechter Stil, dann über den Partner, den man mal geliebt hat, herzuziehen.

Und dein Anspruch: „Ich möchte geliebt werden!“ Tja dann such dir jemand, dem du es wert bist. Aber so wie du auf Drama bist, wird das wohl so schnell nichts.

x 1 #135


A


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