Zitat von Ratsuchende1988:weil ich immer noch versuche zu begreifen, was der Fehler hier ist.
Es wurde gegen den guten, alten Grundsatz verstoßen, daß man Geld, das man nicht
hat, auch nicht
ausgeben sollte. Dein Freund tat das gleich mehrfach:
1.
Dein Freund hat für seine Ex mit Geld gebürgt, das er
selbst nicht hatte und bis heute nicht hat - ansonsten müßte er nicht noch drei Jahre lang Raten dafür zahlen.
(Wofür brauchte die Ex das Geld überhaupt? Hat er dazu wenigstens mal was gesagt? Immerhin kann er deshalb ja jetzt auch den Urlaub nicht in einem Rutsch bezahlen, es wirkt sich also weiterhin negativ aus.)
2.
Dein Freund hat
nichts daraus
gelernt, sondern auch Dir - wohlgemerkt ohne Not oder daß Du darum auch nur gebeten hättest (!) - eine solche Bürgschaft "angeboten" (wie ernstgemeint das war, würde sich natürlich erst im Fall der Fälle zeigen; im übrigen siehe den Beitrag #17 von "Destroyed" - mir ging dasselbe durch den Kopf wie ihr dabei) und das, obwohl er offenbar nicht mal seinen Urlaub selbstfinanzieren kann. Er wäre also weiterin bereit, für jemand zu bürgen, obwohl er die ggfs. erforderlichen Mittel gar nicht hat.
3.
Dein Freund schlägt einen gemeinsamen Urlaub vor, ohne Geld für
seinen Anteil zu
haben und erwartet allen Ernstes - mit Blick auf
Deine Ersparnisse - daß Du den nicht nur allein organisierst, sondern auch finanziell vorstreckst.
Zitat:Nur diese eine Sache - das habe ich nicht verstanden.
Zitat:Es war so, dass er halt immer wieder drüber gesprochen hat, dass es schön wäre und er es gut finden würde, wenn ich etwas buchen würde.
Es sind bereits
drei Sachen und hinzu kommt, daß es bei ihm auch in Gesprächen auffallend oft um Geld geht - Du selbst schriebst, wie er sich über seine Familienmitglieder oder generell über Leute mokiert, die gegen o.g. Grundsatz verstoßen und dadurch in die Bredouille geraten.
Warum eigentlich? Fängst Du selbst immer wieder davon an, oder bringt er das Thema aufs Trapez?
Und auch wenn es nur eine
einzige Sache ist, so ist sie doch
existentiell genug, um ein
NoGo zu sein: Wenn Dein Freund tatsächlich einer ist, der mit Geld nicht umgehen kann und bei dem Du ständig damit rechnen mußt, daß er hinter Deinem Rücken Schulden macht, so ist er meines Erachtens kein Kandidat, mit dem Du eine gemeinsame Zukunft planen kannst und solltest. Zwar haftest Du nicht unmittelbar für seine Schulden mit, solange Du nichts für ihn unterschreibst (oder gar bürgst) - aber er sorgt so dafür, daß er übers Existenzminimum nicht hinauskommt - so daß man keine großen Vorhaben (Immobilie, Kinder, gemeinsame Firma) mit ihm planen kann oder sollte.
Im übrigen finde ich es alles andere als "fürsorglich", daß er jemand mit deutlich kleinerem Gehalt als seinem dazu
auffordert, einen gemeinsamen Urlaub zu buchen und dabei gleich einen langen Blick auf
Dein Erspartes zu werfen - das ihn eigentlich gar nichts angeht, denn Du legst dieses Geld dafür zurück, daß Du Dir
selbst einen Urlaub leisten kannst und
nicht für andere. Ich finde das im Gegenteil sehr berechnend von ihm und dazu passt auch sein oben erwähntes, häufiges Gerede zum Thema allgemein.
Mir scheint, da versucht jemand Deine Grenzen auszuloten und mit Deinem Vertrauen zu spielen. Daher nochmal: Sag ihm klar, daß Du Dir das so nicht vorgestellt hast und den Urlaub daher wieder stornieren wirst, wenn er ihn Dir nicht bis Ende dieser Woche komplett bezahlt hat. Sollten Stornokosten entstehen, erwartest Du bitte, daß er die übernimmt (oder mindestens 50% davon, immerhin hättest Du ihm Deine Erwartung auch vorher mitteilen können und bist daher nicht völlig unschuldig am Entstehen dieser peinlichen Situation).
Wenn Dein Freund anständig ist, wird er Dir sein Anteil entweder sofort überweisen oder zumindest die Stornogebühr übernehmen und sich für den Aufwand und die Nerven entschuldigen, die Dich seine "Gedankenlosigkeit" in dieser Sache gekostet hat.
Sollten hingegen Zicken kommen, weißt Du auf jeden Fall, woran Du bist. Löse Dich ggfs. von ihm, übernimm die Stornogebühr und hak das Ganze als Lehrgeld ab, das zwar teuer war, Dich aber womöglich vor weitaus schlimmeren Erlebnissen bewahrt hat.