×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

232

Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

S
@PapaEmeritus
Vor 30 Jahren bin ich zu den erwachsenen Kindern von Alk. Eltern/teilen gegangen. Mein Vater hat viel getrunken. Da wurde mir bewusst, dass ich mir das Leben abdrehe, wenn ich meine Gefühle nicht zulasse. Ich war nur rational. Ich hatte auch keine Empathie, weil ich meine Gefühle ja nicht kannte. Irgendwann ging ich mal über einen Flur und vor mir lief ein Mann. Da dachte ich zum ersten mal, dass dieser Mensch auch Gefühle haben müsste, so wie ich sie jetzt bei mir kannte. Da fing es langsam mit der Empathie an. Ich verstehe, was du meinst. So lange man nicht an seinem eigenen Tiefpunkt ist, fängt man nicht an sich zu hinterfragen. Das habe ich durch die 12 Schritte der AA`s gelernt, die wir auch angewendet haben. Weil ich das für mich erlebt habe, denke ich, dass andere das auch können.

#151


S
@Scheol
Vor 30 Jahren war ich ca. 10 Jahre bei den erwachsenen Kindern von Alk. Eltern/teile. In dieser Zeit habe ich auch eine Therapie gemacht, die leider wegen Schwangerschaft der Therapeutin abgebrochen wurde. Dann war ich vorletztes Jahr in einer psychosomatischen Klinik, wegen einer Nervenreizung. Die ist weg. Dort sind zu den Bildern, die ich aus meiner Kindheit hatte, die damaligen Gefühle und eine massive Traurigkeit aufgebrochen. Die Nervenreizung ist seit dem weg. Danach habe ich mit mit ambulanter Therapie begonnen.

#152


A


Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

x 3


PapaEmeritus
Abgesehen davon, ist die „innere Kind“ Theorie maximal ein therapeutisches Modell, und kein psychologischer Fakt. So etwas wie das innere Kind gibt es nicht als eigene Entität. Die Theorie, dass alles, was uns beschäftigt, auf unsere Kindheit zurückzuführen ist, gilt längst als überholt. Ca. 50 % unserer Persönlichkeit sind genetisch bedingt, Erziehung und Kindheit haben kaum einen Einfluss auf unsere Persönlichkeitsentwicklung. Man geht heute von der sogenannten 50 - 0 - 50 Prozent Regel aus. 50 % genetische Disposition, 50 % sogenannte „nicht geteilte Umwelt“, also Erlebnisse außerhalb des Elternhauses. 0 % Erziehung (wobei das etwas vereinfacht ausgedrückt ist, der Einfluss liegt geschätzt bei ca. 10 %.)

x 1 #153


S
KI sagt auch, das innere Kind habe keine physische Realität. Trotzdem kann ich in mir den Elternanteil (Gebote), den eigenen Erwachsenenanteil (bei mir mit mittlerweile ganz eigenen Werten) und den Kindanteil fühlen.
Das habe ich gefunden:
Schutzmechanismen entwickeln sich als Überlebensstrategie, primär in:
Kindheit
Traumatischen Erlebnissen
Wiederholten emotionalen Belastungssituationen

Zentrale Entstehungsmechanismen
1. Konditionierung
Unbewusste Reaktionsmuster als Lernprozess
Wiederholte negative Erfahrungen prägen Verhaltensmuster
Gehirn entwickelt Vermeidungsstrategien

Aber ich will es nicht unbedingt besser wissen.

x 1 #154


PapaEmeritus
@Sincerite

Diese Schutzmechanismen KÖNNEN sich entwickeln, müssen es aber nicht. Wenn wir durch Kindheitserlebnisse alle in unserer Persönlichkeit gestört würden, würde diese Welt gar nicht mehr funktionieren. Die meisten Menschen entwickeln sich ja aber trotz widriger Umstände vollkommen normal.
Grundsätzlich ist das aber alles egal und nur trockene Theorie. Du musst dir bewusst sein, was du willst, und was nicht. Und ob das jetzt erlebte irgendwas mit deiner Kindheit zu tun hat, sollte man auch hinterfragen. Das musst du natürlich selbst wissen, es ist dein Leben und es sind deine Entscheidungen. Helfen oder gar heilen kannst du so einen Menschen eh nicht, das können nicht mal Therapeuten, da geht’s maximal darum, Verhaltensweisen in Bahnen zu lenken. Vorausgesetzt die begeben sich in Therapie. Schau auf dich, auf das, was du willst. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du für so einen Menschen irgendwann nur noch ein müdes Schulterzucken übrig haben wirst.

x 2 #155


Scheol
@Sincerite
Zitat:
Danach habe ich mit mit ambulanter Therapie begonnen.

Sehr gut.

Zitat:
Etwas Reflektion habe ich bei ihm auslösen können, .

Das ist völlig egal was er ,……
Außerdem glaube ich das bei einem Manipulator nicht wirklich.

Wichtig ist was du daraus lernst und mit nimmst.

x 1 #156


S
@PapaEmeritus und @Scheol
Trotz meiner bisherigen Entwicklung meiner bisherigen Kenntnisse war ich mit dieser Beziehung überfordert. Mein Schutzmechanismus, nichts zu sagen, hat gegriffen. Ich habe bisher begriffen, dass das Abtropfenlassen mich nicht davor bewahrt hat, völlig desillusioniert und ausgelaugt und verletzt daraus zu kommen. Eure Antworten haben mir geholfen, etwas klarer zu werden, mehr zu mir zu stehen, mehr zu akzeptieren, dass er so ist, wie er ist und dass das nichts mit mir zu tun hat. Ich möchte nicht mehr, dass jemand so mit mir umgeht. Deshalb möchte ich ihn auch nicht mehr als Partner zurück. Ich möchte ihn aber auch nicht hassen. Ich danke euch für eure Geduld. Das was ihr mir gegeben habt, kann die Therapie nicht leisten. Ob ich morgen oder übermorgen auch noch so klar bin, kann ich nicht versprechen Zwinkerndes Gesicht

x 1 #157


PapaEmeritus
@Sincerite

Klingt gut. Und ja, du musst dir bewusst sein, das Verhalten hat im Großen und Ganzen Nix mit dir zu tun. Das Verhalten ist intrinsisch, also in der Person angelegt. Genauso wie bei dir bis zu einem gewissen Maß Empathie angelegt ist, Konfliktlösungsstrategien etc..

x 1 #158