@Akelei76
ich habe mir an Video über "ich bin die dritte Frau" angehört. Dieser Partner war viel extremer als mein Ex. Bei meinem Ex war es subtiler und immer mal wieder nebenbei, so als ob es für ihn normal wäre. Ich habe noch die KI von DuckDuckGo gefragt: welche Mechanismen gelten bei partnerschaftliche gewallt, ohne körperliche Gewalt. Da kam alles raus, was ich erlebt habe. Allerdings war er doch zweimal körperlich übergriffig: einmal versuchte er mich am Arm fest zu halten. Auf meine spontane Reaktion ließ er sofort los. Und einmal bearbeitete er meinen Po mit schnellen kreisenden Bewegungen, weil ich ihm seiner Meinung nach etwas nicht zugetraut hatte. Das löste einen Trigger aus meiner Kindheit aus und ich sagte scharf : nicht anfassen. Das schüchterte ihn so ein, dass er sich 10 Tage zurück zog. Und weil ich es aus meiner Kindheit gewöhnt war hinsichtlich echter Liebe nur Brotkrumen zu bekommen, habe ich gar nicht gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Ihm war im Nachhinein gar nicht bewusst, dass es 10 Tage waren. Er versuchte gar nicht, meine Reaktion zu verstehen, obwohl ich versuchte, es zu erklären. Ich fragte ihn dann, ob es ihm egal sei, wie es mir geht, und er sagte: ja, in diesem Fall schon.
@PapaEmeritus
Was meinst Du damit?: Denn für diese Menschen heißt es ja: Grenzen bedeuten Konsequenzen.
@Besserwisser60
Bisher wusste ich nicht, dass NoContact die einzige Möglichkeit ist, meine jetzige innere Situation in den Griff zu bekommen. Das lese ich hier zum ersten Mal. Und dass dabei auch so etwas wie Sucht eine Rolle spielen könnte, habe ich auch zum ersten Mal in diesem Forum gelesen. Die Therapeutin ließ das Wort "Sucht" auch mal fallen. Aber ich habe das in mir nicht wieder gefunden. Vielleicht kommt Sucht auch von "suchen"...
In dem ganzen bisherigen Prozess war ich bisher nur selten wütend auf ihn. Ich denke, da er das, was ich gebraucht habe, gar nicht hat, dann brauche ich ihn nicht wütend auf ihn zu sein. Wenn es einfach nicht da ist, dann kann er es auch nicht geben. Er hat es mir ja nicht bewusst verweigert, um mir persönlich was an zu tun. Er kennt nur diese Art von Interaktion. Im Nachhinein kam er mir vor, wie ein Soldat auf einem Schlachtfeld, ständig in Alarmbereitschaft und überleben um jeden Preis. Wenn es ums Überleben geht, stellt der Körper auch die Empathie ein. Auch das Abwerten und Kleinmachen dient dem Ausgleich des Minderwertigkeitskomplexes. Ein Minderwertigkeitskomplex soll ein andauernder Schmerz sein. Wenn er reflektiert gewesen wäre, hätte er mich über diese Anteile von sich informieren müssen, damit ich nicht ins offene Messer renne. Ansonsten ist es meine Verantwortung so etwas zu erkennen und mich davor zu schützen.
Von RedFlags wusste ich bis dato auch noch nichts. Ich habe zwar schon am Anfang "komisches Verhalten" wahrgenommen, aber niemand ist perfekt. Am Anfang habe ich Sachen noch angesprochen und er hat es nicht wiederholt.
Es stimmt, dass am Ende von mir nicht mehr viel übrig geblieben ist. Weil durch meine Art mit Vorwurf Grenzen zu setzen sich am Anfang richtige Dramen entwickelt hatten, habe ich später darauf verzichtet. Eine andere Art Grenzen zu setzen, muss ich noch lernen. All die Sachen haben mich nicht bewogen auf zu geben, vermutlich weil ich Dramen, Respektlosigkeit, Abwertung aus meiner Ursprungsfamilie kenne und deshalb vielleicht meine Toleranzgrenze sehr hoch ist. Er sagte auch immer, ich solle daran denken, dass er mich doch lieb habe. Er wolle mich nicht verletzen.
Ja es stimmt, ich möchte wieder liebevoller mit mir selbst umgehen.
@Plague
Doch mein Selbstwertgefühl ist in Ordnung. Ich dachte, weil es ja "angeboren" ist, kann es mir niemand wegnehmen und habe versucht, das Meiste an mir abtropfen zu lassen. Nur wenn ich mitbekommen hätte, dass jemand anderes so behandelt worden wäre, hätte ich mich für diesen eingesetzt, weil niemand so behandelt werden sollte. Warum ich das nicht für mich getan habe, weiß ich nicht. Ich denke, es ist eine Prägung aus meinem Elternhaus. Aber es ist gut, das jetzt mal bewusst so zu sehen. Ich gebe Dir Recht: es war der Sieg der Bedürftigkeit über alles andere. Ja, jetzt wird es mir immer bewusster, dass er alles, was ich doch angesprochen hatte, so gedreht hat, dass er nichts Falsches gemacht hat, auch mit absurden Begründungen. Zu dem Fremdflirten bei seinem Geburtstagsessen sagte er mir später, ich hätte ihn am Handgelenkt anfassen und sagen sollen, dass ich ihn behalten möchte. Ich dachte nur : komisch, wie so am Handgelenkt anfassen, das machte er mir zweimal vor. Dass das auch schon wieder Schuldumkehr war, habe ich da nicht begriffen. Egal was zukünftig noch in meinem Leben passiert, ich werde Schuldumkehr nicht mehr annehmen. Ich hoffe, ich werde es direkt erkennen. Obwohl meine Eltern so etwas ständig gemacht haben, habe ich das damals und jetzt nicht erkannt. RedFlags gibt es bestimmt immer. Aber sollte man denn schon bei der ersten RedFlag gehen?
Eine Antwort kann ich hier nicht mehr sehe. Das vrsuche ich mit einer neuen Antwort
@Wasabix
Ob mir das Kaffeetrinken etwas gutes bringen könnte, weiß ich nicht. Ich habe ihn bei zwei vorherigen Arztterminen (einmal nach unserer Pause und einmal 2 Monat nach dem Ende) für so ein Kaffeetrinken gefragt. Und beidemale, hatte ich das Gefühl, dass es gut sei. Bei dem erstenmal entschuldigte er sich mit Tränen, obwohl er vorher versucht hatte, alles zu verdrehen. Beim zweitenmal, war es für mich gut, Ihn noch einmal zu sehen, weil das Ende so holterdipolter war. Aber jetzt durch Eure Rückmeldungen wird mir dazu bewusst, dass er versuchte, sich von aller Schuld reinzuwaschen. Auch sein Vermieterfreund war schuld. Ich hätte die Giraffe nicht ihm zurückgeben, sondern in meinen Keller stellen sollen, die Rückgabe habe ihn traurig gemacht und ich hätte ihm beim Fremdflirtn an seinem Handgelenk festhalten sollen (siehe oben). Trotzdem tat es mir irgendwie gut, einen friedlichen Abschluss zu haben, die Begrüßung und der Abschied waren liebevoll. Für dieses evt. Kaffeetrinken jetzt wollte ich nie und werde ich danach fragen. Wenn, dann müsste er fragen. Wenn er fragen würde, wäre das tatsächlich etwas positives für mich. Denn bei mir gäbe es ja nichts mehr zu holen, weder S., noch Geborgenheit und auch keine Unterstützung bei der Steuer mehr. Vielleicht erhoffe ich mir Anerkennung meiner selbst. Ich schwanke da, einmal bin ich mir sicher, dass es besser wäre, dass es nicht stattfindet und dann kommen wieder Zweifel. Aber ich glaube, er wird sich nicht melden. Noch ein/zwei Wochen, dann weiß ich es.
@Scheol
Ich glaube mittlerweile auch, dass er vieles von dem guten Verhalten kognitiv und nicht auch einem liebevollen Gefühl für mich gemacht hat.
@bebee
nicht hausverwalter
sondern HAUSVERBOT !
ach menno
Das hat mich so berührt. Ich mache selbst so viele Fehler. Der Hausverwalter war auch nicht so schlecht, weil die für Ordnung sorgen

Es stimmt, er wabert noch in mir rum, aber es wird weniger. Ich spüre, dass meine Selbstachtung langsam wieder zurückkommt. Aber ich möchte nicht mehr unterdrücken, ich fühle alles zu Ende. Ich möchte nicht, dass durch diese Beziehung unbewusste Trigger in mir zurückbleiben.
@Scheol
Verlustangst kann schon sein. In meiner Kindheit hatte ich immer Angst meine Eltern zu verlieren, weil es immer wieder auf der Kippe stand und ich bei einer Trennung in ein Heim gekommen wäre. Mit 2 Jahren war ich mal im Krankenhaus und sie durften mich nicht besuchen. Für mich war klar, dass sie nie mehr wiederkommen werden und habe aufgehört zu essen.