Ex-Mitglied
Gast
Eines möchte ich vorab klarstellen: Meine Ehe ist unwiderruflich vorbei. ICH habe sie beendet und das ist jetzt auch der Grund, warum mein Mann so kühl mit mir umgeht.
Seine Kühle ist überhaupt ein großes Thema und seine Dominanz. Aber der Reihe nach:
Wir haben uns kennengelernt und uns verbliebt. Er machte gleich einen starken, stabilen Eindruck auf mich. Was ich sehr genoss. Heute weiß ich, dass das daran lag, dass ich das mitnichten war.
Er hat mich anfangs sehr hoffiert, mich wie eine Königin behandelt. Ja, heute weiß ich auch: Red Flag. Zumindest in dieser Form, wie er es tat.
In der Anfangszeit hatten wir viel Sex. Es war auch schön. Da hatte ich auch noch das Gefühl, dass es zählte, was mir guttut. In dieser Zeit, eigentlich gleich zu Beginn, habe ich ihm von meinen Erfahrungen erzählt. Ich wollte, dass er weiß und ich wollte, dass er sich entscheiden kann.
Nach einem halben Jahr zogen wir zusammen. Das war eigentlich, rückwärts betrachtet, das Ende. Er war immer dominat. Sehr rational, aber jetzt war da noch eine Kühle. Alles hatte zu laufen, wie er es für richtig hielt. Er hatte auch oft recht, dumm oder unpraktisch ist er ja nicht. Aber es war einfach das Ganze. Was gibt es zu essen, welche Freunde, welche Ausflüge, welche Kleidung etc.
Ich war DUMM wie ein Stück Feldweg, dass ich da nicht weg bin. Damals wollte ich Stabilität und das dafür habe ich mir selbst in die Tasche gelogen. Und im Außen war ja immer alles super. Vor anderen, war ich die beste Frau, wir das beste Paar etc. Geschlagen hat er mich nie. Geschrien auch nicht. Das nicht. Er hat auch nicht getrunken oder derartiges.
In der Zeit nahm meine Lust ab. Sie verschwand eigentlich gänzlich. Ich hatte Flashbacks. Das habe ich ihm auch alles mitgeteilt. Er war trtozdem sehr gereizt, dass wir nicht mehr 5x die Woche Sex haben. Er könne ja schließlich nichts dafür, was mir passiert ist. Er sei ja nicht der Täter. Außerdem sei es lange her. Oft habe ich mitgemacht. Oder ihm anders "geholfen". Das war auch kein Problem - das helfen. Ich liebte ihn ja. Aber er wollte immer die P*enetr*ation. Und das ging für mich buchstäblich nicht mehr. Es tat weh.
Ich hatte furchbare Schuldgefühle. Er hat mir auch gesagt, dass er es unmöglich findet, dass ich nicht liefere (daher kommt der Ausdruck) und ich habe das damals auch so gesehen.
Du hast mich vorher gefragt @Gastxy45 was mir hätte helfen können. Ich glaube etwas Romantik. Mehr als nur *P*enetration, liebe Worte, ero., Rücksicht und Interesse an meiner Geschichte. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber es war wie verhext. Er wollte einfach wie er Lust hatte und mein Generve war zu viel. Ich würde Probleme machen, wo keine seien. Wir seien beide gesund und jung.
Und ich habe ihm geglaubt. Mein NM ist kein schlechter Menschen. Er ist nur sehr rational und pragmatisch und der Meinung, es wird viel zu viel Gewese um das Seelengewäsch gemacht. Einfach nicht so viel hirnen, machen ist sein Motto.
In der Schwangerschaft - ja ich war so prall auch noch ein Kind mit ihm zu bekommen - wobei ich natürlich nichts rückgängig machen möchte. Mein Kind ist das Beste, dass ich zustande gebracht habe und bin glücklich Mutter zu sein. Es hat mich nie genervt oder gestört.
Ah, ich schweife ab: Also in der Schwangerschaft war es dann soweit. Ich habe es gespürt und ja, geschnüffelt, und es rausbekommen. Er hat mir NIE gesagt, dass er was laufen hat.
Damals wollte ich schon gehen und hätte es auch tun sollen. Aber ich habe es nicht getan. Es bzw. er war wieder wie in der Anfangszeit. Wir müssten um uns kämpfen, wir seien doch eine Familie. Ich müsste doch verstehen, dass er Sex braucht. Er will nie mehr lügen. Ich glaubte ihm und glaube auch, er meinte das in diesen Momenten so. Ich habe es ja verstanden. Daheim eine Frau die am Anfang nicht aus dem Bett kam und dann war das vorbei. Er sieht sich ja auch selbst nicht als Teil des Problems unserer Ehe. Unsere Kommunikation unsere Interaktion (also seine und meine) waren das Problem. Er meinte immer - und meint das noch heute - ich wolle ihm allein die Schuld geben und reagiert mit Angriff.
Noch zwei Mal ist das so gelaufen. Paartherapie wollte er nicht. Jetzt bei der 4 Aktion habe ich mich endlich getrennt. Auch so eine Gans wie ich hört irgendwann auf alles zu glauben.
Jetzt möchte ich eine Therapie machen. Aber das Thema werden meine Erfahrungen in jungen Jahren sein und nicht mehr meine Ehe.