Gorch_Fock
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Zitat:Mit einer halben Stelle kann ich bei uns im Betrieb nicht Führungskraft werden, mit einer Dreiviertelstelle hingegen schon
Marina, Du willst also Karriere machen. Das ist Dein gutes Recht. Nur wenn man eine Führungsposition will, muss man auch die Rahmenbedingungen kritisch prüfen und auch hinterfragen. Warum bietet Dein Betrieb das nicht an? Schon mal mit Gleichstellungsbeauftragte und Betriebsrat gesprochen? Was ist mit einem Telearbeitsplatz? All das kann Dir den Aufstieg ermöglichen. Ansonsten ist es an Dir, Dir Alternativen zu suchen und ggf. den Druck auf Deinen Arbeitgeber, der offensichtlich veraltete Modelle wie Messung der Führungsstärke an Präsenzzeiten nutzt, zu erhöhen. Und ggf. auch einen Wechsel anzustreben. Ja, auch das macht eine Führungskraft aus. Gerade nicht stromlinienförmig hinter der Karotte herzulaufen, die man Dir vorhält.
Das Thema Finanzen blendest Du aus bzw. gehst nicht drauf ein. Wie schon geschrieben hast Du mit Deinem Gehalt locker die Möglichkeit, Haushaltshilfen zu engagieren. Und ich bleibe dabei: Für Deinen Plan vom Leben brauchst Du einen Mann mind. auf Deinem finanziellen und sozialen Status.
Das Ungleichgewicht würde dann enstehen, wenn Du dir zur Durchsetzung Deiner Pläne einen Mann mit niedrigerem Einkommen suchen würdest (nach dem Motto, dann kann er einfacher mal den Faktor Zeit einbringen). Das funktioniert aber für Männer nicht. Das geht los, mit Geschenken die Du Deinem Partner machen würdest (Kurztrips, Geburtstagsgeschenke, etc.). Ein Partner möchte hier auch etwas zurückgegeben. Das wird für einen Partner mit weniger Einkommen immer schwerer sein. Und schon kommt es zu Frustrationen. Männer fühlen sich in solchen Situationen unwohl.
Das ist keine Kritik an Deinem Beruf und Deinem Weg, sondern soll Dir aufzeigen, dass Du aus meiner Sicht einen Partner auf Augenhöhe brauchst. Und das schließt bei Dir Finanzen und Bildung eines Partners mit ein. Und aus der Erfahrung heraus: Wahrscheinlich müsste ein pot. Partner bei Dir auch aus dem MINT-Umfeld kommen. Denn mit anderen Akademikern sind eher Schwierigkeiten vorprogrammiert. Man kann das schon an Deiner stark kopflastigen Planung Deiner Zukunft sehen.