Zitat von Urmel_:dann kann man mitunter doch eine Schublade aufmachen.
Auch im echten Leben habe ich mitunter nicht die Zeit, mich mit allen Facetten eines jeden Menschen auseinanderzusetzen. Daher finde ich ein gewisses "Schubladendenken" durchaus angenehm, da es Dinge vereinfacht.
Die Kunst dabei ist, sich selbst einzugestehen, wenn jemand in der falschen Schublade gelandet ist, und ihn umzusortieren. Bzw gilt die Schublade nicht unbedingt, wenn man unter anderen Umständen auf jemanden trifft (Beispielsweise sind manche Menschen beruflich ganz anders unterwegs als privat)
Übrigens merke ich beim TE, dass er den "Typen" nicht aus der Schublade "Loser" nehmen will - ohne zu erkennen, dass evtl nur er ihn da rein stecken würde. Für andere ist er ein "Idealist" oder ein "Organisator".
Klar, ist eine Theorie eine Theorie, und muss in der Praxis nicht immer standhalten. Mir drängt sich ein Vergleich auf: Beim Führerschein bekomme ich allerdings zuerst theoretisch erklärt, wozu Gas und Bremse da sind, und wie sie funktionieren. Die Theorie kann die Praxis nicht ersetzen, nur von dem Wissen allein kann ich nicht fahren. Ich brauch das wissen dennoch, um fahren zu können. Bei (romantischen) Beziehungen fehlt der Theorie-Teil, und viele von uns lernen das mühsam mit Versuch und Irrtum. Da kann ein wenig Theorie nicht schaden, wenns einige Irrtümer erspart
Lieber TE, Anziehung ist nicht nur, dass man handwerklich "was auf dem Kasten" hat und ein guter Kerl ist. Auch eine gemeinsame Ebene bei Interessen und Lebenseinstellungen KANN sehr anziehend sein. Deine Freundin ist ja schon länger mit Dir zusammen, sie schätzt also Deine Qualitäten. Wenn sie Dir allerdings sagt, was sie stört, dann schau, ob Du das mit ihr zusammen anders lösen kannst. Kompromiss ist das Zauberwort. Wenn Ihr über Kinder nachdenkt wird das spätestens dann nochmal ein richtig großes Thema. Also klär lieber vorher, was sie sich wünscht, was Du Dir wünschst, und wo in der Mitte ihr Euch treffen könnt.