Erstmal vielen lieben Dank für eure vielen Antworten!
Ein paar Fakten möchte ich gerne noch beisteuern, weil das vielleicht nicht ganz klar rüberkam:
- Die Haushaltskosten teilen wir 50/50 und sie hat auch genug Geld dafür inklusive Puffer. Insgesamt geht es uns beiden finanziell gerade auch recht gut, dadurch dass wir eigentlich eher unter unseren möglichen Verhältnissen leben.
- Die aktuelle Haushaltsarbeit ist auch ungefähr 50/50 aufgeteilt. Ehrlich gesagt hatte ich hier vor dem Zusammenziehen große Bedenken und zumindest in dem Fall war das jedoch größenteils unbegründet.
Völlig kompromisslos agiert sie eigentlich nicht in meinen Augen. Nur Ihre Kompromisse empfinde ich wahlweise als völlig realitätsfremd oder unfair, weil sie mich dadurch benachteiligen würden, dass ich weniger Freizeit habe und mehr Arbeiten soll.
Und ja, natürlich spreche ich auch offen mit ihr darüber, dass ich Angst davor habe, dass die Familie zu kurz kommen wird und dass ich eine faire Aufteilung der Arbeit wünsche, die eine Familie eben auch mit sich bringt. Ihre Reaktion bleibt darauf eher oberflächlich. Gerne argumentiert sie auch damit, dass es bei Paar XY wunderbar so funktioniert, dass man „mal gegenseitig auf die Kinder aufpasst, damit der Partner seinen Hobbies nachgehen kann“. Was sie damit meint ist, dass der Mann nach seinem Vollzeitjob die Kinder hüten darf während die Frau in den Stall geht. Ob der Mann dann wirklich im gleichen Maße Freiraum bekommt, wage ich zu bezweifeln außer Geld spielt vielleicht wirklich mal so gar keine Rolle.
Zitat von Lysanne:Ich hatte selbst knapp 20 Jahre ein eigenes Pferd und war auch fast jeden Tag für mehrere Stunden im Stall. Es war ein Ausgleich neben dem Beruf. Daher kann ich die Sichtweise deiner Frau verstehen 😉 Als jedoch mein Sohnemann auf die Welt kam, hat sich das ganze Zeitmanagement komplett geändert. Jeden Tag ...
Das finde ich sehr interessant. Auch dir vielen Dank für deine Antwort! Ich selbst verstehe es ja auch ein Stück weit, dass man eine emotionale Bindung zu einem Tier hat und ein Ausgleich zur Arbeit zu finden ist natürlich auch wichtig. Aber am Ende des Tages geht es doch auch darum wie man die Prioritäten setzt. Hattet ihr da vor der Schwangerschaft darüber gesprochen und wie habt ihr es vereinbart gehabt?