Zitat von Kaetzchen:während Männer sich oft in die soziale Hängematte einer Beziehung legen und nach einer Trennung erstmal diesbezüglich ziemlich doof gucken. Da fehlt es dann oft an Freunden, an Interessen und Hobbys (wenn man jahrelang nach der Arbeit aufs Sofa gefallen ist und ferngesehen hat, ist das halt auch schwierig

und so weiter. Und natürlich destabilisiert einen so ein Zustand, deshalb leiden Männer wohl auch stärker unter Einsamkeit als Frauen, wenn sie Singles sind (siehe Link oben).
Leider spürt man das als Frau, wenn man mit so einem Singlemann zu tun bekommt, und läuft dann schreiend weg. Zumal man als Singlefrau mit gutem Netzwerk halt auch nicht so bedürftig ist und zumindest so Dinge wie Unterstützung, Aufmerksamkeit und Zuneigung auch von anderer Seite bekommt und dazu nicht zwingend eine Beziehung braucht. Männer hingegen oftmals sehr wohl.
Das ist sicherlich häufig richtig, aber viele Frauen haben durch Arbeitsverweigerung und das Finden eines Versorgers auch einfach die Zeit in der Beziehung ihren Freundeskreis zu pflegen.
Wenn ich da mal an meine Ehe zurückdenke....Ich war im Büro, sie zu Hause - das war kein Wunsch von mir, es hat sich so entwickelt. Meine Versuche sie zur Arbeit zu bewegen scheiterten an Beratungsresistenz.
Viel mehr sah es dann so aus Mo-Fr hieß es dann "Schatz, ich habe heute nichts geschafft, war mit einer Freundin Kaffee trinken.", "Schatz, ich konnte heute nichts weiter machen, war mit den Kindern und einer Freundin noch auf dem Spielplatz" und Sa-So "Du machst nie was im Haushalt, die Bude sieht total scha... aus, du kannst ruhig mitmachen, alles ist liegen geblieben..."
Sie ging dann 1-2 mal im Monat auf den Kiez mit Freundinnen wo ich selbstverständlich die Kinder gehütet habe, Mo-Fr hat sie wie selbstverständlich nach 10h Büro von mir erwartet, das ich noch einkaufen gehe um abends für sie zu kochen (das habe ich sogar gern für sie gemacht - das nennt sich Liebe), aber wehe dem ich wollte 1-2 mal im Jahr meinen Freund für 3-4 Tage besuchen - OMG war die Hölle los, ...wieso so lange und reichen da nicht 2 Tage... (es sind 300 km zu ihm). Und wenn ich 1-2mal im Monat meinem Hobby für 2-3h nachgehen wollte, war das Gemecker groß, warum ich so spät nach Hause komme oder ob das wirklich sein muss. Oh und eins der besten Stücke "Schatz, du hast ganz schön zugenommen" und parallel wenn ich schwimmen gehen wollte (1-2 mal die Woche für je 1h) "nein das kostet zu viel Zeit, dann bist du zu spät zu Hause, du musst dann die Kinder machen - du hast Familie", "gut dann gehe ich frühs schwimmen vor der Arbeit", "Nein, dann machst du später Feierabend und bist auch so spät da..."
Ja unter solchen Bedingungen fällt es der Frau im allgemeinen sehr leicht sich einen Freundeskreis aufzubauen und zu bewahren.
Die Frauen, mit Kindern und Vollzeitjob (die ich so kennengelernt habe), haben einen genauso großen (kleinen) Freundeskreis, wie der Herr.
Viele meiner Freunde sind es nun nicht mehr, wegen der Familie, nicht nur wegen meiner - die haben auch Familie gegründet und ihre Prioritäten umgelegt. Ihnen im nachhinein Faulheit zu attestieren finde ich da schon frech.
Die Frau möchte in aller Regel nicht die 2. Geige in einer Beziehung spielen und wir Männer wollen das auch nicht. Ich kann mit vielen Frauen heute nicht viel anfangen, die dann der Meinung sind - puh Partnerschaft - ja so vielleicht in 2 Wochen da hätte ich 2h Zeit. Aber mehr nicht, dann muss ich zur Freundin Socken stricken.
Irgendwann ist man alt und dann freut man sich, wenn man einen Mneschen an seiner Seite hat. Meine Großeltern sind seit 66 Jahren verheiratet (un hatten es immer sehr schwer) und das was sie miteinander haben, ist das einzige was Bestand hatte in ihrem Leben. Die Eltern sind Tod, die Geschwister nach und nach auch, Freunde und Nachbarn alles ist weg und nun mit mitte 80 haben sie sich zum aneinanderstützen.
Diese glücklichen Single Frauen, die ja keine Beziehung brauchen und sich die Arbeit ersparen wollen (macht ja nur Dreck) werden mit 80 dann hoffentlich auch glücklich im Altenheim sein und auf den Tod warten und sich am wöchentlichen Bingo Abend erfreuen!
Sorry ich habe mir hier nicht alles durchgelesen aber die Eingangsstatements (weshalb ich hier mal antworte). Ich lese dann Sachen wie Männer sind im höheren Alter unflexibel, als Frau will man sich da nicht anpassen. Wer erkennt da noch die runden Ecken?
Eine Beziehung heißt Kompromisse bilden und wahre Freundschaft erkennt man erst, wenn es einem schlecht geht.
Meine Ex-Frau hat viele Freundinnen - ungefähr mit dem Bestand, wie die Freunde meines Sohnes mit 7-10. Heute ist die best Friend, morgen die - je nachdem wie es gerade passt und wehe es kommt einer mit eig. Problemen. Nicht nur die Partner sollte man sorgsam wählen - auch die Freunde.
Ich habe genau 2 Freunde. Einer wohnt 300 km weit weg, aber den habe ich seit dem Kindergarten! Eine andere Freundschaft entwickelte sich in den letzten 8 Jahren. Laut Statistik hält eine Freundschaft ca. 5 Jahre, eine Ehe um die 7 Jahre.
Mag sein, dass ich altmodich denke und nicht in diese Zeit passe - der Eindruck verstärkt sich bei mir zusehens aber in in dieser Epoche möchte ich auch nicht leben. Es ist die Zeit der absoluten Oberflächlichkeit und das Wort Wegwerfgesellschaft trifft es ganz genau. Wie war das geiz ist gut! Geizig auch mit Arbeitseinsatz für gute Beziehungen, lieber billig, kurz und wegwerfen.