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Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

Besserwisser60
Zitat von Sincerite:
@Malina84 und @PapaEmeritus Danke Euch. Ich kann so etwas gerade wirklich gebrauchen. Es könnte sein, dass er die kommende Woche in meiner Stadt ist (300 km) ist wegen einem Arzttermin . Es könnte sein, dass er wegen Kaffee trinken fragt. Ich überlege schon länger, ob ich darauf eingehen würde oder nicht, falls ...

Du weißt selber, dass NoContact für die einzige Möglichkeit ist das jemals in den Griff zu bekommen, warum kann er dich überhaupt noch erreichen?

Da spricht wohl eher die süchtige Stimme aus dir, die wieder ihren "Stoff" braucht.

x 2 #61


PapaEmeritus
Zitat von Plague:
Das ist ja das Perfide: Selbst wenn du es angesprochen hättest, hätte er es am Ende so hingedreht, dass du die Böse gewesen wärst. Trotzdem wären eine gesunde Portion Gegenwind und rechtzeitige Konsequenzen hilfreicher gewesen.


Das ist ganz wichtig, und auch ein Punkt, den viele meiner Meinung nach übersehen. Ja, es wäre definitiv besser gewesen, eher Grenzen zu setzen oder eher zu gehen. Aber es hätte sehr gut wahrscheinlich nichts am Ausgang geändert. Denn für diese Menschen heißt es ja: Grenzen bedeuten Konsequenzen.

x 2 #62


A


Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

x 3


A
Zitat von Sincerite:

Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich wissen möchte, warum ich das alles so lange mitgemacht habe.

Ich lege dir dazu von Herzen den Podcast "Ich bin die Dritte Frau" ans Herz. Spotify zB. Da gehts genau um dieses Thema.
Das was du erlebt hast, ist partnerschaftliche Gewalt. Da gelten besondere Mechanismen.

x 1 #63


S
@Akelei76
ich habe mir an Video über "ich bin die dritte Frau" angehört. Dieser Partner war viel extremer als mein Ex. Bei meinem Ex war es subtiler und immer mal wieder nebenbei, so als ob es für ihn normal wäre. Ich habe noch die KI von DuckDuckGo gefragt: welche Mechanismen gelten bei partnerschaftliche gewallt, ohne körperliche Gewalt. Da kam alles raus, was ich erlebt habe. Allerdings war er doch zweimal körperlich übergriffig: einmal versuchte er mich am Arm fest zu halten. Auf meine spontane Reaktion ließ er sofort los. Und einmal bearbeitete er meinen Po mit schnellen kreisenden Bewegungen, weil ich ihm seiner Meinung nach etwas nicht zugetraut hatte. Das löste einen Trigger aus meiner Kindheit aus und ich sagte scharf : nicht anfassen. Das schüchterte ihn so ein, dass er sich 10 Tage zurück zog. Und weil ich es aus meiner Kindheit gewöhnt war hinsichtlich echter Liebe nur Brotkrumen zu bekommen, habe ich gar nicht gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Ihm war im Nachhinein gar nicht bewusst, dass es 10 Tage waren. Er versuchte gar nicht, meine Reaktion zu verstehen, obwohl ich versuchte, es zu erklären. Ich fragte ihn dann, ob es ihm egal sei, wie es mir geht, und er sagte: ja, in diesem Fall schon.

@PapaEmeritus
Was meinst Du damit?: Denn für diese Menschen heißt es ja: Grenzen bedeuten Konsequenzen.

@Besserwisser60
Bisher wusste ich nicht, dass NoContact die einzige Möglichkeit ist, meine jetzige innere Situation in den Griff zu bekommen. Das lese ich hier zum ersten Mal. Und dass dabei auch so etwas wie Sucht eine Rolle spielen könnte, habe ich auch zum ersten Mal in diesem Forum gelesen. Die Therapeutin ließ das Wort "Sucht" auch mal fallen. Aber ich habe das in mir nicht wieder gefunden. Vielleicht kommt Sucht auch von "suchen"...
In dem ganzen bisherigen Prozess war ich bisher nur selten wütend auf ihn. Ich denke, da er das, was ich gebraucht habe, gar nicht hat, dann brauche ich ihn nicht wütend auf ihn zu sein. Wenn es einfach nicht da ist, dann kann er es auch nicht geben. Er hat es mir ja nicht bewusst verweigert, um mir persönlich was an zu tun. Er kennt nur diese Art von Interaktion. Im Nachhinein kam er mir vor, wie ein Soldat auf einem Schlachtfeld, ständig in Alarmbereitschaft und überleben um jeden Preis. Wenn es ums Überleben geht, stellt der Körper auch die Empathie ein. Auch das Abwerten und Kleinmachen dient dem Ausgleich des Minderwertigkeitskomplexes. Ein Minderwertigkeitskomplex soll ein andauernder Schmerz sein. Wenn er reflektiert gewesen wäre, hätte er mich über diese Anteile von sich informieren müssen, damit ich nicht ins offene Messer renne. Ansonsten ist es meine Verantwortung so etwas zu erkennen und mich davor zu schützen.
Von RedFlags wusste ich bis dato auch noch nichts. Ich habe zwar schon am Anfang "komisches Verhalten" wahrgenommen, aber niemand ist perfekt. Am Anfang habe ich Sachen noch angesprochen und er hat es nicht wiederholt.
Es stimmt, dass am Ende von mir nicht mehr viel übrig geblieben ist. Weil durch meine Art mit Vorwurf Grenzen zu setzen sich am Anfang richtige Dramen entwickelt hatten, habe ich später darauf verzichtet. Eine andere Art Grenzen zu setzen, muss ich noch lernen. All die Sachen haben mich nicht bewogen auf zu geben, vermutlich weil ich Dramen, Respektlosigkeit, Abwertung aus meiner Ursprungsfamilie kenne und deshalb vielleicht meine Toleranzgrenze sehr hoch ist. Er sagte auch immer, ich solle daran denken, dass er mich doch lieb habe. Er wolle mich nicht verletzen.
Ja es stimmt, ich möchte wieder liebevoller mit mir selbst umgehen.

@Plague
Doch mein Selbstwertgefühl ist in Ordnung. Ich dachte, weil es ja "angeboren" ist, kann es mir niemand wegnehmen und habe versucht, das Meiste an mir abtropfen zu lassen. Nur wenn ich mitbekommen hätte, dass jemand anderes so behandelt worden wäre, hätte ich mich für diesen eingesetzt, weil niemand so behandelt werden sollte. Warum ich das nicht für mich getan habe, weiß ich nicht. Ich denke, es ist eine Prägung aus meinem Elternhaus. Aber es ist gut, das jetzt mal bewusst so zu sehen. Ich gebe Dir Recht: es war der Sieg der Bedürftigkeit über alles andere. Ja, jetzt wird es mir immer bewusster, dass er alles, was ich doch angesprochen hatte, so gedreht hat, dass er nichts Falsches gemacht hat, auch mit absurden Begründungen. Zu dem Fremdflirten bei seinem Geburtstagsessen sagte er mir später, ich hätte ihn am Handgelenkt anfassen und sagen sollen, dass ich ihn behalten möchte. Ich dachte nur : komisch, wie so am Handgelenkt anfassen, das machte er mir zweimal vor. Dass das auch schon wieder Schuldumkehr war, habe ich da nicht begriffen. Egal was zukünftig noch in meinem Leben passiert, ich werde Schuldumkehr nicht mehr annehmen. Ich hoffe, ich werde es direkt erkennen. Obwohl meine Eltern so etwas ständig gemacht haben, habe ich das damals und jetzt nicht erkannt. RedFlags gibt es bestimmt immer. Aber sollte man denn schon bei der ersten RedFlag gehen?

Eine Antwort kann ich hier nicht mehr sehe. Das vrsuche ich mit einer neuen Antwort

@Wasabix
Ob mir das Kaffeetrinken etwas gutes bringen könnte, weiß ich nicht. Ich habe ihn bei zwei vorherigen Arztterminen (einmal nach unserer Pause und einmal 2 Monat nach dem Ende) für so ein Kaffeetrinken gefragt. Und beidemale, hatte ich das Gefühl, dass es gut sei. Bei dem erstenmal entschuldigte er sich mit Tränen, obwohl er vorher versucht hatte, alles zu verdrehen. Beim zweitenmal, war es für mich gut, Ihn noch einmal zu sehen, weil das Ende so holterdipolter war. Aber jetzt durch Eure Rückmeldungen wird mir dazu bewusst, dass er versuchte, sich von aller Schuld reinzuwaschen. Auch sein Vermieterfreund war schuld. Ich hätte die Giraffe nicht ihm zurückgeben, sondern in meinen Keller stellen sollen, die Rückgabe habe ihn traurig gemacht und ich hätte ihm beim Fremdflirtn an seinem Handgelenk festhalten sollen (siehe oben). Trotzdem tat es mir irgendwie gut, einen friedlichen Abschluss zu haben, die Begrüßung und der Abschied waren liebevoll. Für dieses evt. Kaffeetrinken jetzt wollte ich nie und werde ich danach fragen. Wenn, dann müsste er fragen. Wenn er fragen würde, wäre das tatsächlich etwas positives für mich. Denn bei mir gäbe es ja nichts mehr zu holen, weder S., noch Geborgenheit und auch keine Unterstützung bei der Steuer mehr. Vielleicht erhoffe ich mir Anerkennung meiner selbst. Ich schwanke da, einmal bin ich mir sicher, dass es besser wäre, dass es nicht stattfindet und dann kommen wieder Zweifel. Aber ich glaube, er wird sich nicht melden. Noch ein/zwei Wochen, dann weiß ich es.

@Scheol
Ich glaube mittlerweile auch, dass er vieles von dem guten Verhalten kognitiv und nicht auch einem liebevollen Gefühl für mich gemacht hat.

@bebee
nicht hausverwalter
sondern HAUSVERBOT !

ach menno

Das hat mich so berührt. Ich mache selbst so viele Fehler. Der Hausverwalter war auch nicht so schlecht, weil die für Ordnung sorgen Zwinkerndes Gesicht
Es stimmt, er wabert noch in mir rum, aber es wird weniger. Ich spüre, dass meine Selbstachtung langsam wieder zurückkommt. Aber ich möchte nicht mehr unterdrücken, ich fühle alles zu Ende. Ich möchte nicht, dass durch diese Beziehung unbewusste Trigger in mir zurückbleiben.

@Scheol
Verlustangst kann schon sein. In meiner Kindheit hatte ich immer Angst meine Eltern zu verlieren, weil es immer wieder auf der Kippe stand und ich bei einer Trennung in ein Heim gekommen wäre. Mit 2 Jahren war ich mal im Krankenhaus und sie durften mich nicht besuchen. Für mich war klar, dass sie nie mehr wiederkommen werden und habe aufgehört zu essen.

x 1 #64


A
Zitat von Sincerite:
@Akelei76 ich habe mir an Video über "ich bin die dritte Frau" angehört. Dieser Partner war viel extremer als mein Ex. Bei meinem Ex war es subtiler und immer mal wieder nebenbei, so als ob es für ihn normal wäre. Ich habe noch die KI von DuckDuckGo gefragt: welche Mechanismen gelten bei ...


Ich weiß nicht, was du da gehört hast, aber der Podcast besteht aus Interviews mit Frauen die eine Beziehung mit einem Narzissten gelebt haben. Da ist alles Mögliche dabei.

Aber wenn dir das nichts gibt, ist das auch ok.

Zitat von Sincerite:
Bisher wusste ich nicht, dass NoContact die einzige Möglichkeit ist, meine jetzige innere Situation in den Griff zu bekommen.

Es geht NUR so.

x 3 #65


PapaEmeritus
@Sincerite

Solche Menschen definieren sich oft über die Kontrolle ihrer Umwelt. Wenn du wie jeder normale Mensch autonom handelst und Grenzen hast und diese auch noch kommunizierst, nimmt man ihnen dadurch ein Stück weit die Kontrolle aus der Hand. Und dann werden diese Grenzen eben durch das komplette manipulative Arsenal niedergerissen. Du wirst zum Problem gemacht, die andere Person inszeniert sich als Opfer etc. Das Ganze dient auch der Konditionierung. Du sollst lernen, dass Grenzen und Autonomie Schmerz bei dir verursachen, damit du in Zukunft so funktionierst, wie dieser Mensch es sich wünscht. Das ist meine Herleitung.
Und ja, wie im Beitrag oben geschrieben, es geht nur über No Contact. Diese Menschen ziehen dich in ihr System und das kannst du von innen heraus nicht verändern. Da hilft auch Respekt, Nähe, Empathie, Zurücknahme etc. nichts. Du musst die Tür hinter dir abschließen und den Schlüssen wegwerfen.

x 2 #66


Scheol
@Sincerite
Ich habe die Absätze mal umgedreht , vermutlich wegen dem Zeitablauf…..

Zitat:
Mit 2 Jahren war ich mal im Krankenhaus und sie durften mich nicht besuchen.
Für mich war klar, dass sie nie mehr wiederkommen werden und habe aufgehört zu essen.

das nicht essen ist vermutlich ein Versuch um Kontrolle zu bekommen.


Zitat:
Verlustangst kann schon sein.

Lange Krankenhaus Aufenthalte können ein Verlusttrauma auslösen.

Zitat:
In meiner Kindheit hatte ich immer Angst meine Eltern zu verlieren,

Und nicht wieder das Gefühl zu haben wie mit 2 Jahren.

Zitat:
weil es immer wieder auf der Kippe stand und ich bei einer Trennung in ein Heim gekommen wäre.

Also ständig eine Angst wieder allein zu sein.

Meist lernen Kinder die Eltern dann zu stabilisieren , z.b. Verhalten sich wie ein Clown um die Eltern zum Lachen zu bringen , um die Eltern so zu stabilisieren.

Oder man fliegt unter dem Radar damit man nicht auffällt. Weil wer nicht auffällt wird übersehen und nicht weggegeben. Also über angepasst.

Diese Muster des Verlustes, werden vermutlich hier in der Beziehung aktiv gewesen sein.


Da er über kalte emphatie verfügt , kann er deine Bedürfnisse m und auch deine Ängste sehr gut lesen und verstehen. Und es gegen dich verwenden.

Warum will man mit solch manipulativen Menschen sich noch treffen ?

x 2 #67


PapaEmeritus
Dazu kommt auch noch die fehlende Objektkonstanz, also das Aushalten von Graustufen und Widersprüchen. Wenn du nicht so funktionierst, wie dein Gegenüber es möchte, wirst du vom perfekten Partner, vom besten Freund etc. zum größten Feind, der wieder auf „Linie“ gebracht werden muss. Daher sind für diese Menschen Grenzen nichts, was man akzeptiert, oder was wenigstens zu einer sauberen Trennung führt, sondern dann wird mit allen Mitteln versucht, diese Grenzen einzureißen.

x 1 #68


Plague
Zitat von Sincerite:
Obwohl meine Eltern so etwas ständig gemacht haben, habe ich das damals und jetzt nicht erkannt.

Wenn du schon als Kind und Jugendliche ständig unter diesen Methoden (man nennt das übrigens emotionaler Missbrauch) gelitten hast, ist es relativ klar, dass dir das irgendwann als "normal" vorkommt, weil du es schon immer so kanntest.

Emotionaler Missbrauch ist übrigens die sicherste Methode, den Selbstwert eines Menschen nachhaltig zu demontieren. Und damit schließt sich der Kreis ...

x 1 #69


S
@Scheol

Diese Kinderschmerzen waren bisher verkapselt, haben mich aber unbewusst gesteuert (Unsicherheit, Angst, Scham, alles "richtig machen", funktionieren usw.). Ich wusste immer nicht, warum ich so war, und empfinde es als Chance, sie jetzt bewusst zu erleben und zu erkennen, wodurch sie ursprünglich ausgelöst wurden. Ich verstehe mich dadurch besser. Ich fühle alles zu Ende bis es sich von alleine beruhigt. Einiges ist noch aktiv, aber einiges kann ich schon mit Ruhe fühlen. Ich glaube auch, dass ich in dieser Beziehung andere Gefühle und Reaktionen gehabt hätte, wenn ich eine gesunde Kindheit hätte erleben können. Ich hätte vieles gar nicht auf mich bezogen, sondern hätte vielleicht selbst erkannt, dass das alles etwas mit ihm selbst zu tun hat.

Es war mir nicht bewusst, dass ich mir tatsächlich körperlich (Gehirn) durch ein Treffen schaden könnte. Aber seine Erläuterungen sind für mich nachvollziehbar.

Komischer Weise, würde ich mich nicht mit ihm treffen wollen, wenn er mich geschlagen hätte. Das hat er nicht.

Er hat angefangen zu reflektieren und hat seine Minderwertigkeitskomplexe erkannt und sogar mir gegenüber zugegeben. Das ist aus meiner Sicht für so jemandem eine große Leistung. Sein ganzes Verhalten kann man darauf zurückführen. Was ich noch genau von ihm will, weiß ich nicht. Vielleicht nachträglichen Respekt oder ich will meine Energie von ihm zurück oder eine echte ehrliche Wiedergutmachung. Ich weiß es nicht wirklich. Ich spüre noch so ein Ziehen innerlich im Brustbereich. Als ob da noch eine Wunde oder ein Loch ist. Ich möchte auch Trost für das ganze. Ich hatte es nicht verdient. Bei mir war meiner Meinung nach eine erwachsene Liebe, die frei ließ, mit Annahme seiner Person ohne Wertung.

Er hat hier tatsächlich einen guten Facharzt gefunden, bei sich zu Hause hatte er keine guten Erfahrungen gemacht.

#70


PapaEmeritus
@Sincerite

Es klingt gut, dass er angefangen hat, sich zu reflektieren. Hier sollte man trotzdem skeptisch bleiben. Bestimmte Menschen lernen in Therapien auch, bestimmte Ausdrücke als Entschuldigung für ihr Verhalten zu benutzen im Rahmen des „Impression Managements“, quasi: „Ich kann nichts dafür, dass sind meine Minderwertigkeitskomplexe, meine negativen Erfahrungen etc.“. Im Endeffekt ist es aber deine Entscheidung, was du machst, ob du dich mit ihm triffst, wir können dir nur Tipps und Hinweise geben. Und der Unterschied zwischen körperlicher und emotionaler Gewalt ist eben, dass man bei letzterem keine äußeren Schöden sieht, die Folgen sind aber oft ähnlich. Aber wie gesagt, es liegt bei dir.

x 1 #71


S
@Plague
Emotionaler Missbrauch ist übrigens die sicherste Methode, den Selbstwert eines Menschen nachhaltig zu demontieren. Und damit schließt sich der Kreis.
Welcher Kreis?

#72


S
@PapaEmeritus
Ich kann alle Tipps und Hinweis gebrauchen. Ich denke über alles nach. Wenn ich Euch trotzdem noch Sachen schreibe, die den Anschein haben, dass ich es anders sehe, dann ist dem nicht so. Ich teile Euch meinen inneren Zustand mit, damit ihr den korrigieren könnt. Ich verstehe selbst nicht, warum in mir kein konsequentes "nein" entsteht. Ich bin dankbar für jedes Feedback.

x 1 #73


S
@Scheol
Zitat: Wenn du in einem Restaurant Sitz und der Kellner kommt mit deiner Pizza. Diese fällt ihm aber 5 Meter vorher runter und er hebt diese auf , und serviert sie dir. Würdest du diese Pizza essen?

Darüber habe ich auch viel nachgedacht. Wenn diese Pizza das letzte Essen wäre, was ich in bekommen könnte, und ich könnte den Hunger nicht mehr aushalten, dann würde ich diese Pizza trotzdem essen. Wenn das nicht so wäre, fände ich es respektlos, mir diese Pizza trotzdem anzubieten, weil ich ja meinen Anteil bei diesem Geschäft, nämlich diese Pizza zu bezahlen, übernehmen soll. Dass diese Pizza auf dem Boden war, würde mir vermutlich gesundheitlich nicht schaden, aber ich fände es ekelig sie zu essen.
Jetzt müsste ich noch den Transfer zu meinem Exfreund hinbekommen. Jetzt, wo ich weiß, dass eine Seite von ihm auf dem Boden war, möchte ich ihn nicht zurück haben. Mir die Pizza noch mal ansehen, könnte ich. Aber nach Euren Hinweisen auch nicht mehr ohne Bedenken.

#74


PapaEmeritus
@Sincerite

Warum da kein konsequentes „Nein“ entsteht, kannst nur du dir beantworten. Vielleicht hat es was mit Trauma Bonding zu tun, vielleicht mit Hoffnung, vielleicht mit fehlender oder mangelhafter Selbstliebe. Im Endeffekt hilft nur radikale Akzeptanz.

x 2 #75


A


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