Sex wird in manchen Beziehungen leider auch bewusst oder unbewusst als Druckmittel benutzt.
In gesunden Beziehungen isst man wohl miteinander. Das Bedürfnis, etwas Gutes zu essen, ist menschlich und das gemeinsame Essen nicht nur Nahrungsaufnahme sondern auch ein sozialer Akt.
Ähnlich ist es mit dem Sex. Hatte man ein erquickliches Sexualleben und bricht dieses "plötzlich" ab, ist das ein Zeichen für eine Störung. Entweder auf der Beziehungsebene oder bei einem selbst.
Neben der Möglichkeit, dass es sich um ein "Druckmittel" handeln könnte wären dann auch psychologische Aspekte beachtenswert.
Nun sind wir einander aber niemals Therapeuten, geschweige denn Psychotherapeuten für unsere Partner. Aber wir können uns immer helfen, jeweilige Phasen die wir durchlaufen zu verstehen. Oder Anreiz zu geben, sich in professionelle Beratung zu begeben und das Störende möglichst einer Heilung zuzuführen.
"Mal keine Lust" zu haben, ist wohl sowohl für Frauen als auch für Männer ziemlich normal.
Manifestiert sich aber eine "Blockade", beginnt unweigerlich ein Leiden. Ich glaube, dass ist dann ein Prozess, denn ewiges Leiden macht auch keinen Sinn.
Ich denke, es hat dann weniger mit der Äußeren Wirkung ("Aussehen") zu tun, oder ob ein Partner ein paar Kilo zu viel oder zu wenig auf die Waage bringt. Denn die wirkliche Anziehung geschieht doch m.E. aus ganz anderen Gründen.
Deswegen finde ich Aussagen wie "Du hast ein Recht auf Sex" mit Verlaub etwas Absurd. Was nützt mir jedes vermeintliche "Recht" (z.b. auf Sex) wenn mein Partner bzw. meine Partnerin nicht mag?
Dann macht es doch auch keinen Spaß.... .
Was Komplimente usw. betrifft, gibt es vielleicht einen Trick:
Anstatt darauf zu warten, Komplimente einzuheimsen könnte man (oder frau) einfach selbst großzügiger diese verschenken. Die (nicht nur) psychologische Wirkung könnte durchaus erquicklich sein
