Zitat von Tristan46: habe gerade mit einer Paartherapeutin telefoniert. Werde meine EF darüber in Kenntnis setzen und ihr die Möglichkeit geben mitzugehen. Wenn sie nicht mitgeht, werde ich wahrscheinlich kurzfristig erstmal alleine dort hingehen.
Mach das unbedingt. Ich würde sogar meinen, es wäre ganz gut, wenn Du zunächst Mal alleine hingehst.
Einer Freundin von mir hat es geholfen, mit einer Beraterin zu sprechen. War bei der Caritas oder so was in der Art. Sie ging hin als sie noch an der Ehe festhielt. obwohl er schon längst eine Andere hatte .... und sie hoffte, die Trennung doch noch abzuwenden.
Das Gespräch half ihr zu erkennen, dass sie sich in etwas verbissen hatte, was bereits zu Ende war.
Ich will damit um Himmels Willen nicht sagen, dass es bei Euch genauso ist. Aber ihr hat ein Gespräch mit einer unbeteiligten dritten Person mit Erfahrung geholfen. Ich glaube, ein Austausch mit einer Person, die gefühlsmäßig nicht involviert ist, ist generell hilfreicher weil es auf der Sachebene bleibt.
Ich war mal bei einem Therapeuten, nicht wegen einer Therapie, sondern auch zu einem Beratungsgespräch. Ich habe selten so viel für mich daraus gezogen wie damals. Und manche Dinge sind mir heute noch in Erinnerung.
Schon die absolute Sachlichkeit tat mir gut. Da sitzt Jemand, der nicht wertet, der kein Urteil fällt, der nichts schlecht macht, aber auch nichts schön redet. Absolute Neutralität.
Ja, und das zweite Erstaunen war, dass es um mich ging und nicht um die Person, deretwegen ich bei ihm aufgeschlagen war.
Diese Person war weitgehend uninteressant, weil sie nur ein Symptom für meine inneren Baustellen war. Der Therapeut bezog dazu keinerlei Stellung, sondern fragte nach den Dingen, sie mich angingen. Das meiste, was wir mit uns rumschleppen und was uns steuert, haben wir schon viel früher "gelernt" und verinnerlicht und leben es später nach. Auch wie wir mit Konflikten umgehen, mit Problemen, ob und wie wir reden und uns verhalten, wurde schon viel früher angelegt.