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Extreme Beziehung, ich bin nicht mehr ich selbst

PUNKI


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Was ist denn aus deiner Schwangerschaft geworden?

25.08.2022 22:56 • #16


Upbeat


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@PUNKI
Ich hab mich schweren Herzens dagegen entschieden, da ich mir das in der Konstellation und unter den Umständen noch weniger hatte verzeihen können, als so wie es jetzt ist

25.08.2022 23:07 • #17



Extreme Beziehung, ich bin nicht mehr ich selbst

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Scheol

Scheol


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Zitat von Upbeat:
...Ich glaube schon, dass ich MUSS, wenn ich es anders haben WILL.

Ich will nicht irgendwann aufwachen und merken, dass ich die Chance auf das Leben, wie ich es gern gehabt hätte, verpasst habe.



Was würdest du einem Menschen raten , der Alk. ist ?

Nur Montag , Mittwoch , Freitag zu trinken , nicht diese Tage zu trinken ?

Oder würdest du sagen , Kipp weg das Zeug und fasse es nicht mehr an ?

Was wäre dein Ratschlag an solch Person ?

Was sagen Freunde und Familie zu dieser Beziehung zu ihm ?

26.08.2022 07:56 • #18


Upbeat


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@Scheol
Ich würde genau das gleiche raten, wie ihr es alle getan habt. Nur vorher wusste ich nicht, dass sich das so anfühlen und einem so schwer fallen kann.
Dann wenn ich es objektiv betrachten kann, wenn ich zb meinen eigenen Text lese, dann ist die Sache auch glasklar, nur das verschwimmt leider immer relativ schnell.

Freunde und Familie haben ihn sicher seit mittlerweile zwei Jahren nicht mehr gesehen. Meine Eltern mochten ihn früher immer sehr gerne, tun sie im Grunde auch an sich noch immer, aber nicht als Partner für mich.
Freunde sehen das genauso, es gibt eigentlich nur noch sehr wenige, bei denen ich das Thema überhaupt noch ansprechen kann.
Mein bester Freund mag sich das gar nicht mehr anhören, weil er das Gefühl hat, dass er machtlos ist und gegen eine Mauer redet.
Kann ich niemandem verübeln, aber es sorgt dafür, dass ich das noch mehr mit mir selbst ausmache.
Wenn ich mit jemandem über das ganze Thema rede, ist es auch oft nur selektiv. Dass was ich hier geschildert habe, reicht ja auch schon, damit mit jeder sagt, dass ich da schnellstmöglich raus sollte.
Es sind noch viele andere Dinge, die ich nicht erwähnt habe, zb dass er hoch verschuldet ist, keine Krankenkasse hat, keine Rücklagen, keine Ausbildung usw.
Allein in der Zeit, in der wir zusammen gewohnt haben, sind zwei Haftbefehle eingegangen.
Es ist mir unangenehm, dass alles so offensichtlich gegen ihn spricht und ich trotzdem so Probleme habe mich zu lösen und ich schäme mich dafür.

Ich kann mir mit ihm keine Zukunft aufbauen, das weiß ich, er hat ja selbst keine rosigen Aussichten. Ich habe einen guten Job und alle Voraussetzungen, um es besser zu haben.
Wenn ich ihn sehe ist es trotzdem so, als würde der Kopf auf Gegenwart umstellen und alles andere ausblenden.

26.08.2022 09:34 • #19


H-Moll


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Das mit der Scham ist ein weit verbreitetes Problem, die legt sich, wenn man mit anderen Betroffenen spricht, denen es genauso geht oder ging. Man sieht dann, wie viele dasselbe Problem haben und dass es Auswege gibt.
Die Folgen, die du beschreibst, sind oft normal. Die drei Fs: Führerschein weg, Firma weg, Frau weg. So als Kurzformel für negative Folgen.
Es gibt aber auch die drei Cs : you didn't cause it, you can't cure it, you can't control it.
Das gibt dir sehr viel Freiheit. Die Suchterkrankung und ihre Bewältigung musst du ihm überlassen. Das nennt sich Hilfe durch Nichthilfe. Du kannst ihm trotzdem in Liebe, Verständnis und Mitgefühl verbinden bleiben. Aber aus dem Suchtkarussell, in dem du auch mitfährst, musst du raus, indem du gut für dich selbst sorgst.

26.08.2022 10:40 • x 2 #20


just_S

just_S


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Ich rate dir dringend dazu, Hilfe zu nehmen. Professionelle Hilfe.
Du befindest dich in einer Coabhängigkeit.

Alles Gute für dich und deinen weiteren Weg.

26.08.2022 10:46 • #21


tesa

tesa


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Zitat von Upbeat:
Es sind noch viele andere Dinge, die ich nicht erwähnt habe, zb dass er hoch verschuldet ist, keine Krankenkasse hat, keine Rücklagen, keine Ausbildung usw.
Allein in der Zeit, in der wir zusammen gewohnt haben, sind zwei Haftbefehle eingegangen.


Zitat von Upbeat:
Probleme habe mich zu lösen und ich schäme mich dafür.


Zitat von Upbeat:
Ich kann mir mit ihm keine Zukunft aufbauen,

Du kannst Dir nicht nur keine Zukunft aufbauen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis er Dich in den Abgrund mitgerissen hat.

Wie oft hast Du ihm schon finanziell aus der Patsche geholfen? Wie wirst Du reagieren, wenn er Deine Wohnung ausräumt, weil er Kohle braucht?

Du bist Dir bewusst, dass Dein Umfeld bereits aufgegeben hat. Jeder rät Dir, den Kontakt zu beenden!

Was hält Dich?

26.08.2022 10:58 • x 1 #22


Femira

Femira


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Hey Upbeat,
8ch kenne leider dein Problem. Ich war 2 Jahre in so einer Beziehung und eigentlich war mir schon sehr sehr früh klar, dass das mit ihm nichts werden kann. Zig mal hab ich Schluss gemacht und bin immer wieder zurück. Von meinen Freunden hat es mich immer mehr distanziert. Es war grausam.

Ich kann dir sagen, was mir geholfen hat. Vielleicht sind da Anreize für dich dabei.
Zunächst sah ich ein, dass mich die Beziehung schwächte. Ich warf mir die ganze Zeit vor, dass ich doch alles wusste und trotzdem blieb. Das lese ich bei dir auch. Ich warf mir vor, dass ich zu schwach war, um eine Beziehung zu beenden usw. Das macht mich aber alles klein. Also war mein erster und wichtigster Schritt mich wieder groß zu machen. Keine Vorwürfe mehr. Es gibt Millionen toller und großartiger Menschen, die in solchen Beziehungen stecken. Das ist der Sog. Es macht dich nicht zu einem schlechten und schwachen Menschen, dass dir das gerade passiert. Du liest dich für mich unheimlich stark! Deine Entscheidung mit dem Kind finde ich mental wahnsinnig stark und möchte dich dafür beglückwünschen. Was hättest du dir und dem Kind sonst angetan?! Trotz allem ist das keine leichte Entscheidung. Respekt dafür! Dann kannst du mal schauen, wann und von wem du gelernt hast, dass lieben etwas mit retten zu tun hat. Ich möchte dazu das Buch Anerkennen was ist von Hellinger. Das ist aber recht umstritten.

Ich war bei der Caritas. Die machen eine kostenlose Angehörigenberatung. Die hat mir sehr die Augen geöffnet. Ich trennte mich wenige Tage später.

Er meldet sich bei mir noch 2 Mal im Jahr und es ist mittlerweile.... 7 Jahre her. Ich schreibe ihm immer nur, dass wenn er Kontakt möchte, er mir seine Schulden zurück zahlen soll. Dann beschimpft er mich und das wärs dann wieder.
Es ist gut, dass es vorbei ist und ich habe sehr sehr viel gelernt über mich.

Schau mal Guy Winch (Finch?) How to fix a broken heart und The unstoppable Power of letting go von jemand anderem auf Ted. Findest du aber auch in meinem Thread Videos, die wirklich helfen. Die waren sehr gut.

26.08.2022 11:01 • x 6 #23


Scheol

Scheol


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Zitat von Upbeat:
@Scheol Komplett selektive Wahrnehmung. Schwierig wird es, wenn man versucht mehr wahrzunehmen und da n die Tatsachen und das Bild, das man sich von ...

Du hast mehre Faktoren die dir hier einen Streich spielen.

A) die Sucht und dein Suchtverhalten . Die ihren Stoff benötigt um wieder runter zu kommen .

B) die Hormone , Dopamin , Serotonin , Adrenalien, Cortisol ( usw. ) dieser mix hat dich hormonell vergiftet. Eine normale Frau freut sich wenn der Mann nachhause kommt , da wabern die Emotionen relativ auf einen leichten bis mittleren Level . Bei dir ist das Cortisol durch den Stress exorbitant hoch auf Level 10 aber über die ganzen Monate und Jahre. Dopamin , das jagt Hormon , wir jagen um zu erlegen . Also machen wir weiter egal ob sinnvoll oder nicht. Usw. usw. Und das statt ein paar Minuten über Monate und Jahre , das der Körper davon abhängig sein könnte , das zeigen viele nicht in Betracht. Auch hormonell musst du entgiften.

C) Bereiche im Gehirn durch die toxische Beziehung , sich verändern ( ich glaube es war der Hypocampus, ich vergesse das immer ) . Sich verändern wie bei einem depressiven. Auch hier kommt es nur durch ruhige und Abstand zur Verbessrung.

Der Entzug kann sich auf den Körper , also über die Psychosomatik Ausdrücke . Es gibt über 60 Symptome die in / nach solch Beziehungen bekannt sind. Welche Wehwehchen schleppst du den so mit dir rum ? Oft sind es Blasenentzündungen, Herpes , Probleme mit der Haut , oder rücken Probleme. Ich habe ein paar Jahrzehnte auch Suchtpatinten betreut. Kenne auch Gespräche wo die Beteiligten motivierter waren als wie der Suchti selbst.

Abbrüche , andere sind schuld und eine große Klappe haben viele. Nur eins kannst du dir merken ,….

Das Verhalten eines Menschen ist die Nachricht an die anderen.

Er will in den Sumpf bleiben.

Du nicht ! Sonst wärst du nicht hier und würdest dich nicht mit dir und der Situation auseinander.

Du hast gute Freunde eine tolle Familie , das Umfeld passt. Du strebst das wieder an wo du her kommst . Das sollte dein Ziel sein. Und das schaffst du auch . Millionen von andere haben das auch geschafft. Also kann es nicht , unlösbar sein. Einfach ist es nicht . Aber eben nicht unlösbar !

Wille kommt von wollen !

Ich will etwas , ich möchte etwas !

Was sagt dein Herz , und was sagt der Kopf ? Du sagst eine Kontaktsperre wäre schwer. Ok. Stell dir vor , ich Klingel jeden Tag um 9 und 21 Uhr an der Tür , und wenn du die Tür öffnest , Knall ich dir fürchterlich eine.

Wäre es nicht sinnvoll hier eine Kontaktsperre zu eröffnen , zum Eigenschutz ? Das hier , ist ein körperlicher Missbrauch . Was der Ex macht ein emotionaler. Was ein Suchti macht ist ein Missbrauch gegen sich selbst . Also wäre es nicht besser eine Kontaktsperre zu machen ? Wenn nicht wäre es die einzigste normale Erklärung , du magst es. Bist masochistisch veranlagt . Bist du es ? Wenn nicht spricht nichts gegen eine Kontaktsperre. Zu Deinem Schutz . Und nein das ist nicht kindisch , das wäre ausgesprochen erwachsen , endlich mal auf sich selbst aufzupassen.

Beschreibe mir mal kurz 6 oder 7 schlechte Eigenschaften.

Warum möchtest du aus dieser Situation heraus ? Beschreibe es mir mal. Bist du mit einem Partner zusammen um diesen zu retten oder um mit ihm eine schöne Zeit zu verbringen ?

Du musst nichts ! Du kannst diesen Quatsch noch Jahre weiter machen ! Man muss am Morgen nicht aufstehen . Man hat nur mit der Konsequenz zu leben die sich daraus ergibt.

Ich ich persönlich merke das du da raus WILLST.
Du hast dich hier freiwillig angemeldet , weil du es willst , weil du Tipps haben willst , weil du daraus willst . Da hat keiner gestern früh bei dir an der Tür geklingelt und gesagt , sie müssen sich im Forum anmelden.

Du wolltest es !

Und du willst aus der sch. heraus !

26.08.2022 11:44 • x 2 #24


Scheol

Scheol


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Zitat von Upbeat:
@tesa Zur Zeit das Verlangen auf noch eine Zig. Auf lange Sicht aber eher fehlende Energie und Gesundheit und mit ganz viel Pech ...

Bei einem sogenannten Energie Vampir an deiner Seite ist das wohl kein wunder das dir Energie fehlt.

26.08.2022 11:45 • x 1 #25


Scheol

Scheol


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Zitat von Upbeat:
@Scheol Ich würde genau das gleiche raten, wie ihr es alle getan habt. Nur vorher wusste ich nicht, dass sich das so anfühlen und einem so schwer ...

Es fällt schwer , und man denkt es geht nicht vorbei. Und man denkt sch. ruft den , die an . Und wenn man es macht denkt man sch. wieder bei null , weil die Person sich nicht geändert hat . Die Person Quatsch genau den selben Mist wie vorher und wird es auch tun wenn du aus dem Thema raus bist. Nur dann sieht du das klar mit Abstand und denkst dir , der labert immer noch den selben Mist wie damals und ist keinen Schritt weiter , gut das ich aufgestanden bin und los gegangen bin. Es war schwer , sehr schwer , aber es lohnt sich.


Familie und Freundschaft haben es einfacher weil sie eben die Sache objektiv sehen . Da ist ein J. , ein Dro. . Wenn der nicht will will der nicht.
Außer dem sind die Freunde und Familie nicht so auf den Hormonen drauf.

Du kannst hier auch ein offenes Tagebuch schreiben wenn es dir hilft.

Scham ist oft ein Problem wenn Personen Dagobert berichten. Hier sind genug Personen die selbst Erfahrung gesammelt haben mit solch Partnern. Also sie kennen sich selbst aus.

Oft ist die Frage , warum willst du ihn erretten , wo kommt das her ?
Stockholm Syndrom , helfersyndrom.

Dein Traummann , eine Suchanzeige würde lauten…

Suche hochverschuldetenn Mann , ohne Ausbildung , toll wäre eine Abhängigkeit oder sogar Multitoxischer Missbrauch. Haftbefehle sind kein Problem sondern bevorzugt. Bitte melde dich.

Ich glaube nicht das deine Suchanzeige so lauten würde . Den Eindruck machst du mir hier gerade nicht.

Wäre ein stabiler , liebevoller Partner nicht das was dir und mir für dich vorschwebt ? Einer der konstant arbeitet . Mit dir eine positive Zukunft plant .
Solch Mann würde mir für dich lieber sein.


Du schaffst das !

26.08.2022 11:58 • x 1 #26


Upbeat


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@H-Moll
Zitat von H-Moll:
Das mit der Scham ist ein weit verbreitetes Problem, die legt sich, wenn man mit anderen Betroffenen spricht, denen es genauso geht oder ging. Man sieht dann, wie viele dasselbe Problem haben und dass es Auswege gibt.
Die Folgen, die du beschreibst, sind oft normal. Die drei Fs: Führerschein weg, Firma weg, Frau weg. So als Kurzformel für negative Folgen.

Ja und ich merke auch jetzt schon, dass es mir gut tut, mich hier mal etwas geöffnet zu haben. Ich bin eigentlich kein Mensch, der ein Problem damit hat zu seinen Schwächen zu stehen und sich Hilfe zu suchen. Aber teilweise bin ich schon an einen Punkt geraten, wo es mir wie gesagt einfach unangenehm war oder ich auch die Enttäuschung und vor allem auch die Sorge in den Gesichtern meiner Freunde und Familie sehen konnte. Die fühlen sich ja auch machtlos mich in mein Verderben rennen zu sehen.

Zitat von H-Moll:
Es gibt aber auch die drei Cs : you didn't cause it, you can't cure it, you can't control it.
Das gibt dir sehr viel Freiheit. Die Suchterkrankung und ihre Bewältigung musst du ihm überlassen. Das nennt sich Hilfe durch Nichthilfe. Du kannst ihm trotzdem in Liebe, Verständnis und Mitgefühl verbinden bleiben. Aber aus dem Suchtkarussell, in dem du auch mitfährst, musst du raus, indem du gut für dich selbst sorgst

Ich glaube schon längst nicht mehr dran, dass er sich ändern wird, außer wenn er mal richtig hart auf dem Boden aufschlägt. Wir waren ja so weit, dass wir es so runter reduziert hatten, dass wir uns gegenseitig nur noch das Beste rausgepickt haben. Damit ist auch die Hoffnung gestorben ihn retten zu können und ab da wurde es dann eigentlich eher so hingenommen bzw. wieder mal ausgeblendet. Insofern ist das schon sehr zutreffend, was @just_S mit der Co-Abhängigkeit sagt.


Zitat von tesa:
Du kannst Dir nicht nur keine Zukunft aufbauen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis er Dich in den Abgrund mitgerissen hat.

Wie oft hast Du ihm schon finanziell aus der Patsche geholfen? Wie wirst Du reagieren, wenn er Deine Wohnung ausräumt, weil er Kohle braucht?

Du bist Dir bewusst, dass Dein Umfeld bereits aufgegeben hat. Jeder rät Dir, den Kontakt zu beenden!

Was hält Dich?

Ich weiß und das macht mir eine Heidenangst. Ich bin bisher zu feige gewesen die Entscheidung wirklich in die Tat umzusetzen.
Finanziell war glücklicherweise nie das Thema, da versorgt er sich selbst. Dass er meine Wohnung ausräumt traue ich ihm tatsächlich nicht zu, aber es gibt ja noch massenweise andere Probleme, die nicht minder schlimm wären.

Tja, was hält mich? Ich weiß gar nicht, ob ich das so wirklich benennen kann. Er gibt mir ein Gefühl, dass ich vorher so nicht kannte. Wir kennen uns ja wie gesagt schon sehr lange und sehr gut und haben dementsprechend auch viel erlebt. Ich guck ihn an und er weiß, was ich denke oder auch andersrum. Ich habe Angst davor das Gefühl zu verlieren bzw es nicht mehr wieder zu bekommen- Was ich außerdem glaube, was eine große Rolle spielt, ist dass bei uns immer alles sehr extrem war. Entweder Himmel oder Hölle, was dazwischen gab es nicht. Wenn ich mal wieder in der Hölle war, dann wollte ich nichts lieber als den Himmel zurück. Und damit beschreibe ich wohl gerade die Entstehung meiner Liebessucht.

26.08.2022 22:31 • x 3 #27


Upbeat


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@Femira
Zitat von Femira:
8ch kenne leider dein Problem. Ich war 2 Jahre in so einer Beziehung und eigentlich war mir schon sehr sehr früh klar, dass das mit ihm nichts werden kann. Zig mal hab ich Schluss gemacht und bin immer wieder zurück. Von meinen Freunden hat es mich immer mehr distanziert. Es war grausam.

Das glaube ich dir aufs Wort und toll, dass du es unbeschadet da raus geschafft hast
Ich hoffe, dass es dir mittlerweile umso besser geht und du nicht mehr in eine solche Situation geraten bist!

Zitat von Femira:
Ich kann dir sagen, was mir geholfen hat. Vielleicht sind da Anreize für dich dabei.
Zunächst sah ich ein, dass mich die Beziehung schwächte. Ich warf mir die ganze Zeit vor, dass ich doch alles wusste und trotzdem blieb. Das lese ich bei dir auch. Ich warf mir vor, dass ich zu schwach war, um eine Beziehung zu beenden usw. Das macht mich aber alles klein. Also war mein erster und wichtigster Schritt mich wieder groß zu machen. Keine Vorwürfe mehr. Es gibt Millionen toller und großartiger Menschen, die in solchen Beziehungen stecken. Das ist der Sog. Es macht dich nicht zu einem schlechten und schwachen Menschen, dass dir das gerade passiert. Du liest dich für mich unheimlich stark! Deine Entscheidung mit dem Kind finde ich mental wahnsinnig stark und möchte dich dafür beglückwünschen. Was hättest du dir und dem Kind sonst angetan?! Trotz allem ist das keine leichte Entscheidung. Respekt dafür! Dann kannst du mal schauen, wann und von wem du gelernt hast, dass lieben etwas mit retten zu tun hat. Ich möchte dazu das Buch Anerkennen was ist von Hellinger. Das ist aber recht umstritten.

Danke dir und vor allem auch für den Zuspruch - das tut mir sehr gut zu hören
Ja genauso fühle ich mich momentan auch, ich mache mich ja nicht nur klein vor ihm, sondern auch vor mir selbst. Natürlich wünsche ich keinem in so einer Situation zu stecken, aber dass man nicht die Einzige ist und auch andere wieder glücklich geworden sind, beruhigt mich dann doch ein wenig.
Im Grunde weiß ich, dass ich stark bin oder stark sein kann, wenn ich es muss. Die Entscheidung mit dem Kind war sowas, da MUSSTE ich entscheiden und das war eine Kopfentscheidung und keine, die das Herz getroffen hat. Wenn ich das jetzt nur immer und in jeder Situation schaffen würde, das wäre toll.

Zitat von Femira:
Ich war bei der Caritas. Die machen eine kostenlose Angehörigenberatung. Die hat mir sehr die Augen geöffnet. Ich trennte mich wenige Tage später.

Er meldet sich bei mir noch 2 Mal im Jahr und es ist mittlerweile.... 7 Jahre her. Ich schreibe ihm immer nur, dass wenn er Kontakt möchte, er mir seine Schulden zurück zahlen soll. Dann beschimpft er mich und das wärs dann wieder.
Es ist gut, dass es vorbei ist und ich habe sehr sehr viel gelernt über mich.

Schau mal Guy Winch (Finch?) How to fix a broken heart und The unstoppable Power of letting go von jemand anderem auf Ted. Findest du aber auch in meinem Thread Videos, die wirklich helfen. Die waren sehr gut.

Oh ich hoffe das sind dann keine Weihnachts- und Geburtstagsbeschimpfungen und es geht dir nicht allzu nahe
Ich kann mir richtig vorstellen, was für eine Last von dir abgefallen sein musst, als du erkannt hast, dass du dich gelöst hast und frei davon geworden bist.
Videos werden definitiv angeschaut - danke für den Tipp!

26.08.2022 22:57 • x 1 #28


Lumba


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Zitat von Upbeat:
Er will die richtigen Dinge und tut aber letzten Endes die falschen.

Und da gleicht ihr Euch mittlerweile.

Du bist auf Dro. - genau wie er.

Die Frage ist: Wie hoch ist der Preis den Du zu zahlen bereit bist, wegen der schönen Momente mit ihm? Ihm, der leeren Hülle!

Gesundheit runieren? Psychisch und phsyisch? Kinderwunsch ? fahren lassen, die Chance auf ein zufriedenes Leben mit Freude fahren lassen...?

Du musst den Entzug wollen. Ja, es würde hart werden - aber es lohnt sich.

Evtl. auch für ihn. Denn u. a. Dein Aushalten zementiert seinen Lebensstil mit.

26.08.2022 23:40 • x 1 #29


Femira

Femira


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Zitat von Upbeat:
unbeschadet

Da weiß ich gar nicht, wie ich darauf reagieren soll Es hat mich sehr viel Geld gekostet und einige Freunde auch. Vor allem reut mich in schlechten Momenten die Lebenszeit, die ich in eine Situation investiert habe, die mir schadete.
Aber gut. Ich hab dafür wirklich viel gelernt und es hat sehr nachhaltig Dinge in mir geändert. Offensichtlich habe ich die Zeit gebraucht.
Ich hatte auch keinen Trennungsschmerz als es dann soweit war. Es war wie ein Schalter, der sich plötzlich umlegte. Ich wusste, ich hab kein Bock mehr. Kein Bock die nächste Schluss mach, Beschimpfungen, Kämpfe, Schwüre, die dann doch nicht stattfinden zu hören. Es hat einfach klack gemacht. Ich habs richtig gehört.
Ab da war ich nur noch wütend und immer wenn das Stimm hen kam, das flüsterte: Aber wenn du vielleicht xy tust, dann wird es besser, wusste ich, ich hatte das probiert und es läutete nur die nächste Schleife ein.


Zitat von Upbeat:
Wenn ich das jetzt nur immer und in jeder Situation schaffen würde, das wäre toll.

Es wird der Moment kommen. Du bist stark. Dein Klack kommt, wenn er kommt. Tu dir einfach Gutes und sei nett zu dir. Du machst gerade ne schwere Phase durch.


Zitat von Upbeat:
Oh ich hoffe das sind dann keine Weihnachts- und Geburtstagsbeschimpfungen und es geht dir nicht allzu nahe

Dazu müsste er meinen Geburtstag wissen hat er eh versoffen. Ach, ich denke, er meldet sich, wenn mit seiner Freundin Streit ist. Das macht er so. Einfach die Exen durchbimmeln. Ich steht drüber.
Aber zumindest ein paar Raten könnte er zahlen

Zitat von Upbeat:
Ich kann mir richtig vorstellen, was für eine Last von dir abgefallen sein musst, als du erkannt hast, dass du dich gelöst hast und frei davon geworden bist.

Wenn du dir vorstellst, wie du dich fühlst, wenn du es beendest, welche Gefühle sind das?

27.08.2022 01:26 • #30



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