Ich möchte noch mal klar sagen, dass ich es gut finde, wenn jeder seine eigenen Hobbies hat und diese auch ausübt. Auch finde ich es wichtig und richtig, wenn man sich ein Tier anschafft, dass man dann die Verantwortung übernimmt und sich entsprechend darum kümmert.
Ich finde es ebenfalls hilfreich, dass sich hier auch „Pferdefrauen“ gemeldet haben. Daran kann man auch schon mal sehen, dass es eben kein Ding der Unmöglichkeit ist, beides (Pferd und Kind) miteinander zu vereinbaren. Es sollte aber eben auch die Bereitschaft bestehen, sein Hobby vielleicht nicht mehr ganz so intensiv wahrzunehmen oder entsprechend anzupassen, wenn ein Kind da ist.
Zitat von Woelkeline: Ich kenne aber auch die andere Seite: Frauen, die meinen, ihr Pferd käme nicht ohne sie aus, keiner könne es so gut versorgen, reiten, pflegen wie sie. Dann wird es wirklich schwierig, wenn es sich nicht mehr um ein Hobby, sondern quasi einen Partner-Ersatz handelt. Da wird schon die Urlaubsplanung zum Desaster, scheint es doch unvorstellbar, das Pferd 14 Tage in fremde Hände zu geben....
Da wäre jetzt die Frage, ob das vielleicht auch auf die Partnerin des TE zutrifft. Das wäre eine Frage, die sich der TE selbst stellen und gegebenenfalls auch beantworten kann. Er kennt seine Freundin ja am besten. Wie agiert sie da?
Zitat von tigeroctopus: Völlig kompromisslos agiert sie eigentlich nicht in meinen Augen. Nur Ihre Kompromisse empfinde ich wahlweise als völlig realitätsfremd oder unfair, weil sie mich dadurch benachteiligen würden, dass ich weniger Freizeit habe und mehr Arbeiten soll.
Daher auch meine Zweifel an der echten Kompromissbereitschaft deiner Partnerin. Denn das klingt halt nicht wirklich nach einem Kompromiss, wenn du dich da letztendlich benachteiligt fühlst.
Zitat von tigeroctopus: Aber wenn ich mal wirklich ehrlich zu mir selbst bin, dann bin ich auch jetzt schon nicht 100%ig glücklich mit der Menge an Zeit die wir zusammen verbringen.
Dazu kommt jetzt noch die Tatsache, dass du anscheinend auch ohne Kind schon das Gefühl hast, dass es nicht genügend Paar-Zeit für euch gibt. Unabhängig von der Kinderfrage, hast du denn darüber schon mal mit ihr geredet? Kann sie das überhaupt nachvollziehen, dass dir da etwas fehlt? Bestünde denn da auch der Wille und die Bereitschaft, etwas ändern zu wollen (also einen Schritt auf dich zugehen)? Und zwar auch langfristig? Wenn du damit nicht glücklich bist, ist es halt wirklich die Frage, ob deine Freundin die richtige Partnerin für dich ist. Dann passt es vielleicht einfach nicht. Und dabei geht es jetzt nicht darum, dass sie ihr Hobby massiv einschränken soll, sondern wo die Prioritäten bei ihr liegen.
Zitat von hilflos666: aber unterschätze nicht die Mutter-Kind Bindung
Tut mir leid, aber diese Aussage finde ich sehr gefährlich. Es sollte zwar so sein, dass ein Kind immer die Prio 1 ist (und das meiner Meinung nach bei beiden Elternteilen). Es muss aber nicht so sein. Es gibt eben auch Mütter, da läuft das alles etwas anders (und das kenne ich aus der Sicht des Kindes). Da fragt man sich, wo diese so genannte Mutter-Kind Bindung denn ist, von der immer alle reden. Ich möchte das der Partnerin des TE aber auf gar keinen Fall unterstellen, ganz gewiss nicht. Ich finde nur, darauf kann und sollte man sich nicht verlassen wenn es um die Frage geht, ob man mit seiner Partnerin ein Kind in die Welt setzt.
Zitat von EmmaPeeling: Zehn meiner deutschen Kundinnen ließen sich bei mir (auf dänischer Seite) auf dem Hof "einschließen" für vier Wochen, um in der Nähe ihrer Pferde bleiben zu können.
Tierliebe in allen Ehren, aber darüber habe ich gerade doch sehr gestaunt. Ich gehe mal davon aus, dass den Tieren bei dir auf dem Hof gut aufgehoben sind, selbst wenn ihre Besitzerinnen eben mal nicht kommen können. Hatten diese Damen denn auch Kinder? Das hätte mich jetzt persönlich mal interessiert.