PapaEmeritus
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Gute Frage. Hier geht es eher um mein Weltbild. Ich hatte immer eher ein humanistisches Bild. Das liegt jetzt bisl in Trümmern. Vor allem weil der Mensch in meinem Fall das solange „verstecken“ konnte. Oder ich hab mich lange unbewusst angepasst. Mit mir ist eigentlich ein leichtes Auskommen. Solange man meine Autonomie akzeptiert, und mir mit Respekt begegnet, bin ich, ich nenne es mal sehr pflegeleicht. Problematisch wurde es für mich, als sie anfing zu versuchen, meine Autonomie einzuschränken. Und das war nach ca. 2 Jahren. Für mich ist vieles verhandelbar, außer Autonomie und Gerechtigkeit. Und da gab es von mir Gegenwehr. Und das ist für solche Menschen ja der Super-Gau und von da an eskalierte es immer mehr. Es ist die lange Zeit der Normalität und der folgende Bruch im Verhalten. Das war für mich ein Schock. Von dem liebenswerten Menschen, den ich kennengelernt hatte, war genau nichts mehr zu sehen. Dieses Schwarz-Weiß denken eben. Und ich habe gekämpft und gekämpft, um den Menschen wieder zu bekommen, bis mir klar wurde, dass dieser Mensch in der Form nicht intrinsisch existiert.
Ich weiß, worauf du zwecks der Familie hinauswillst, aber das trifft bei mir nicht zu. Mein Vater war nicht der liebste Mensch, um das mal so auszudrücken. Aber das war was komplett anderes. Der ist in den Nachwende-Jahren arbeitslos geworden, und hat sich davon nie erholt.