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Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

PapaEmeritus
@Sincerite

Falls du YouTube oft nutzt, könnte ich dir Dr. Ramani empfehlen.

https://www.youtube.com/@DoctorRamani

Oder dieses Interview mit Dr. Salerno, er ist ein Vertreter, der Seite, die das ganze nicht mit Trauma und/oder Erziehung erklärt.

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S
@PapaEmeritus
Danke für die Tipps, ich habe zwar Abi, aber Englisch ist lange her. Diese Videos machen mich nervös, weil die Übersetzung entweder schriftlich ist oder von einer hektischen Dolmetscherin vorgenommen wird. Weil ich dadurch zu sehr im Kopf bin, kann ich nicht alles in Ruhe aufnehmen.

x 1 #347


A


Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

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PapaEmeritus
@Sincerite

Ich weiß, es ist leider sehr oft englisch sprachig. War nur als Tip gemeint. 🙂

x 1 #348


M
bei mir ist es so, dass ich parallellen im früheren verhalten meiner eltern zum expartner sehe. eindeutige. bis hin zu extremen paranoiden opferinszinierungen, mich klein machen / halten.
was selbst vor kurzem noch passierte: tolles ereignis errungenschaft für die zukunft; reaktion des elternteils: anstatt sich zu freuen: angst säen, "wind aus den segen nehmen".
als ich hunderte km von daheim wohnte in jüngsten jahren hat ein elternteil mich auf die distanz versucht klein zu halten, zu kontrollieren. obgleich sie nie zu besuch waren, freute ich mich als junge frau, neue möbel gekauft zu haben: reaktion : kauf nicht zu viel möbel, weil stell deine wohnung nicht zu. (wind aus den freudigen segeln nehmen) - waaaaaaaas ?
sogar die (normale) wahl meiner unterwäsche wurde zum thema, gefiel ihr nicht. - gehts noch ?
meine haarstruktur, tag davor: du siehst toll aus nach fríseur; tag danach: die hat schöne haare, nicht so wie du (vor versammelter manschaft). es ging um die fülle, was man nicht beeinflussen kann! auch kein schnitt - wobei sie massive haarprobleme hat. - oder ich stell neues profilbild ein, werde von vielen gelobt. sie sofort reagiert und sendet mir nachricht : das gefällt mir nicht. (mehrfach so vorgekommen).
das ist alles lang her. aber ich finde es unfassbar.
diese trennung von diesem ex-menschen hat vieles im vergleich hochgebracht bzw in einem anderen licht dastehen lassen. und dazu gefühert, dass ich mich mehr abgrenze von so unfairem, unsachlichen, disrespektvollen verhalten mir gegenüber.
ich war die letzten wochen, tage erfolgreich darin. kann auch noch besser mein gegenüber spiegeln, direkter sein.
echt komisch, was so in diesem bereich in letzter zeit passiert ist.und, wie schnell sich leute dann verabschieden. aber es juckt mich nicht die bohne.

x 2 #349


PapaEmeritus
@Mada

Klingt gut. Das ist schon interessant, dass es da Parallelen zu seiner Kindheit oder Jugend gibt. Paranoia scheint da auch oft ne gewisse Rolle zu spielen, hab ich zB auch erlebt. Ist mir auch erst in Nachhinein aufgefallen, dass die Frau ne gewisse Paranoia hatte. Das ist für mich auch ein Zeichen, dass da gewaltig was nicht stimmt.
Freut mich, dass du dich da auch verbessern konntest, was respektloses Verhalten angeht, das sollte man sich nie gefallen lassen.

Wie geht’s eigentlich @Sincerite?

x 1 #350


S
Hallo @PapaEmeritus und @Mada,
ich schlage mich emotional so durch und sehe mir Youtube-Videos zu innerer Unterdrückung, zu Selbstliebe usw. an. In meinem eigenen Leben bin ich noch nicht so richtig angekommen. Es kamen ja auch mehrere Sachen zusammen: nach 7 Monaten psychosomatische Klinik wieder auf eigenen Füßen zu stehen, dort war eine heile Welt und es wurde für mich gesorgt, gleich Beginn dieser Beziehung, und Pensionierung in 9/25. Alles ist jetzt weg und ich habe noch keinen neuen Weg für mich gefunden. Dazu wabern immer noch Erinnerungen aus dieser Beziehung in mir und ich stelle immer wieder fest, dass ich nach den ersten Dramen nichts mehr gesagt und mich nicht mehr gezeigt habe. Mein altes Muster, mich innerlich unsichtbar zu machen. Aber ich habe bis heute ja auch viel mehr verstanden und könnte ganz andere Fragen stellen oder Antworten geben. Meine innere Bedürftigkeit, gesehen-gewollt-anerkannt-angenommen-wertgeschätzt werden, hat zu diesem Stillsein geführt. In der Therapie habe ich gelernt, dass ein innerer Teil von mir dieses dem bedürftigen Teil von mir geben muss. Es im Außen zu suchen, macht mich abhängig. Ich habe jetzt schon länger das Bedürfnis, innerlich endlich frei und ich selbst sein zu können und das auch auszudrücken und zu leben. Das wurde mir früher wegkonditioniert. Stattdessen wurde mir zu verstehen gegeben, wie ich sein soll. Diese Woche, als ich morgens wach wurde, noch bevor ich meine Augen öffnen konnte, kam der Satz: ich unterdrücke mich selbst. Jetzt weiß ich, meine Schutzmechanismen und die verinnerlichte Mutter unterdrücken mich. Ich habe Angst mich zu zeigen, wenn der andere sich dadurch kritisiert fühlen könnte und sich deshalb von mir abwendet. Ich habe als Kind verstanden, dass ich so, wie ich bin, falsch bin und habe mich bemüht ein "gutes" Kind zu sein. Mein Inneres wurde selten gespiegelt und angenommen, sondern abgelehnt. oder gar nicht wahr genommen oder als unwichtig abgetan. Genau das, habe ich in der Exbeziehung wieder erlebt. Aber mein Inneres hat die Gott-gegebene Berechtigung zu sein und sich zu zeigen. Welchen Sinn hätte es sonst, dass ich lebe und auf diese Welt kam.
Aber gleichzeitig, ist in meinem Kopf wieder so viel Platz, dass ich den fehlenden Antrag der Therapeutin bei der Beihilfe auf den Weg bringen konnte und ich habe angefangen, einen Fantasieroman zu lesen. Das Buch habe ich schon Monate. Es macht Spaß. Gehe auch ab und zu zu Fuß in den nächsten Stadtteil.

Wie geht es dir @PapaEmeritus?

x 1 #351


S
@Mada
Seit dieser Exbeziehung bin ich sehr sensibel für Grenzverletzungen und Besserwisserei geworden. Es sind für mich beides Verhaltensweisen, die auf Kosten anderer das eigene Selbstwertgefühl puschen sollen. Ich hatte vor kurzem einen Online-Kontakt, viel geschrieben, 2mal getroffen. Dann habe ich ihm höflich geschrieben, was ich übergriffig und welche Besserwisserei ich unnötig fand. Die Antwort war eine Entschuldigung und gute Wünsche für meine Zukunft. Es hat mich überhaupt nicht berührt. So ein Benehmen verursacht mittlerweile Übelkeit bei mir und ich vermisse diesen Kontakt gar nicht. So geht es auch, dass sich diese Menschen von alleine selbst aussortieren Zwinkerndes Gesicht Wäre er nicht so ein Mensch gewesen, wie ich vermutet habe, hätte er auf meine Hinweise ganz anders reagiert. So viel zu meinem Fortschritt im Grenzen setzen.

#352


PapaEmeritus
@Sincerite

Warst du in dieser Klinik während oder nach der Beziehung? Ich finde es sehr interessant, dass du da so viel über dich lernen konntest, so reflektiert muss man erstmal sein. Es ist auch unfassbar wichtig, sich selbst zu zeigen, selbst zu sein. Man kann sowas ja auch nicht ewig unterdrücken, das macht einen ja auch krank. Ich hatte eine ähnliche Entwicklung, als ich so Anfang 30 war.

Grundsätzlich geht es mir gut, über manche Dinge muss ich schon lachen, manche Dinge finde ich heute noch verstörend, zB die Kälte in diesem Menschen. Das muss auch kein schönes Leben sein, wenn man Kontrolle und Macht über andere Menschen braucht, aber das ist nicht mein Problem.

x 1 #353


S
@PapaEmeritus Ich habe ihn in dieser Klinik kennen gelernt. Wir waren wohl beide bedürftig. Das reflektieren habe ich in meinen 30ern gelernt, da bin ich zu den erwachsenen Kindern von Alk. Eltern(eilen) gegangen, weil ich in meinen Beziehungen immer nicht wohl gefühlt habe und der Schmerz nach jeder Trennung immer schlimmer wurde. Wir haben nur von uns selbst gesprochen und versucht auch auf unser Leben die 12 Schritte der AA anzuwenden. Da gibt es einen Schritt über eine furchtlose innere Inventur. Dieses bewusste und wertfreie Beobachten meiner Gedanken und Gefühle mache ich seit dem automatisch permanent. Dann ist meine Mutter abgestürzt nach dem Tod meines Vaters und ich habe sie im Heim begleitet, weil sie noch viel zu jung dafür war und ich wollte, dass sie am Laufen bleibt und noch eine gute Zeit haben kkann . Aber ich habe in diesen 15 Jahren meine eigenen Bedürfnisse nicht gespürt. Ich hatte noch 2 Stunden täglich für mich, ankommen, essen, runterkommen und ins Bett. 7 Tage/Woche. Ich denke heute, dass da mein innerer Alarm aus meiner Kindheit angesprungen ist und Alarm bedeutet Gefahr und alle anderen Bedürfnisse schaltet das Körpersystem aus. Ich hatte auch, entschieden, dass ich keine Partnerschaft mehr versuchen will. Ich war ca. 20-25 Jahre ohne Freund, als ich ihn kennenlernte. Tsss und voll daneben gegriffen. Ich habe noch heute morgen gedacht, komisch, dass ich ausgerechnet einen Narzissten erwischen musste. Nur das Grandiose hatte er nicht. Das hätte mich abgeschreckt.

Ja die Kälte in diesen Menschen. Ich denke, sie kommt daher, weil sie kein Mitgefühl haben können und wie in einem Dauerkrieg permanent sich um sich kümmern müssen, fürs Überleben. Ich denke oft an deine Geschichte. 2 Jahre schön, das ist eine lange Zeit und plötzlich kommt Manipulation, um einen nach den eigenen Wünschen zu formen und einem einen bestimmten Platz zuzuweisen. Dann muss man gehen, um sich selbst zu schützen, obwohl man eigentlich nicht gehen wollte. Die Wut gehört auch zu dem Trauerprozess. Sie ist auch wichtig für den Heilungsprozess.

x 1 #354


PapaEmeritus
@Sincerite

Das ist schon hart, wenn man sich da so aufopfern muss für die eigene Mutter. Auf der einen Seite macht man es irgendwo ein Stück weit selbstverständlich, auf der anderen Seite gibt man sich da auch ein Stück weit selbst auf. Dass du den Mann aber in einer Klinik kennengelernt hast, ist durchaus interessant. Auch bei mir war die Grandiosität nach außen hin nicht so ausgeprägt. Das ist oft auch nicht so, diese Menschen wissen ja bereits, dass sie das Beste auf der Welt sind, und wenn du das nicht akzeptierst und dich unterordnest, ist das dein Problem. Und 2 Jahre waren wirklich lang, das wirkt eben selbst Monate danach noch nach. Und diese Kälte und die fehlende Achtung vor anderen Menschen und vor allem deren Leid ist schon erschreckend. Und als ich mich nicht mehr formen lassen wollte, wurde ich zum Problem. Das ist auch eine fast schon existenzielle Enttäuschung. Verstörend ist auch, wie lange es solche Menschen schaffen, sich im Großen und Ganzen vollkommen normal zu verhalten. Da wird eben irgendwie alles in die Oberfläche investiert. Und wenn man die ankratzt, bricht die sofort zusammen. Damit kämpfe ich tatsächlich heute noch. Nicht mal unbedingt mit dem manipulativen Verhalten, sondern wie dünn diese Oberfläche war.

#355


S
@PapaEmeritus
Das ist eine besondere Art von Verletzung: nicht nur die Manipulation selbst, sondern die Erkenntnis, dass die ganze Normalität eine Fassade war. Und jetzt kämpfst du damit, dass diese Oberfläche so brüchig war – dass hinter all dem so wenig echte Substanz steckte.
Das ist existenziell, weil es Fragen aufwirft wie: Wie lange habe ich mit einer Illusion gelebt? Wie konnte ich das nicht sehen? Und manchmal auch: Was bedeutet das über meine Fähigkeit, Menschen zu vertrauen? Dein Erlebnis ist eine tiefgreifende Enttäuschung. Vielleicht bedeutet es für dich, wenn die Oberfläche so dünn war, dass es nur Schauspiel war, hinter der Oberfläche gab es nichts. Wenn das Innere außen zu sehen ist, dann kann man so tief kratzen, wie man will, es ist innen wie außen. Was bedeutet es für dich, dass du es erst nach 2 Jahren sehen konntest?. Zweifelst du jetzt an deiner Menschenkenntnis? Letztendlich wurdest du um etwas Echtes betrogen. Es war gar nicht da. Hast du das Gefühl, dass es Zeitverschwendung war?. Wunderst du dich über dich, dass du es nicht sehen konntest, obwohl die äußere Schicht so dünn war?

x 2 #356


PapaEmeritus
@Sincerite

In deinem Fall hast ja auch du das Ganze beendet, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, oder? Ich hab das ja in meinem Fall zu keinem Zeitpunkt bereut. Ich werf mir auch nicht vor, dass ich investiert habe, ich hab das ja im Guten Glauben getan. Wenn ich mir das jetzt vorwerfe, kann ich mich daheim einsperren, und brauch nie wieder Nähe zu anderen Menschen aufbauen. Zeitverschwendung trifft es da schon eher, vor allem, nachdem man gesehen hat, wie wenig Substanz da da ist. Dass es Menschen gibt, die so flach, so leer sind, ist tatsächlich sehr erschreckend gewesen.

#357


S
@PapaEmeritus Das verstehe ich. Für mich ist es erschreckend, dass es Menschen gibt, die gar nicht mitfühlen können. Denen es egal ist, wenn man auch wegen ihnen leidet. Die einen in dem Glauben lassen, dass sie Gefühle für einen haben, obwohl es gar nicht so ist. Die einen für die eigenen Bedürfnisbefriedigung, Geborgenheit, Trost, körperliche Nähe, nicht allein sein zu müssen, benutzen Die einen bewusst kleine Brotkrumen von Zuwendung geben, damit man dabei bleibt. Für sie sind andere Menschen nur Statisten in ihrem Leben.
Ehrlich, ich glaube gar nicht, dass es in ihr flach und leer war. Es gab da nur etwas anderes, als sie nach außen gezeigt hat.

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PapaEmeritus
@Sincerite

Ich verstehe, was du meinst. Man fragt sich eben, was ist unter der Oberfläche. Vielleicht ist es ein Bedürfnis nach Macht und Kontrolle. Ich hatte die Idee mit der Leere eben, weil das Verhalten dieser Menschen ja auf „Mitarbeit“ angewiesen hat. So bald man nicht mehr zu 100 % mitarbeitet, verschlimmert sich das Verhalten ja nur, und wenn man die Mitarbeit ganz einstellt, kommt vielleicht noch bisl Hoovering etc. Aber es ist ja nicht so, dass eine normale, reflektierende Persönlichkeit durchbricht.

#359


S
@PapaEmeritus
Ihre eigenen inneren Fässer sind leer: Selbstwert, Selbstbestätigung, die Verbindung mit sich selbst u.a. Sie können sie nicht selbst füllen und brauchen andere dafür. Reflektion würde die Grandiosität ins Wackeln bringen und das darf auf keinen Fall sein. Dann verlieren sie vor ihren eigenen Augen ihre Existenzberechtigung und diese uralte Überlebensangst bricht durch.
Zitat von PapaEmeritus:
Das ist auch eine fast schon existenzielle Enttäuschung.

Ich würde das gerne noch besser verstehen können. Was ist an dieser Enttäuschung für dich existentiell? Aber ich würde auch verstehen, wenn du darauf nicht antworten möchtest, ist ja sehr privat.

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A


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