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Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle
@Scheol Ganz genau, Mit 4 Jahren wurde er entthront und die Begleitung war vermutlich nicht ausreichend und die Mutter war vermutlich zu streng. Aber wie muss sich so ein Kind gefühlt haben, wenn es solche massiven Schutzmechanismen aufbaut, bis es selbst ganz verschwindet. Ich kann trotzdem nicht zurück gehen,siehe antwort an PapaEmeritus. So viel Abwertung zerstört mich.
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#241
PapaEmeritus Mitglied
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Zitat von Sincerite:
Aber wie muss sich so ein Kind gefühlt haben, wenn es solche massiven Schutzmechanismen aufbaut, bis es selbst ganz verschwindet.
Woher weißt du denn eigentlich, dass es so ist?
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x 1#242
A
Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle
x 3
S
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@PapaEmeritus Sie bekommt kein Mitgefühl von dir, weil sie dir auch kein Mitgefühl gegeben hat? Kleine Kinder haben noch kein Mitgefühl und sie ist emotional in dem kleinen Kind stehen geblieben.
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x 1#243
PapaEmeritus Mitglied
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@Sincerite
Woher weißt du das denn? Wieso soll ich für jemanden Mitgefühl zeigen, der versucht hat, meine Autonomie einzuschränken, mich zu kontrollieren und bei der kleinsten Kritik mit psychologischer Kriegsführung antwortet? Da kann ich weder Mitgefühl, noch Verständnis aufbringen. Ich denke, dass Mitgefühl gegenüber diesen Menschen sogar falsch ist.
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x 2#244
S
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@PapaEmeritus Er hatte einige Erinnerungen aus seiner Kindheit. Dann fand er heraus, dass er schon immer trotz Beziehung auch von anderen Frauen gut gefunden werden wollte, wegen seiner Minderwertigkeitskomplexe. Und ich habe auch viel gelesen, aber hauptsächlich mit 2 KI`s gearbeitet. Dazu kommen meine Kindheitsgefühle, die jetzt nicht mehr abgespalten sind. Mich hat es schon in der Symbiose erwischt und ihn scheinbar mit 4 Jahren. Mit 4 Jahren ist man schon ein ich und hat schon Möglichkeiten. In der Symbiose kann man nur aushalten und später war mein Schutzmechanismus: nichts sagen, keine Widerworte..., Scham und Schüchternheit
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x 1#245
PapaEmeritus Mitglied
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@Sincerite
Ich seh das pragmatisch. Selbst wenn diese Menschen in ihrer Kindheit von früh bis abends traumatisiert wurden, gibt es ihnen nicht das Recht, das später an Menschen, die nix mit ihrer Kindheit zu tun haben, zu wiederholen. Wer dafür dann noch Mitgefühl aufbring, steckt mMn noch fest.
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x 1#246
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Zitat von PapaEmeritus:
Wieso soll ich für jemanden Mitgefühl zeigen, der versucht hat, meine Autonomie einzuschränken, mich zu kontrollieren und bei der kleinsten Kritik mit psychologischer Kriegsführung antwortet?
Wieso sollt sich jemand so benehmen, wenn er ein gesundes Selbstwertgefühl hat, eigene Werte hat, Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein hat. Er wäre emotional satt und hätte Platz in seinem Fokus auch für andere. Er hätte etwas übrig, was er geben könnte.
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x 1#247
S
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@PapaEmeritus Ich wollte jetzt keinen wunden Punkt bei dir treffen! Wenn das so war, tut es mir leid. Ich bin halt der Meinung, dass es solche Zusammenhänge gibt. Aber trotzdem sind sie erwachsen und tragen die Verantwortung dafür. Ich kann ihren Schmerz sehen und trotzdem zur Verantwortung ziehen und mich selbst gleichzeitig schützen. Außerdem möchte ich keine Beziehung mit einem Mann führen, der emotional bei ca. 5 Jahren stehen geblieben ist.
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x 1#248
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@PapaEmeritus Ja ich stecke noch fest, sonst wäre ich nicht hier
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#249
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@Sincerite
Alles gut. Es geht nicht um einen wunden Punkt, sondern um die Realität. Ich hab Monate gebraucht, um unter den Trümmern hervorzukriechen. Dieser Mensch hat mir ein Stück weit meine Sicherheit, mein Vertrauen in andere Menschen genommen. Als es mir noch richtig schlecht ging, hab ich mir auch immer wieder gesagt, ich muss diesem Menschen verzeihen usw. Inzwischen denke ich, dass muss ich nicht.
Ich kann auch nicht sagen, dass ich komplett frei bin, aber ich weiß inzwischen, welche Schuld ich habe, und welche Schuld sie hat, und mir ist vollkommen egal, was der Mensch erlebt hat, das Verhalten ist indiskutabel.
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x 2#250
S
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@Scheol Menschen projizieren ihre abgespaltenen Gefühle auf andere. Diese fühlen sich dann so, wie diese Menschen sich in der Vergangenheit gefühlt haben. Bei seinem Fremdflirten in meiner Gegenwart habe ich mich so gefühlt, wie sich ein entthrontes Kind ohne gute Begleitung fühlen muss: wertlos, überflüssig, laufe nur neben her.
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#251
S
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@PapaEmeritus Ich verstehe dich ganz genau. Bei mir war es ein großes Schlachtfeld, alles zerstört und ein riesiges emotionales Durcheinander in mir, was zurück blieb. Zu erst war ich nach der Trennung völlig erschöpft. Danach kamen die Gefühle und ich habe alles zu Ende gefühlt. Und es war Angst in mir. Bei jeder Kleinigkeit habe ich mich erschrocken. Ich hatte auch Angst davor, dass eine Mail von ihm da sein könnte. Aber alle diese Gefühle, waren Gefühle aus meiner Kindheit. Ich kann jetzt zwar verstehen, woher sein Verhalten vermutlich kommt, aber verziehen habe ich noch nicht. Im Augenblick kommt eher Ärger in mir hoch.
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x 1#252
S
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@PapaEmeritus Vielleicht bräuchte ich etwas mehr von Deiner Einstellung.
Ich sehe eben genau den Punkt anders. Für mich hat das Verhalten nicht unbedingt was mit verletzten Kindergefühlen zu tun. Das mag vielleicht eine Rolle mit spielen, aber für mich ist es ein Muster aus Macht, Kontrolle, Arroganz und (affektiver) Empathielosigkeit. Und Experten wie Salerno und Ramani Durvasula (eine der führenden Expertinnen auf dem Gebiet), sind zB absolute Gegner von Vergebung und Empathie für diese Menschen.
Du musst das auch nicht so sehen, wie ich. Ich kann auch falsch liegen. Du musst eben den für dich richtigen Weg finden.
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x 1#254
S
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GPT-OSS 120B Kurzantwort: Weder Dr. Salvatore Salerno noch Dr. Ramani Durvasula lehnen Empathie und Vergebung für Narzissten grundsätzlich ab. Sie betonen jedoch, dass diese Konzepte realistisch und selbstschützend eingesetzt werden müssen.
Was die beiden tatsächlich sagen Autor / Werk Kernaussage zu Empathie & Vergebung Kontext Salvatore Salerno – The Narcissist’s Playbook (2022) Empathie ist wichtig, aber nur, wenn sie nicht zu Selbstaufgabe führt. Er warnt davor, sich in die „Wunden“ des Narzissten zu versetzen, weil das häufig zu Manipulation führt. Fokus auf gesunde Grenzen und Selbstschutz. Ramani Durvasula – Should I Stay or Should I Go? (2020) Vergebung kann heilsam sein, solange sie nicht bedeutet, das missbräuchliche Verhalten zu entschuldigen oder wieder zuzulassen. Sie empfiehlt, Vergebung als inneren Prozess zu sehen, nicht als Freigabe für den Narzissten. Therapie‑ und Coaching‑Ansatz, stark auf Selbstfürsorge ausgerichtet.
Warum das oft missverstanden wird „Vergeben“ ≠ „Akzeptieren“ – Beide Autorinnen betonen, dass Vergebung nicht bedeutet, das Fehlverhalten zu billigen oder die Beziehung fortzusetzen. Empathie als Werkzeug, nicht als Schwäche – Empathie hilft, das Verhalten des Narzissten zu verstehen (z. B. als Abwehr von Verletzlichkeit), aber sie sollte nicht dazu führen, dass du deine eigenen Bedürfnisse ignorierst. Grenzen bleiben zentral – Empathie und Vergebung funktionieren nur, wenn klare persönliche Grenzen bestehen und du dich nicht wieder in das Muster von Gaslighting oder Schuldumkehr hineinziehen lässt.
Praktische Schritte für dich Selbst‑Empathie zuerst – Erkenne deine eigenen Gefühle an, bevor du versuchst, die des Narzissten zu verstehen. Vergebung als inneren Abschluss – Schreibe einen kurzen Brief (du musst ihn nicht abschicken) in dem du deine Wut, Trauer und das Erlebte benennst und dann bewusst sagst: „Ich lasse das los, um mich selbst zu befreien.“ Grenzen festlegen – Formuliere eine klare Aussage, z. B.: „Ich respektiere dich, aber ich erlaube keine abwertenden Kommentare.“
Mantra: „Ich bin würdig, Mitgefühl zu empfangen und zu geben, ohne meine Sicherheit zu gefährden.“ x.
Meine Frage war: Salerno und Ramani Durvasula, sind diese beiden gegen Empathie und Vergebung für narzissten?
Ich dachte schon, wenn zwei so unterschiedliche Meinungen gegen einander stehen, dann ist die Lösung bestimmt die Mitte.