Zitat von n-ever:Um sich darauf vorzubereiten ist er heute sogar eher gefahren.
Erfahrungsgemäß sinnlos, die gestellten Fragen variieren zu sehr. Er sollte schlicht relaxed bleiben.
Zitat von n-ever:Dann wollte er während der Zufahrt mit mir telefonieren und sagte mir wie sehr er mich vermisst.. O,o
Mich macht das langsam sauer.
So ein rumgeeiere.
Ich hab dann auch mit dieser Begründung das Telefonat beendet.
Statt mir Sehnsuchtsschwüre am Telefon vorzuschmachten hätte er auch einfach bleiben können.
Ja grins, ein wenig kenne ich das auch. Geht aber nicht unbedingt gezielt vom Partner aus, es ist mit gleichen Anteilen die eigene Emotionalität, die in jenem Moment etwas nicht wahrhaben will, nämlich den Entzug.
Klar, natürlich hätte er bleiben können. Meine Dame bleibt auch nicht bis zum letzten Urlaubstag, wenn sie wieder arbeiten muss. Ein Ruhetag zuvor ist Pflicht. Sehe ich anders, aber ich akzeptiere es. Doch ich kann es dir nachempfinden.
Zitat von n-ever:Und wenn er sich da für den Job entscheidet...
Was soll mir das anderes sagen, außer: "du bist es nicht"?
Tatsächlich sagt er aber das Gegenteil zu mir.
Nicht, würde ich nicht sagen. Der Job hat jedenfalls oberste Priorität. Diese kann er nur selbst ändern, von sich aus. Willst du ihn überzeugen, scheitert das zumeist.
Aber klar, die Erkenntnis tut dir weh, logisch.
Wie würdest du umgekehrt entscheiden? Die Frage ist wichtig für dich selbst.
Zitat von n-ever:Und nun?
Kannst du allein weitermachen? Heiße Momente vergessen, sie morgen mit einem anderen Mann genießen? Das Erlebte, das Miteinander ausblenden?
Denke, du hast eine resolute, zielorientierte Art, dennoch hängt dein Herz an ihm.
Zitat von n-ever:Ich kann das nicht ertragen. Fühle mich emotional überfordert mit der Situation.
Ich bin sauer, dass er mich warm hält und mich weder los lässt, noch her kommt. So fühlt sich ein reservierter Tisch in einem überfüllten Restaurant, wenn sich die bestellten Gäste verspäten.
Stop. Du kannst viel mehr ertragen als du glaubst.
Die Frage ist, welche Abstriche bist du bereit zu machen um was zu gewinnen. Was zu verlieren bist du bereit? Nicht dass du anschließend sauer auf dich selbst bist, weil du zu früh gegangen bist. Zur Sache im Restaurant. Es fühlt sich zunächst einsam an bis die Gäste eintrudeln. Danach wird der Abend lebhaft, du bist froh gewartet zu haben und im Nachhinein ärgerst du dich sogar noch ein wenig, und bist dennoch glücklich, dass du dieses Erlebnis hattest.
Jeder von uns geht damit anders um. Dem einen ist es Aufwand und Opfer wert, dem anderen nicht, das hängt vom eigenen Ich, der eigenen Geschichte und vom individuellen Lebensgefühl ab.
Zitat von n-ever:Eigentlich wird es Zeit dass ich mich emotional verabschiede.
Obwohl sich das immernoch falsch anfühlt. So als würde ich damit etwas kaputt machen.
Sich mit einem möglichen Abschied auseinander zu setzen ist gut, weil es dich mental vorbereitet, aber und hier setzt dein zweiter/dritter Satz an. Die Angst, die es in dir auch verursacht. Eine Trennung sollte erst dann erwogen werden, wenn ich glaube, dass es mir
nur so mittelfristig wieder besser geht.
Zitat von n-ever:Vielleicht fange ich damit an, weniger ausgedehnte Ferngespräche zu führen. Diese Zeit kann ich auch schöner/sinnvoller verbringen.
Da hast du total recht. Konzentriere dich mehr auf dich, ohne vorschnell zu entscheiden. Leicht möglich, dass es ihn dann wieder verstärkt zu dir zieht. Irgendwann wird er mehr Taten dir gegenüber zeigen müssen, wenn es ihm ernst ist. Niemand kann dir sagen inwieweit er selbst ein kalkuliertes Risiko eingeht, dich mit seinem Tun auch verlieren zu können.
Wie lange du allerdings letztlich wartest, dass ist genau jenes, was du selbst steuerst.