Naja. Ich halte es nicht für "in die Erziehung einmischen", wenn man darauf hinweist, dass so späte Schlafenszeiten und dazu noch der Umgang mit dem Pad einem 3jährigen nicht gut tun, zweiteres sogar kontraproduktiv/schädlich ist.
Selbst Erwachsenen mit Schlafstörungen wird geraten, TV und Unterhaltungselektronik aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Die können dann selber entscheiden, ob sie sich an solche Empfehlungen halten oder nicht (wie ich

). Ein Kleinkind hat diese Entscheidungshoheit für mich nicht!
Ist es auch Einmischung in die Erziehung, wenn man der Mutter sagen würde, dass gelegentliche Klapps auf den Hintern NICHT okay sind? Wo fängt "Einmischung" an und ab wann darf man sich als potentieller Partner äußern?
Darüber hinaus kann ich jede Mutter (und ich war nicht alleinerziehend, gilt natürlich auch für Väter) verstehen, die nach einem Tag mit Wirbelwind groggy sind. Allerdings sollte 1/2 Stunde abends für ein Einschlaf-Ritual immer drin sein. Einem Kind in dem Alter einfach Handy oder IPad in die Hand zu drücken, ist für mich reine Bequemlichkeit. Ich empfinde das auch als sehr lieblos (ist aber mein persönlicher Geschmack).
Für mich (!) wäre jemand, der so sein Kind erzieht, nicht der geeignete Partner, schon gar nicht, wenn evtl. an gemeinsame Kinder gedacht wird. Und - ich habe grade mal nachgefragt

- nein, ich war keine strenge Mutter.