Zitat von tigeroctopus: Gerne argumentiert sie auch damit, dass es bei Paar XY wunderbar so funktioniert, dass man „mal gegenseitig auf die Kinder aufpasst, damit der Partner seinen Hobbies nachgehen kann“.
Ich finde es selbstverständlich, dass der Partner/die Partnerin "mal" gegenseitig auf die Kinder aufpasst. Und Hobbies finde ich gut und wichtig.
Nur macht wie fast immer die Dosis das Gift. Den Zeitaufwand, den Deine Partnerin für ihr Hobby momentan betreibt, halte ich nicht für familienkompatibel. Gilt für mich genauso, wenn Mann oder Frau ständig am PC zockt, am Auto schraubt, an 6 von 7 Tagen stundenrund im Gym abhängt oder der Karriere wegen regelmäßig nen 12-Stunden-Tag bei der Arbeit schiebt. Kann man machen, aber irgendwas bleibt dabei garantiert auf der Strecke.
Zitat von tigeroctopus: Was sie damit meint ist, dass der Mann nach seinem Vollzeitjob die Kinder hüten darf während die Frau in den Stall geht.
Finde ich völlig in Ordnung; kleine Kinder sind nun mal auch ein Vollzeitjob (richtig Vollzeit, 24/7), wenn sie von ihren Eltern betreut werden. Nur sollte es Absprachen geben und ausgewogen sein.
Zitat von tigeroctopus: Ob der Mann dann wirklich im gleichen Maße Freiraum bekommt, wage ich zu bezweifeln außer Geld spielt vielleicht wirklich mal so gar keine Rolle.
Selbst wenn Geld keine Rolle spielt - Zeit kann niemand kaufen. Man kann nur dafür zahlen, dass andere bestimmte Aufgaben übernehmen und man deshalb Freiräume bekommt. Wie die dann genutzt werden ist noch mal eine andere Sache.
Im Grunde genommen - so lese ich Dich - ist Dir doch schon jetzt der Zeitaufwand, den Deine Freundin für ihr Pferd aufbringt, zu viel. Ich kann das nachvollziehen, wäre es mir auch, aber da ist jeder Jeck anders. Ich kenne etliche Paare, die sehr wenig gemeinsame Zeit verbringen und deren Beziehung trotzdem (oder vielleicht deshalb?

) wunderbar funktioniert.
Mit einem Kind kommt jedoch eine dritte Partei in ein Konstrukt, das zu zweit vielleicht noch funktioniert, dann aber nicht mehr. Endet möglicherweise mit dem Klassiker "wir haben uns auseinander gelebt".
